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Sarah Outen ist wieder zu Hause.

Heimkehr nach vier Jahren

Mit Kajak, Boot und Rad: Britin umrundet die Welt

London - 1677 Tage lang hat sie im Ruderboot, Kayak und auf dem Fahrrad die Welt umrundet. Am Dienstag wurde die britische Abenteuerin Sarah Outen an der Londoner Tower Bridge unter großem Jubel empfangen.

Am Wahrzeichen der Hauptstadt Großbritanniens erwarteten die Weltreisende ihre Mutter, ihr Bruder und ihre Verlobte Lucy. Bei ihrer Rückkehr knallten die Sektkorken, Hunderte feierten die Abenteurerin an Bord des Schiffs „HMS President“. Alles fühle sich noch "ein bisschen unwirklich" an, sagte Outen, nachdem sie auf dem letzten Stück ihrer insgesamt 40.233 Kilometer langen Tour von Oxford nach London gerudert war.

Die heute 30-Jährige war vor vier Jahren von London aufgebrochen. Sie radelte durch die Niederlande, Deutschland, Polen, die Ukraine, Russland und China und paddelte nach Japan. Von dort ging es weiter nach Nordamerika. Im Pazifik kenterte sie und unterbrach ihre Reise für ein Jahr. Sie fuhr im Winter durch Kanada, entging Grizzlybären und erreichte schließlich die US-Ostküste. Von dort ging es per Boot zurück über den Atlantik nach London. Auf der Fahrt musste sie vor einem Hurrikan gerettet werden. Sie radelte durch die Wüste Gobi und überstand Temperaturen von minus 40 Grad in Nordamerika.

Mit ihrer Weltreise wollte sie Spenden für vier Wohltätigkeitsorganisationen sammeln. Während ihrer Tour, für die sie ursprünglich nur zwei Jahre veranschlagt hatte, musste sie zweimal aus Seenot gerettet werden, als sie im Atlantik in den Hurrikan "Joaquin" und im Pazifik in den Tropensturm "Mawar" geraten war.

Während ihrer Weltumrundung habe sie viele erinnerungswürdige und tolle Augenblicke mit Menschen und Tieren erlebt, sagte Outen, die sich als jüngster Mensch, der jemals über den Pazifik von Japan nach Alaska gerudert ist, bezeichnen darf. "Ich wünschte, jeder könnte die guten Dinge erleben, die ich erlebt habe. Ganz allein mitten auf dem Ozean die Größe des Planeten in allen seinen Dimensionen zu erleben - das ist sehr, sehr besonders".

Nun plant sie erst einmal eine Pause: Es fühle sich sehr komisch an, dass die Reise zu Ende sei, sagte Outen. Aber: „Es wird noch andere Reisen geben.“ In den kommenden Monaten möchte sie ein Buch über ihre Erlebnisse schreiben und nächstes Jahr ihre Partnerin Lucy heiraten. Ihr hatte sie per Satellitentelefon mitten im Pazifik einen Antrag gemacht.

afp/dpa

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