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Der 16-Jährige wurde tot im Wald entdeckt.

14-Jähriger erwürgt 16-Jährigen

Wenden: Nach Mord an Jona - Bundesliga-Trainer postet emotionale Botschaft

Es begann damit, dass im Sauerland ein 16-Jähriger vermisst wurde. Dann fand die Polizei seine Leiche. Jetzt hat sich ein Bundesligatrainer mit einer Videobotschaft dazu gemeldet. 

Update 16.10 Uhr Unterdessen wandte sich der Trainer des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim, Julian Nagelsmann (31), in einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft an die Hinterbliebenen des getöteten 16-Jährigen, der langjähriger Jugendspieler beim SV Rothemühle war. Darin spricht er den Eltern und Verwandten des Jungen und den Mitspielern des Fußballvereins sein Mitgefühl aus.

„Voller Trauer und tiefer Bestürzung habe ich gestern vom Tod von Jona gelesen“, sagt Nagelsmann darin. „Als ich dann erfahren habe, dass er ein leidenschaftlicher Fußballer war, ist in mir das Bedürfnis geweckt worden, ein paar Worte an Sie zu richten, weil auch ich ein wenig nachempfinden kann, was es bedeutet, einen geliebten Menschen sehr früh zu verlieren.“

An Jonas Mannschaft gewandt sagte er: „Die Gewalt, der Hass, das Unverständnis, das Jona jetzt aus dem Leben gerissen hat, darf nicht euer Begleiter sein. (...) Versucht als Gruppe, das Leben von Jona fortzusetzen. (...) Versucht euer Leben so zu leben, wie Jona es auch gern getan hätte. Ich glaube, er wird von oben zuschauen und wäre stolz auf euch, wenn ihr es macht. Versucht, ihn immer in eurer Mitte zu lassen.“ Und an die Eltern: „Liebe Eltern, Ihnen wünsche ich alle Kraft der Welt. Wenn ich etwas für Sie tun kann, lassen Sie es mich wissen.“

Update 3. November: Psychiater soll 14-Jährigen untersuchen

Nach dem gewaltsamen Tod eines 16-Jährigen im sauerländischen Wenden will die Staatsanwaltschaft den erst 14 Jahre alten Tatverdächtigen psychiatrisch untersuchen lassen. Ein Sachverständiger solle die Verantwortungsreife und Schuldfähigkeit des Jugendlichen klären, sagte der Siegener Staatsanwalt Rainer Hoppmann am Samstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Der Teenager hatte gestanden, seinen Mitschüler am Dienstag in der Nähe des Schulgeländes bei einem Streit erwürgt zu haben. In einer Vernehmung hatte er angegeben, sich eine Beziehung zu dem Opfer gewünscht zu haben. Dies habe der 16-Jährige jedoch nicht erwidert. Die Leiche war am Mittwoch in der Nähe der Schule in einem Wald entdeckt worden. Der 14-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Update 2. November: Schule bekommt Hilfe durch Psychologen

9.23 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod eines 16-Jährigen im sauerländischen Wenden und dem Geständnis seines Mitschülers bekommt die betroffene Schule Hilfe durch Schulpsychologen. „Wir erfahren Unterstützung durch unsere schulfachliche Dezernentin und Schulpsychologen und Schulpsychologinnen, die uns zur Seite stehen und besonders die Schülerinnen und Schüler unserer Schule professionell durch diese schreckliche Zeit begleiten werden“, heißt es auf der Schul-Homepage.

„Die Schule trauert um ein Mitglied ihrer Gemeinschaft und ist in Gedanken in diesen schweren Stunden bei der betroffenen Familie“, heißt es in dem kurzen Text, in dem um Verständnis gebeten wird, dass die Homepage der Schule ansonsten bis auf weiteres inaktiv ist.

Aus Liebes-Frust? 14-Jähriger erwürgt 16-jährigen Freund - und schildert die Tat minuziös

Wenden - Ein 14-Jähriger soll im Sauerland einen älteren Mitschüler erwürgt haben. Der Jugendliche habe gestanden, seinen 16-jährigen Freund, der offenbar Jona heißt, in der Nähe des Schulgeländes in Wenden bei Olpe getötet zu haben, sagte am Donnerstagabend Staatsanwalt Rainer Hoppmann in Olpe. „Es war im Rahmen einer Auseinandersetzung, die ihn wohl verärgert hat, frustriert hat.“ Es spreche einiges für eine Tat im Affekt. Der 16-Jährige war am Dienstag von seinen Eltern vermisst gemeldet und einen Tag später tot in einem Wald entdeckt worden.

Zum Motiv machten die Ermittler keine genauen Angaben. Kurz vor der Tat soll es ein klärendes Gespräch über die Zuneigung des 14-Jährigen zum späteren Opfer gegeben haben. Laut seiner Aussage wünschte sich der 14-Jährige eine Beziehung zu dem älteren Mitschüler. Der 16-Jährige habe dies „jedoch nicht erwidert“. Die Ermittler wiesen darauf hin, dass auch eine „Verquickung von Tatmotiven“ denkbar sei.

Wenden (NRW): 16-Jähriger tot im Wald gefunden - 14-jähriger Kumpel hat ihn erwürgt

Der 14-Jährige steht unter dem dringenden Tatverdacht des Totschlags. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ihm drohen nun bis zu zehn Jahre Jugendstrafe. Täter und Opfer sind Deutsche. „Der Täter hat keinen Migrationshintergrund“, betonte Hoppmann - unsere Kollegen von wa.de* berichteten live von der PK.

Die beiden Jugendlichen hatten die Gesamtschule in Wenden besucht. Am Dienstag hatten sie zusammen die erste Schulstunde mitgemacht und dann den Unterricht geschwänzt, wie die Ermittler berichteten. In der Nähe der Schule bekamen sie Streit. Im Laufe dieser Auseinandersetzung habe der 14-Jährige seinen Mitschüler schließlich mit bloßen Händen erwürgt, berichteten die Ermittler. Es habe dabei „ganz bestimmt“ Gegenwehr des Opfers gegeben. Der 14-Jährige sei jedoch körperlich überlegen gewesen und habe eher die Statur eines 16-Jährigen gehabt, während das Opfer eher schmächtig wie ein jüngeres Kind gewesen sei.

Wenden (NRW): 14-Jähriger hatte auffällige Kleidung nach der Tat

Vom eigentlichen Tatort habe der 14-Jährige den Toten zu einem anderen Ort im Wald in der Nähe der Schule getragen und dort abgelegt. Getarnt etwa mit Laub oder Ästen habe er die Leiche nicht. Anderen Schülern, die den 14-Jährigen später an der Schule sahen, fiel danach auf, dass seine Kleidung verdreckt und durchnässt war. Er soll daraufhin zu ihnen gesagt haben, dass er gestürzt sei und sie nicht verraten sollten.

Wenden (NRW): 14-Jähriger verstrickt sich in Widersprüche

Nachdem der 16-Jährige am Dienstagmittag nicht nach Hause gekommen war, alarmierten seine besorgten Eltern die Polizei. Eine große Suchaktion begann. Der 14-Jährige wurde zunächst als Zeuge gehört. Er gab zwar zu, sich mit seinem Freund gestritten zu haben, die Polizei zweifelte aber zunächst nicht daran, dass sich die beiden dann getrennt hatten. Erst nach und nach habe sich der 14-Jährige in Widersprüche verheddert. Auch nach dem Auffinden des Leichnams habe er die Tat noch bestritten.

Erst als er einem Richter vorgeführt worden sei, habe er dann ein Geständnis abgelegt. „Er hat den Vorfall minuziös geschildert“, sagte Hoppmann. „Er war zum Teil sehr überlegt, hat darüber nachgedacht, wie er formuliert.“ Auf die Frage, ob der Jugendliche Reue über seine Tat gezeigt habe, antwortete Hoppe: „In gebotenem Umfang.“ Er komme aus einem „geordnetem Elternhaus“.

Wenden (NRW): Emotionale Erklärung der Schule

Auf der Website der Schule erschien am Donnerstag eine Erklärung: „Die Schule trauert um ein Mitglied ihrer Gemeinschaft und ist in Gedanken in diesen schweren Stunden bei der betroffenen Familie“, heißt es dort. Die Schüler gingen durch eine „schreckliche Zeit“. Der Fußballverein des 16-Jährigen sagte seine Spiele für das kommende Wochenende ab. „Unsere Trauer und unser Mitgefühl können nicht in Worten ausgedrückt werden“, teilte der SV Rothemühle auf seiner Facebook-Seite mit.

*wa.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa


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