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Weniger Adoptionen in Deutschland - Zahl seit 1993 fast halbiert

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Wiesbaden - In Deutschland werden immer weniger Kinder adoptiert. Seit 1993 hat sich die Zahl der Adoptionen in Deutschland fast halbiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag berichtete.

Von 2006 auf 2007 sank die Zahl nochmals um fünf Prozent auf 4509 Kinder. Allerdings geht auch die Zahl der Adoptionswilligen stark zurück: Wollten 1993 noch 21 711 Paare ein Kind adoptieren, standen 2007 nur noch 8914 auf der Warteliste. Mehr als die Hälfte der adoptierten Minderjährigen wird von Verwandten angenommen (minus vier Prozent), der Anteil der Adoptionen, bei denen Adoptiveltern und Kind einander fremd waren, stieg unterdessen von 41 auf 45 Prozent. 45 Prozent aller 2007 adoptierten Kinder und Jugendlichen waren unter sechs Jahre alt, 30 Prozent zwischen sechs und elf Jahren und 25 Prozent zwölf Jahre oder älter.

32 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen besaßen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, 2006 waren es 29 Prozent gewesen. Allerdings, so betonen die Statistiker, seien nicht alle Auslandsadoptionen den deutschen Vermittlungsstellen bekannt. Die Zahl der zur Adoption vorgemerkten Kinder blieb mit 886 nahezu unverändert. Gleichzeitig lagen den Vermittlungsstellen 8914 Adoptionsbewerbungen vor, drei Prozent weniger als 2006. Rein rechnerisch standen 2007 einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zehn mögliche Adoptiveltern gegenüber.

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