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Der unbemannte Raumfrachter "Cygnus" ist bei der ISS angekommen.

1600 Kilogramm Lebensmittel dabei

Werkzeug für ISS: Raumfrachter "Cygnus" angekommen

Washington - Ein ferngesteuerter Roboterarm half dem unbemannte Raumfrachter beim Anlegen: "Cygnus" ist bei der ISS angekommen. An Bord: Mehr als 1600 Kilogramm Lebensmittel und Werkzeug.

Der Raumfrachter "Cygnus" hat am Mittwoch die Internationale Raumstation (ISS) erreicht. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa begann ein ferngesteuerter Roboterarm um 12.34 Uhr mit dem Anlegeprozess der unbemannten Kapsel. Die private US-Firma Orbital Sciences hatte den mit Lebensmitteln und Ausrüstung beladenen Raumfrachter am Sonntag mit einer Antares-Trägerrakete von Wallops Island (Virginia) aus ins All geschickt.

An Bord hat "Cygnus" befanden sich laut Orbital Sciences mehr als 1600 Kilogramm Lebensmittel für die ISS-Besatzung sowie Werkzeug und Material für wissenschaftliche Experimente. Der Start war ursprünglich für Mai geplant, musste aber wegen eines Problems mit dem russischen Triebwerk der Antares-Rakete verschoben werden.

Orbital Sciences hat mit der Nasa einen Vertrag über acht Versorgungsflüge zur ISS. Im November ist der dritte Start eines "Cygnus"-Frachters geplant, 2015 sollen drei weitere Nachschubflüge folgen. Darüber hinaus versorgt mit SpaceX ein weiteres Privatunternehmen die Raumstation mit Nachschub. Während "Cygnus" auf seinem Rückweg beim Eintritt in die Erdatmopshäre verglüht, landet der SpaceX-Raumfrachter "Dragon" im Meer.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte ihr Shuttle-Programm 2011 nach 30 Jahren eingestellt und ist daher für die Nachschubflüge zur ISS auf private Firmen angewiesen. Die US-Astronauten werden derzeit mit russischen Sojus-Kapseln ins All gebracht.

Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten unterdessen die Gründung einer eigenen Raumfahrtbehörde sowie ein Projekt zur Landung einer Sonde auf dem Planeten Mars im Jahr 2021 an. Die amtliche Nachrichtenagentur WAM meldete unter Berufung auf den Vizepräsidenten der Emirate, Scheich Mohammed Ben Rasched Al-Maktum, der Golfstaat habe bislang bereits umgerechnet vier Milliarden Euro in den Raumfahrtbereich investiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind demnach das neunte Land, das den Roten Planeten erforschen will.

AFP

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