Westliche Journalisten von Gaddafi verschleppt

Paris - Sie könnten zum Faustpfand des libyschen Machthabers werden: Mehrere westliche Journalisten befinden sich nach Augenzeugenberichten in der Hand von Gaddafi-Anhängern - unter ihnen der deutsch-kolumbianische AFP-Fotograf Roberto Schmidt.

Schmidt sei gemeinsam mit dem Briten Dave Clark und dem Amerikaner Joe Raedle unter Androhung von Waffengewalt festgenommen worden, sagte der Fahrer der drei Journalisten später nach Berichten französischer Medien am Dienstag. Sie seien am Samstag auf dem Weg von Tobruk in die Rebellenhochburg Adschdabija unterwegs gewesen, als Militärfahrzeuge Jagd auf sie gemacht hätten.

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

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Einer der Journalisten habe auf Arabisch gesagt, dass sie Journalisten seien. Die Soldaten hätten die drei in einem Militärfahrzeug mitgenommen. Seitdem habe es keinen Kontakt mehr zu ihnen gegeben. Ein weiterer französischer Fotograf, der als Freier für die Agentur Polaris arbeitete, gilt ebenfalls als vermisst. Stéphane Lehr habe sich zuletzt am Sonntag per Mail aus Bengasi gemeldet, teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen mit.

Er habe ebenfalls Richtung Adschdabija fahren wollen. Nach Angaben der Organisation sind außerdem vier Journalisten des arabischen Senders Al-Dschasira in der Hand von Gaddafis Truppen. Sechs libysche Journalisten gelten ebenfalls als vermisst.

dpa

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