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Regenschirm statt Sonne? Ein Langzeittrend prophezeit uns einen nassen Sommer.

Düstere Aussichten im Langzeittrend

So mies soll der Sommer 2015 werden

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München - Über die ersten Frühlingstage können sich die Deutschen bisher nicht beschweren. Sonne satt, so darf es weiter gehen. Doch für den diesjährigen Sommer gibt es düstere Aussichten.

Eigentlich hat das Jahr gut angefangen. Der meteorologische Frühling hat einen überdurchschnittlich guten Start hingelegt. Gab es in den vergangenen Jahren auch gern nochmal Schnee und eisige Temperaturen im März, blieb uns ein später Wintereinbruch in diesem Jahr erspart. Der Monat war sogar rund 1,3 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt.

So werden die nächsten Tage

Auch für die kommenden Tage prophezeit uns Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net freundliches Wetter. Niederschlag ist für die kommende Woche, wenn überhaupt, nur vereinzelt in Sicht.

Vor allem den Westen erwartet blauer Himmel und Sonne. Nur der Osten und Norden werden am Wochenende von einem Tiefdruckgebiet gestört, so Jung. Ab Montag wird es dann aber auch dort wieder wärmer.

So wird das Wetter in Ihrer Region

So mies sind die Wetteraussichten für den Sommer

Darf das milde Frühjahr als Vorbote für einen gelungenen Hochsommer gedeutet werden? Leider nein, sagt der Experte. In den vergangenen zehn Jahren waren März und April oftmals sehr sonnig und trocken, im langjährigen Durchschnitt sogar zu trocken. Denn der Preis dafür sei meist ein eher wechselhafter und nasser Sommer gewesen.

Große Hitzewellen bescherte uns Petrus in den vergangenen Jahren kaum. "Heiß wurde es immer nur für wenige Tage dazwischen immer wieder recht kühl mit Gewittern“, sagt Jung. Und genau das könnte uns auch in diesem Jahr blühen.

Ein aktueller Langzeittrend des US-Wetterdienstes hat nun einen ersten Trend für die Monate Juni, Juli und August berechnet. Und der sieht nicht viel besser aus als in der Vergangenheit.

"Grusel-Sommer": August besonders nass?

Sogar ein echter "Grusel-Sommer" sei nicht auszuschließen, sagt Jung und beruft sich auf die Prognose der US-Kollegen. Laut deren Langzeitberechnungen falle vermutlich keiner der Sommermonate wärmer als im langjährigen Mittel aus. Stattdessen sei für Juni, Juli und August sogar mit durchschnittlich mehr Niederschlag zu rechnen. "Besonders nass soll demnach der August werden“, so der Meteorologe.

Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Eine derartige Langzeitprognose kann allenfalls einen Trend abzeichnen, von einer verlässlichen Wettervorhersage kann derzeit noch keine Rede sein. Die diesjährige Urlaubsplanung sollte also noch nicht auf einen "Grusel-Sommer" abgestimmt werden.

vh

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