Schnee in einigen Gebieten erwartet

Wetter: Winter schlägt in Deutschland zu - anderes EU-Land von Kältepeitsche brutal überrascht

  • Julia Hanigk
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Bisher war eher wenig von Winter-Wonderland in Deutschland zu spüren. Jetzt warnt der Deutsche Wetterdienst vor Schnee, Glätte und Frost.

  • Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturm- und Windböen in Ostfriesland und an der Ostseeküste.
  • In weiten Teilen Deutschlands kommt es zu Glätte, Frost und leichtem Schneefall.
  • Dieser Ticker wird laufend aktualisiert.

Update vom 7. Januar, 12.05 Uhr: Frau Holle scheint es mit großen Teilen Deutschlands weiterhin gut zu meinen und schüttelt noch ein wenig die Schnee-Kissen aus. Besonders im höheren Bergland kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) durchweg winterliches Wetter mit leichtem Dauerfrost an. Die Schneedecke im Alpenland dürfte also vorerst liegen bleiben. Dazu gibt es sogar ein bisschen Sonne: Südlich der Donau kommt es zu Auflockerungen, der Norden bleibt eher bedeckt. Auch nördlich des zentralen Mittelgebirges kommt es gebietsweise zu Schneefällen, in Norddeutschland wird es bei Schneeregen und Regen bleiben. Die Höchstwerte bleiben zwischen 0 und 4 Grad.

Schnee oder „Winter light“? - So geht es in Deutschland weiter

In der Nacht soll es dann etwas kälter und verschneiter werden: Die Temperaturen sinken auf 0 bis -5 im Bergland auf -10 Grad. Das führt auch zu deutlich mehr Schneefällen. Im Nordwesten und in den Mittelgebirgen warnt der DWD vor Schnee mit Glättegefahr. Am Niederrhein und in Küstennähe bleibt es dagegen bei Regen. Entlang und südlich der Donau bleibt es trocken und teils sonnig.

Ein bisschen können Schneefans zumindest in Teilgebieten Deutschlands noch aufatmen. Nächste Woche soll dann mildere Luft von Westen nach Deutschland drücken. Der Wetterdienst Kachelmannwetter kündigt sogar einen „Kampf der Luftmassen“ an. Hier soll sich entscheiden ob es Kälte und Schnee oder einen milden „Winter light“ in Deutschland geben wird.

Rekord-Temperaturen in Europa - Minus 35 Grad in Spanien

Kampf hin oder her: Das Schnee-Treiben und besonders die Temperaturen in Deutschland sind aktuell nichts im Vergleich zu anderen Teilen Europas. Besonders Spanien verzeichnet gerade unerwartet niedrige Rekord-Temperaturen. Das sonst für seine Urlaubs-Sonne beliebte Land hielt im Norden mitunter Tiefstwerte von -35,4 Grad fest - Ein neuer Kälterekord an der Wetterstation Vega de Liordes,  rund 1800 m hoch im Norden Spaniens. Wie wetter.net berichtet,  sinkt die Temperatur selbst in Madrid aktuell auf Werte nahe minus 10 Grad, nächste Woche sogar auf bis zu minus 15 Grad. „Von so tiefen Temperaturen sind wir in Deutschland (glücklicherweise) aktuell weit weg. Bei uns gibt es in vielen Regionen selbst nachts noch nicht mal Frost“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Update vom 6. Januar, 07.12 Uhr: Über Nacht hat der Winter in Deutschland Einzug gehalten. In Bayern liegt bis nach München eine Schneedecke. Mehrere Zentimeter kamen herunter. Auch in Berlin kommt es derzeit zu Schneeregen. Autofahrer sollten heute besonders vorsichtig fahren. In höheren Lagen soll es sogar noch deutlich mehr Schnee liegen bleiben (siehe Erstmeldung).

Wetter in Deutschland: Kommt der Winter jetzt mit voller Wucht? Amtliche Warnung vor Schnee und Glätte

Erstmeldung vom 5. Januar 2021:

München - Der Deutsche Wetterdienst hat eine neue Warnung* für Deutschland ausgesprochen. Zur Freude einiger Deutscher könnte ihnen im Januar nun endlich doch ein weißer Winter blühen - andere Gebiete sollten sich gegen windiges Wetter rüsten.

Wetter in Deutschland: Mit Wind und Schnee ist zu rechnen

An der Vorpommerschen Küste soll es Sturmböen geben, außerdem sind Windböen in Ostfriesland und den Inseln sowie an der Ostseeküste zu erwarten. Gebietsweise soll es auch zu leichtem Schneefall im Osten und Süden kommen sowie zu leichtem Frost in der Mitte, im Westen und im Süden, abends auch verbreitet im Norden. Einhergehend warnt der DWD vor gebietsweiser Glätte in den westlichen und südlichen Landesteilen.

Zunächst gibt es nur gebietsweise etwas Schnee und Schneeschauer. Im Laufe der Nacht von 5. auf 6. Januar breitet er sich im Osten und Südosten aus, am Mittwoch zieht der Schnee dann tagsüber bis zu den zentralen und westlichen Mittelgebirgen und weite Teile Süddeutschlands weiter. Im Norden und Osten ist teilweise auch Schneeregen oder Regen zu erwarten. Bis zum Mittwochmittag bzw. -abend sind bis unterhalb von 200 m stellenweise wenige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. In den Lagen darüber wird mit bis 1 bis 5 cm Neuschnee gerechnet, in Teilen des Alpenvorlandes sowie im Harz 5 bis 10 cm, in Oststaulagen des Harzes auch bis 15 cm.

Wetter in Deutschland: Karte zeigt Frost, Glätte und Kälte

Die Karte des Deutschen Wetterdienst zeigt mit den gelb markierten Gebieten, wo mit Glätte, Frost und Schneefall zu rechnen ist. An der Spitze des Landes orange markiert kommt es zu Wind- und Sturmböen.

Wetter in Deutschland, 5. Januar 18:35 Uhr

Das Wetter in Deutschland: In welchen Städten es windet oder schneit

In der bayerischen Landeshauptstadt München soll es zwischen 6. Januar, 6 Uhr und 7. Januar Mitternacht zu leichtem Schneefall zwischen 2 cm und 5 cm kommen und glatt werden. Auch in Hannover, Erfurt, Dresden und Berlin ist zwischen 6. und 7. Januar mit leichtem Schneefall zu rechnen. In den Gebieten um Magdeburg, Saarbrücken, Mainz, Stuttgart, Bremen, Hamburg und Kiel ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit Frost zu rechnen, auch Glätte kann gebietsweise auftreten.

In den Gebieten Kiel, Lübeck, Bergen und Rostock ist mit Wind- bis Sturmböen zu rechnen. In der Region Bergen treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 km/h und 70 km/h aus nordöstlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 80 km/h gerechnet werden. In Kiel treten Windböen mit Geschwindigkeiten um 55 km/h aus nordöstlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 65 km/h gerechnet werden.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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