Kaltfront rollt an

Wetter-Wende zum Wochenende: Arktis-Sturm aus Island fegt Frühling weg

  • Jonas Napiletzki
    vonJonas Napiletzki
    schließen

Frühling ade!? Pünktlich zum Wochenende trifft ein arktisches Sturmtief aus Island Deutschland. Die Aussichten sind bitter.

Offenbach - Nachdem Hoch „Margarethe“ in den vergangenen Tagen kalte Luft aus dem Norden nach Deutschland brachte, kommt nun wärmere Luft aus Westen und Süden. Da das Hoch immer weiter in den Osten wandert, liegt Deutschland nicht mehr an der kühlen Vorderseite von „Margarethe“, sondern kommt unter Hochdruckeinfluss. Endlich gibt es Märzsonne! Doch das Frühlingswetter bekommt einen kräftigen Dämpfer.

Denn: In Großbritannien rückt indes Unwetter-Tief „Philip“ aus Island nach. Dem Vereinigten Königreich stehen laut dem britischen Wetter-Portal metoffice eisige Temperaturen, starke Stürme und heftige Regenschauer bevor. Meteorologen warnen vor einem Unwetter, dass am Dienstagabend (23. März), den Nordwesten Großbritanniens erreichen soll und sich ab Donnerstag auch auf andere Teile des Landes ausbreiten könne. „Der arktische Sturm soll mit Windgeschwindigkeiten bis zu 104 Kilometern pro Stunde über den Britischen Inseln toben.“

Deutschland-Wetter am Wochenende: Tiefdruck-Ausläufer bringt arktische Luft nach Deutschland

Diese Wetterlage* bleibt nicht ohne Folgen für Deutschland. Laut wetterkontor.de gelangen im Norden zum Wochenende hin immer wieder Tiefdruckausläufer nach Deutschland. So klettern die Temperaturen dank des Hochs zwar zunächst auf Spitzenwerte bis zu 15 Grad im Westen und Südwesten Deutschlands. Am Samstag könnte jedoch erneut ein Schwall kühler Luft einströmen.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt deshalb vor möglichen Wettergefahren am Wochenende. Im Nordwesten und Westen seien am Freitag stürmische Böen möglich. Am Samstag soll eine Kaltluftpassage von West nach Ost ziehen und für Schauer und einzelne Gewitter sorgen. Auch schwere Sturmböen sind möglich.

Wetter am Samstag und Sonntag: Temperatur-Sturz in Deutschland um zehn Grad - Sturmböen bis 66 km/h

Konkret prognostiziert der DWD für Freitag (26. März) Bewölkungsverdichtung und einsetzenden Regen im Norden und Westen. Nachmittags soll es im Westen und Nordwesten - also aus Richtung Großbritannien - auffrischenden Süd- und Südwestwind geben. In der Nacht zum Samstag könne es südostwärts ausgreifende starke Bewölkung mit zeitweiligen Regenfällen und in Hochlagen Schnee geben. „In Böen zeitweise starker, exponiert stürmischer Südwestwind“ sorgt weiter für ein ungemütliches Wochenende.

Am Samstag sinkt die Schneefallgrenze auf 300 bis 500 Meter, in den westlichen und zentralen Mittelgebirgen könne es etwas Neuschnee geben. Außerdem: „stark böiger Westwind, im Bergland, an der Nordseeküste und in Schauernähe teils stürmische Böen, exponiert Sturmböen.“ Auch zum Sonntag hin soll es weiterhin starken, teils stürmischen West- bis Südwestwind geben.

Experten rechnen beim Wetter in Deutschland mit einem „schweren Sturm“, der vor allem in bestimmten Landesteilen drohen könnte. (Symbolbild)

Während wetter.com für Hamburg* am Freitag und Samstag sechs Grad und Böen bis knapp 50 km/h vorhersagt, trifft es München* nur am Samstag: Morgens sind hier stürmische Böen bis zu 65 km/h bei fünf Grad angesagt. Über Frankfurt am Main* sollen samstags ähnlich wie in München Sturmböen mit bis zu 66 km/h bei acht Grad hinwegfegen. Erst am Sonntag wird es in fast allen Teilen Deutschlands mit bis zu zehn Grad wieder wärmer - und der Wind legt sich. Zu Ostern hin könnte es deutlich wärmer werden*. (nap) *Merkur.de,tz.de und op-online.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

Auch interessant

Kommentare