Achterbahnfahrt im Mai

Wirbel-Prognose: Hitzewelle steht bevor - Doch die nächste Wetter-Wende folgt sofort

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Im April war es im Schnitt rund drei Grad kälter als üblich. Im Mai gehen die Temperaturen stark nach oben. Die Bevölkerung gerät schon bald ins Schwitzen - besonders im Süden.

München - Die meteorologische Lage im April war nur bedingt etwas für Schönwetter-Liebhaber: Gemäß dem Sprichwort „Der April macht, was er will“ wechselten sich Licht und Schatten in dem für seine Wetter-Vielfalt bekannten Monat ab. Diesmal war es jedoch dennoch außergewöhnlich: Im Durchschnitt war es drei Grad kälter als üblich, das ist eine Menge. Somit erlebte ganz Mitteleuropa den kältesten April seit 1929.

Ein Indiz gegen den Klimawandel? Mitnichten. Trotz Kälte gab es einmal mehr zu wenig Regen: „Leider endet der Monat auch mit einem extremen Minus in Sachen Niederschläge. Es war 40 Prozent zu trocken“, schildert Meteorologe Dominik Jung.

Wetter im Mai: Meteorologische Achterbahnfahrt - Hitzehammer bahnt sich an

Das vielschichtige Wetter in Deutschland wird sich die kommenden Tage fortsetzen, doch im Mai 2021 wird Deutschland Prognosen zufolge von einer Hitzewelle erfasst - zumindest kurzfristig, wie auch bw24.de* berichtet. Demnach wird es zum Ende der kommenden Woche besonders im Süden der Republik mancherorts sogar bis zu 30 Grad warm, wenn man Focus.de Glauben schenkt.

Das liege daran, dass sich über Westeuropa ein Tiefdruckgebiet anbahnt. Nach Deutschland strömt verstärkt heiße Luft, was einen Anstieg der Temperaturen mit sich bringt. Den Voraussagen nach wird in dieser Woche am Freitag oder Samstag bereits der vorübergehende Höhepunkt erreicht, führt das Portal aus.

Der Süden der Republik wird dann wohl mehr Sonne abbekommen. Die sich anbahnende kurze Hitzewelle dürfte sich demnach hauptsächlich auf Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg fokussieren. Während es im Süden sommerlich werden soll, bleibt es im Norden jedoch eher mild, zuweilen jedoch auch ziemlich windig. Von langer Dauer dürfte die Wärmeperiode jedoch auch im Süden nicht sein. Jung führt aus: „Beständiges und dauerhaftes Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein und Wärme ist in der ersten Maihälfte nicht in Sicht.“ Klingt weniger nach Sommer, ist aber auch weniger strapaziös für den Organismus - und besser für die Umwelt.

Deutschland-Wetter: Auf kurzes Sommer-Gastspiel folgt die Wende

Wer also auf eine stabile Sommerlage wartet, darf das noch länger tun. Insgesamt wird das Wetter nämlich auch im Mai wechselhaft. Bedeutet, dass nach dem üppigen Sonnenschein auch im Süden wieder kältere Luft spürbar ist und die Temperaturen in den Keller rauschen. Regen wechselt sich hierbei mit Zwischenhochs ab. Man kann also noch nicht von einer Hitzewelle sprechen, weil sich das Wetter schnell wieder ändert und Regen unweigerlich vor der Tür steht. Auch Gewitter bahnen sich vielerorts an, wie auch owl24.de* berichtet.

Während der April 2020 vergleichsweise mild war, zeigte sich im vierten Monat dieses Jahres ein komplett anderes Bild. Woran die starke Abweichung liegt, erklärt eine Meteorologin:

Mancherorts wird es in Deutschland auch im Mai zu Schneefällen kommen, wenn man dem Experten glaubt: „In den höheren Lagen der Alpen wird es sogar schon wieder Schnee geben“, so Dominik Jung. Bevor es zur Entwicklung in Richtung Sommeranfang geht, bleiben die Temperaturen jedoch vorerst auf einem niedrigeren Niveau: Die Wetter-Karte für die kommenden Tage erscheint vielen Menschen als gruselig - es kommt auch zu Turbulenzen. (PF) *Merkur.de, bw24.de und owl24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Steven Paston/imago-images

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