Tief „Bernd“

Unwetter-Warnungen für Deutschland: Nächster Starkregen droht - jetzt rückt der Süden in den Fokus

  • Felix Herz
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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg scheint sich die Lage zuzuspitzen.

Offenbach am Main/München/Stuttgart – Das katastrophale Wetter der vergangenen Tage sorgt nicht nur für dramatische Hochwasserlagen* in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Starkregen wird Deutschland auch noch übers Wochenende gebietsweise fest im Griff haben. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, entspannt sich zwar die Lage in den gebeutelten Hochwassergebieten bezüglich des Wetters, dafür ziehen die Unwetter jedoch weiter. Baden-Württemberg bleibt laut DWD bis Samstag im Einflussgebiet des Tiefdruckgebiets „Bernd“ und wird, ähnlich wie Bayern, wohl viel Regen abbekommen. Im Nordosten Deutschlands kann es derweil zu Sturmböen kommen, der Wetterdienst schließt lokale Unwetter mit Regenmengen um 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit nicht aus. Im Laufe des Samstags soll sich die Lage im Nordosten langsam beruhigen, in der kommenden Nacht ist aber weiter mit teils heftigem Starkregen zu rechnen.

Wetter: Ernste Lage in Baden-Württemberg, vorsichtige Entspannung erst Richtung Samstag

Den Süden Deutschlands dominieren düstere Wettervorhersagen. Für Oberschwaben in Baden-Württemberg prognostiziert der Deutsche Wetterdienst noch für den heutigen Tag gebietsweise Starkregen mit 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter in weniger als sechs Stunden. Für Lörrach, einer Kreisstadt im Südwesten Baden-Württembergs, wurde neuesten Berichten des SWR zufolge ein Notstand ausgerufen. Mehrere (Haupt-)Straßen des umliegenden Landkreises seien laut Polizei gesperrt worden, teilweise seien Orte nicht mehr passierbar. Im weiteren Tagesverlauf sollen Gewitter mit weiterem Starkregen, Hagel und stürmische Böen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde hinzukommen. In der Nacht entspannt sich die Lage etwas, im Bergland und im Südosten ist noch mit Schauern zu rechnen, ansonsten bleibt es trocken. Am Samstag bleibt es bewölkt, einzelne Schauer und kurze Gewitter am Nachmittag seien nicht auszuschließen, so der DWD.

Bayern: Dauer- und Starkregen übers Wochenende – vor allem im Alpenraum

Auch in Bayern sind die Aussichten sehr regnerisch. Besonders in Alpennähe und im westlichen Franken kommt es zu einzelnen Gewittern, der Deutsche Wetterdienst rechnet mit lokalem Starkregen von rund 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinem Hagel und starken bis stürmischen Böen um 60 Kilometer pro Stunde. Dabei ist eine Steigerung nicht auszuschließen, die Berichte sprechen hier von Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter. Über die Nacht hinweg bis Samstagmittag soll sich die Lage etwas entspannen – es scheint jedoch nur ein kurzes Luftholen des Unwetters zu sein. Denn rund um die Mittagszeit soll gebietsweise extremer Dauerregen einsetzen, der laut DWD bis Sonntagabend anhält. Je weiter im Osten, desto höher dabei die erwarteten Regenmengen. Inzwischen warnt der DWD daher auch für Teile Bayerns vor einer Flut-Gefahr. Die Warnung gilt für mehrere Landkreise, zudem hat der Hochwassernachrichtendienst Bayerns gewarnt, dass bei verschiedenen Flüssen mit Überschwemmungen und Ausuferungen zu rechnen sei.

Deutschland: Zunächst Regen, doch „Dana“ bringt Sonne

Insgesamt zieht sich der breite Unwetterstreifen vom Süden und Südwesten bis in den Nordosten. Dies führt in der Nacht zum Samstag auch im Erzgebirge und Lausitzer Bergland zu schauerartigen und gewittrig durchsetzten Regenfällen. Für die Entspannung der Wetterlage in den Katastrophengebieten, das trotzdem noch immer heftig mit den schlimmen Auswirkungen zu kämpfen hat, sorgt derweil das Hoch „Dana“. Über die britischen Inseln kommt es im Laufe des Wochenendes immer mehr nach Deutschland und sorgt laut DWD ab Anfang kommender Woche auch im Süden für sommerliche Temperaturen von 25 bis 28 Grad. (fh) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Andreas Rosar

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