„Starkregen auch in Flutgebieten“

Neue Gefahr in Hochwassergebieten droht: Unwetter-Prognose macht Sorge

  • Kai Hartwig
    VonKai Hartwig
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Die vom Hochwasser stark betroffenen Katastrophengebiete im Westen Deutschlands fürchten neue Regenfälle. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage bereiten Sorge.

München – Noch immer gleichen viele Regionen im Westen der Bundesrepublik einem Trümmerhaufen. Das fatale Hochwasser, das besonders in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für Chaos und Zerstörung sorgte, forderte mehr als 170 Todesopfer (Stand: 22. Juli). Während die Menschen vor Ort versuchen, das Erlebte zu verarbeiten und Wiederaufbau betreiben, bereiten die aktuellen Aussichten für das Wetter in Deutschland Sorgen.

Tief „Dirk“ löst Hoch „Dana“ ab und sorgt von Westen her für erneute Regenfälle. „Dieses Tief bringt uns am Samstag und Sonntag verbreitet Schauer und Gewitter. Diese Gewitter bringen stellenweise Starkregen, auch in die Flutgebiete“, sagte Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net.

Am Wochenende rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Nordrhein-Westfalen mit Regenschauern und Gewitter, teils auch mit Starkregen. „Es kann theoretisch und punktuell in den Unwetterbereich gehen“, prognostizierte der DWD.

Wetter-Prognose für Deutschland: Am Wochenende Regenfälle in NRW und Rheinland-Pfalz

Demnach scheint in NRW am Freitag zunächst die Sonne. Vor allem im Südwesten soll es sonnig und sommerlich werden. Doch schon am Samstag bildet sich laut DWD vom Südwesten her Bewölkung. Die bringt ersten Regen in der Eifel, im Laufe des Nachmittags sollen sich die Niederschläge weiter ausbreiten. Zudem muss Freitag und Samstag mit Gewittern gerechnet werden, erklärte eine DWD-Meteorologin am Donnerstag.

Keine guten Nachrichten auch für die rheinland-pfälzischen Katastrophengebiete. Der DWD rechnet in Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland mit schauerartigem Regen und Gewitter. Auch zu Starkregen kann es dort kommen. Allerdings sei noch nicht absehbar, wo genau dieser herunterkommt.

Wetter-Prognose für Deutschland: Gewitter in NRW und Rheinland-Pfalz ziehen weiter

Am Samstag kündigt sich dort der Wetterumschwung an. In Rheinland-Pfalz zieht dann Bewölkung auf, sagte die DWD-Wettexpertin. Ersten schauerartigen Regen soll es am Mittag im Westen geben. Ganz Rheinland-Pfalz sei dann am Nachmittag von Regenschauern betroffen. Sonntag können sich im Tagesverlauf örtlich Gewitter bilden, erklärte der DWD.

Insgesamt sind die neuerlichen Regenfälle aber nicht mit den Wetterverhältnissen zu vergleichen, die vor knapp einer Woche zu der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz sowie Teilen Bayerns führten. Die prognostizierten Gewitter ziehen dieses Mal durch. Daher sind die Regenmengen nicht so hoch und auf bestimmte Regionen konzentriert, wie dies vor einer Woche der Fall war. „Es wird nichts Großflächiges erwartet, wie vor einer Woche, als diese extreme Flut über den Westen hereingebrochen ist“, gab Meteorologe Jung leichte Entwarnung. (kh)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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