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Massig Neuschnee und enormer Sturm in gleich mehreren Regionen: Neues Tief rauscht aus Skandinavien heran

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Von: Martina Lippl

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Mit der ruhigen Wetterlage ist es vorbei. Eine Unwetter-Serie kündigt sich an. Die Temperaturen fahren Achterbahn. Es bliebt ungemütlich. Das nächste Tief ist schon im Anmarsch.

Update vom 28. Januar, 9.08 Uhr: Tiefs mischen das Wetter in Deutschland kräftig auf. Polarluft flutet Deutschland. Schnee oder Schneematsch sind dagegen im Süden im weiter angesagt. Dazu bleibt es stürmisch. Lokal ist mit Schneeverwehungen zu rechnen. In höheren Lagen und im Mittelgebirge ist es glatt. Achtung, gefrierender Regen! Allerdings beruhigt sich die Lage am Freitag. Hoch Friedrich setzt sich durch. Im Norden und Nordosten scheint die Sonne. Die Maximalwerte liegen bei 4 bis 8 Grad, im Südosten bei 2 bis 5 Grad.

Aber, in der Nacht auf Samstag zieht schon das nächste Tief heran, da ist sich der Deutsche Wetterdienst (DWD) sicher. Ein Sturmtief vom Atlantik zieht in Richtung Skandinavien. Es droht ein schwerer Sturm in Deutschland. Der Südwest bis Westwind nimmt am Samstag langsam zu. An den Küsten drohen schwere Sturmböen, warnt der DWD. Auch in den Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen. Auf dem Brocken ist mit Orkanböen zu rechnen. In der Nacht auf Sonntag verschärft sich die Sturmlage, so die aktuelle DWD-Prognose (siehe auch Erstmeldung vom 27. Januar).

DWD-Schneeprognose - Schneehöhen bis Freitagabend (Stand: 28. Januar)

Alpenbis 5 Zentimeter Neuschnee
Chiemgauer Alpenin den Staulagen 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee
Berchtesgadener Alpenin den Staulagen 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee
Hochlagen der Mittelgebirgenur wenig Neuschnee

Sturmtiefs im Anmarsch: KATWARN ausgelöst - DWD warnt eindringlich

Erstmeldung vom 27. Januar 2022

Offenbach – Orkanböen, stürmischer Wind, dazu Glatteis, Regen und Schnee – beim Wetter wird es turbulent. Eine schwere Sturmlage steht Deutschland bevor. Mit Sturmtief Marie am Donnerstag geht eine Unwetter-Serie los. Dann sind zwei weitere Tiefs im Anmarsch.

DWD-Unwetterwarnung vor Orkanböen - KATWARN ausgelöst

Das Skandinavien-Tief Marie zieht heute über den Süden Norwegens über die Ostsee. An den Küsten und im Bergland sind schwere Sturmböen (bis 100 km/h) zu erwarten. Auch im Binnenland ist mit Sturmböen bis 80 km/h zu rechnen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt zudem vor Unwetter und hat KATWARN ausgelöst. Für Lagen über 1.000 Meter besteht eine DWD-Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen:

„Es treten oberhalb 1.000 Meter orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) und 115 km/h (32m/s, 63kn, Bft 11) anfangs aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung auf.“

Die amtliche Unwetterwarnung vom 27. Januar 2022 gilt aktuell bis 20 Uhr (Stand: 27. Januar, 10.20 Uhr).

Der DWD warnt: „ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

DWD-Wettergrafik: Sturmtief „Marie“ bringt Deutschland am Donnerstag und Freitag schwere Sturmböen.
DWD-Wettergrafik: Sturmtief „Marie“ bringt Deutschland am Donnerstag und Freitag schwere Sturmböen. © DWD Grafik

Wetter in Deutschland: Schneefallgrenze sinkt - 20 Zentimeter Neuschnee an den Alpen

Mit dem Sturm gehen die Temperaturen wieder runter. Donnerstagnachmittag ist, laut den DWD-Wetterexperten, im zentralen, vor allem aber im östlichen Bergland oberhalb von 600 bis 800 Meter sowie im Südosten teils bis in tiefe Lagen zeitweise mit leichtem Schneefall zu rechnen. Bis zu 5 Zentimeter Neuschnee sind möglich, in den Staulagen des Mittelgebirges etwas mehr.

In der Nacht auf Freitag sinkt die Schneefallgrenze noch weiter ab – auf 200 bis 400 Meter. Darunter ist nur mit Schneematsch zu rechnen. Doch Vorsicht, hier wird es glatt. Im Nordosten schließt der DWD kurze Graupelgewitter mit Sturmböen nicht aus.

An den Alpen kommt einiges an Schnee bis Freitagabend vom Himmel: bis 10 Zentimeter Neuschnee und 20 Zentimeter in Staulagen. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen auch mehr. Der Sturm beruhigt sich am Freitag etwas. Nur an den Küsten und im Bergland bleibt es weiter stürmisch.

Schneesturm auf dem Brocken. Vergangenes Jahr (Foto) zeigte der Winter auch plötzlich seine Zähne.
Schneesturm auf dem Brocken. Vergangenes Jahr (Foto) zeigte der Winter auch plötzlich seine Zähne. © Bernd März/imago

Unwetter-Prognose für das Wochenende: Sturmtief bringt Orkanböen bis 130 km/h

Und die nächste Sturmlage kündigt sich schon am Samstag an. Das nächste Sturmtief wird laut dem DWD wohl Naida heißen. Frischer bis starker Westwind mit Sturmböen erfasst vor allem die Nordsee und später die Ostseeküste. Orkanböen (130 km/h) ! auf den Gipfeln der Mittelgebirge seien wahrscheinlich, teilt der DWD am Donnerstag mit. Nur im Westen und Südwesten Deutschlands bleibt es ruhiger. In der Nacht zum Sonntag fällt laut dem DWD im höheren Bergland und an den Alpen Neuschnee, „aber voraussichtlich keine markanten Mengen“. Das Windmaximum erwarten die Wetterexperten in der Nacht zum Sonntag.

Wetter-Vorhersage für Sonntag

Der stürmische Wind lässt am Sonntag allmählich nach. Im Norden und Osten ist an den Küsten und auf Berggipfeln mit Sturm und schweren Sturmböen zu rechen. Doch in der Nacht auf Montag dreht der Wind wieder auf. Die aktuellen Prognosen lassen ein weiteres Tief erkennen, das Deutschland komplett erfasst. Unsicher scheint zunächst, ob ein einfacher Sturm oder sogar ein Orkan aufziehen könnte. Das Wetter ist sehr dynamisch und voraussichtlich vielerorts nass. Auch über 400 Meter könnte es in den Bergen wieder Schnee geben. (ml)

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