Frühling vorerst gestoppt

Wetter-Umschwung steht kurz bevor: Eisige Polar-Luft überzieht Deutschland - Auf Gewitter folgt Schnee

  • Richard Strobl
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Deutschland steht noch in dieser Woche ein brutaler Wetter-Wechsel bevor. Der Frühling wird vorerst verdrängt - der Winter zieht wieder in der Republik ein.

München - Das frühlingshafte Wetter sorgte im Lockdown-geplagten Deutschland in den letzten Tagen für ein Aufatmen. In der Sonne ließen sich die Corona-Beschränkungen vielerorts leichter ertragen. Doch noch in dieser Woche steht Deutschland ein brutaler Wetter-Wechsel bevor: Der Winter feiert sein Comeback.

Wetter-Wechsel in Deutschland: Winter vertreibt den Vor-Frühling

Allerdings spricht Meteorologe Alban Burster von wetter.com noch von einer „light Version“ des Winters. Wohl verglichen mit den frostigen Tiefstwerten Anfang des Jahres. Dennoch machen die Temperaturen einen deutlichen Satz nach unten und auch Schnee soll wieder fallen.

Doch wie kommt es dazu? Aktuell bestimmt ein Hochdruck-Gebiet über Deutschland in Kombination mit einem Tief über dem Atlantik das Deutschland-Wetter. Dadurch strömt sehr milde Luft aus Südwest-Europa in die Bundesrepublik und beschert uns aktuell die frühlingshaften Werte. „Bis Mittwoch steigen die Temperaturen teilweise auf 16, 17 oder sogar 18 Grad an“, so Experte Dominik Jung vom Portal wetter.net.

Ab der Wochenmitte dreht sich das dann aber um, wie wetter.com-Meteorologe Alban Burst zeigt. Das Hoch wandert in Richtung Großbritannien ab, während wir unter den Einfluss eines Tiefs über Nord-Ost-Europa: „Dann wird der Weg frei für die polare Kalt-Luft“ zu uns nach Deutschland, meint Alban Burster. Heißt: Kalte Luft strömt von Norden über Deutschland.

Wetter in Deutschland: Wechsel kündigt sich am Donnerstag an

Vor dem Temperatur-Absturz erwartet uns am Mittwoch noch einmal der wärmste Tag der Woche mit bis Höchsttemperaturen um die acht Grad im Norden und bis zu 17 Grad im Südwesten. T-Shirt-Wetter pur.

Doch am Donnerstag folgt der Wechsel: Es ziehen deutlich mehr Wolken auf, die auch Regen und Gewitter bringen. Im Norden bleibt es meist trocken - im Südosten kommen die Schauer erst am späten Nachmittag an. Die Temperaturen im Süden liegen weiter über der 10 Grad Marke. Doch im Norden kündigt sich die kalte Luft an: Hier erreicht das Thermometer nur noch um die 5 Grad.

Schon in der Nacht auf Freitag geht der Regen dann von Norden her zunehmend in Schnee über. Am Freitag selbst fallen die Temperaturen im Tagesverlauf immer mehr. Tages-Höchstwerte im Norden um die zwei Grad - im Süden zwischen fünf und neun Grad. Dann soll auch im Süden Schnee fallen. Besonders in den Alpen über 800 Metern, wie wetter.de schreibt. In den Nächten droht nun Frost.

In den Tagen darauf soll es ähnlich winterlich weitergehen. Die zweite Märzwoche startet demnach ebenfalls mit trüben Aussichten: Die Temperaturen bleiben im Keller - zudem lässt sich die Sonne weniger blicken. Doch im Laufe der Woche sollen die Werte nach Angaben von Dominik Jung dann schon wieder steigen. Zehn bis 15 Grad sollen drin sein und es soll allgemein etwas milder aber auch unbeständiger werden.

Anfang April: Frühlingshoch kündigt sich an

Noch bis Mitte März bleibt der Winter der Prognose von wetter.de nach in der Nähe. Anschließend folgt eine wechselhafte Phase mit kontinuierlichem Aufwärtstrend.

Die große Wetter-Hoffnung: Ende März und Anfang April könnte sich nach der aktuellen Langzeitprognose ein „sattes Frühlingshoch“ in Deutschland festsetzen. Dann rücken demnach sogar Temperaturen von bis zu 25 Grad in Reichweite. (rjs)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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