Letzter Schwall Kaltluft kommt

Deutschland-Wetter: Experte macht Hoffnung für Muttertag - doch vorher lauert die Gefahr

  • Marcus Giebel
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Auch der Mai hat Deutschland bislang kalt erwischt. An diese Wetterlage müssen wir uns vorerst gewöhnen. Doch Besserung ist in Sicht - das lässt sich sehr konkret vorhersagen.

München - Der Mai-Auftakt war ein echter Kaltstart. Damit gibt der Monat leider auch schon den Trend für die kommenden beiden Wochen vor. Denn es bleibt dabei: In Deutschland ist das Wetter in diesem Frühling einfach zu kalt. Immerhin lässt sich mittlerweile Experten zufolge sehr konkret vorhersagen, ab wann mit einem deutlichen Umschwung zu rechnen sein wird.

Laut Jan Schenk vom Weather Channel erwartet uns zu den Eisheiligen - also zwischen dem 11. und dem 15. Mai - ein letzter Schwall Kaltluft für dieses Frühjahr. Erst danach wird der Übergang in den Sommermodus spürbar, der in der Atmosphäre bereits vonstatten gegangen ist.

Wetter in Deutschland: „Polarwirbel hält in diesem Jahr zwei Wochen länger durch“

„In diesem Jahr hält der Polarwirbel zwei Wochen länger durch als normal“, erklärt der Meteorologe. Normal breche dieser bereits Mitte April zusammen, diesmal war dies erst am 25. April der Fall. Da die Nachwirkungen noch bis Mitte Mai zu spüren seien, bleibt es hierzulande vorerst kühl bis kalt, teilweise sogar frostig, wie das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMWF) prognostiziert.

Dominik Jung von wetter.net weckt zumindest für Muttertag am kommenden Sonntag Hoffnung auf deutlich wärmere Temperaturen. „Aber auch dann drohen schon wieder Blitz und Donner, kräftige Gewitter, teilweise auch Unwetter“, betont der Wetter-Experte, demzufolge „kein wonniges Wetter in den ersten zehn bis vierzehn Tagen“ zu erwarten ist.

Wetter in Deutschland: Sturmböen könnten Bäume zum Umsturz bringen

Das geht schon los mit Nachtfrost von Sonntag auf Montag. Am Dienstag ziehen Sturmböen von Westen durchs Land, mit 60 bis 70, im Norden sogar bis zu 90 km/h. So könnten umstürzende Bäume Fahrbahnen versperren.

Lediglich am 9. Mai - dem bereits erwähnten Muttertag - steigen die Werte zumindest im Westen und Süden über das langjährige Klimamittel aus den Jahren 1979 bis 2010. Im Westen seien dann über 25 Grad möglich, „am Oberrhein sogar der erste Hitzetag mit Temperaturen von bis zu 30 Grad“.

Der Blick in die nahe Zukunft? Schon in der zweiten Mai-Hälfte soll es in Deutschland deutlich wärmer werden.

Wetter in Deutschland: Viel Regen im Süden und Osten - „teilweise über 100 Liter pro Quadratmeter“

Für Abkühlung wird aber auch in Form von Niederschlag gesorgt sein. Denn es wird jede Menge Regen für die kommenden zwei Wochen vorhergesagt - hier bekommen besonders der Süden und der Osten Deutschlands übermäßig viel ab. Im Südwesten könnten laut Jung „teilweise über 100 Liter pro Quadratmeter“ niedergehen.

Eine kleine positive Ausnahmeerscheinung - zumindest auf dem Thermometer - könnte Passau und Umgebung blühen. Da dort Temperaturen aus Südosteuropa herüberziehen könnten, sind zum Ende der ersten Arbeitswoche im Monat mehr als 20 Grad drin.

Alles in allem gilt aber laut Jung: „Der Mai ist extrem wechselhaft in den nächsten zehn bis 14 Tagen, eine richtige Achterbahnfahrt.“ Bleibt zu hoffen, dass das Auf und Ab nach den Eisheiligen wirklich endet. (mg)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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