Blitze über Hamburg: Wie in diesem Archivfoto von 2001 schlugen am Freitag zahlreiche Blitze in der Hansestadt ein.
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Blitze über Hamburg: Wie in diesem Archivfoto von 2001 schlugen am Freitag zahlreiche Blitze in der Hansestadt ein.

Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus

Wetter in Deutschland: Amtliche Unwetter-Warnungen! Mehrere Verletzte nach Blitzen und Starkregen

Hamburg muss sich heftigen Gewittern erwehren. Nach Blitzeinschlägen wurden mehrere Bauarbeiter verletzt, die Feuerwehr hat den Ausnahmezustand ausgerufen.

Hamburg/München - Heftiges Gewitter in Hamburg: Am Freitagmorgen wurden durch Blitzeinschläge mehrere Bauarbeiter und Kranfahrer verletzt. Die Feuerwehr musste mehrmals ausrücken, und durch Starkregen kam es zu Überschwemmungen. Bisher gibt es zum Glück keine Berichte von Toten.

Dramatische Szenen gab es aber beispielsweise in der Hafencity: Hier waren während des Sturms zwei Kranfahrer in ihrer Kanzel eingesperrt, weil der Strom ausfiel. Das sagte ein Feuerwehrsprecher zur Deutschen Presse-Agentur. Die Feuerwehr löste mittlerweile den Ausnahmezustand aus. Stand 10:46 Uhr gab es bereits 176 wetterbedingte Einsätze.

Hamburg: Kranfahrer und Bauarbeiter verletzt - DWD warnt vor weiteren Unwettern am Nachmittag

Wie die Bild berichtet, wurden auf einer Baustelle in der Hafencity zwei Kranfahrer von Blitzen verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie arbeiteten am Morgen in 85 Metern Höhe. Die Feuerwehr bestätigte den Einsatz auf Twitter. Selbiges passierte zwei Bauarbeitern in der Innenstadt, die auf einem Dach in der Lucy-Borchardt-Straße arbeiteten. Sie wurden leicht verletzt. Auch am Dammtorbahnhof gab es demnach Verletzte.

Das schlimme Wetter ist für die Hansestädter wohl noch nicht überstanden: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schließt auch am Nachmittag Unwetter „mit mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde“ nicht aus.

Gewitter über Hamburg und Deutschland: Teilweise Besserung in der Nacht auf Samstag

Die Gewitter würden vor allem im Westen, Nordwesten Deutschlands sowie im zentralen Mittelgebirgsraum wieder aufleben, das Gewitter weite sich „zögernd ostnordostwärts“ aus, heißt es vom DWD. Aktuell gilt im westlichen Teil Brandenburgs eine aktive Warnung vor starkem Gewitter. Auch südlich von Hannover und östlich von Düsseldorf warnt der DWD vor Gewittern.

Besserung setzt auch in der Nacht noch nicht ein: Für den DWD sind „in der Nacht zum Samstag bevorzugt an den Alpen, im Alpenvorland sowie im Norden weitere Gewitter mit erhöhtem Potenzial für Starkregen, Unwetter weiterhin nicht ausgeschlossen“. Immerhin gebe es dann „im Westen und in der Mitte Wetterberuhigung.“ Für das verregnete Hamburg heißt es dagegen vorerst: Durchhalten. (cg)

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