Wetter in Deutschland

Wegen Superzelle: Höchste Warnstufe für Teile Deutschlands - Warnung vor möglichem Tornado

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
    schließen

Eine Omega-Lage bringt heiße Luft und Unwettergefahr nach Deutschland. Für ein Gebiet wird die „höchste Warnstufe“ ausgesprochen.

Update vom 27. Juni, 22.45 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst schlägt am Sonntagabend Alarm und spricht die höchste Warnstufe für ein Gebiet am Nordrand der Eifel aus. Auf Twitter meldet der DWD um 22.36 Uhr eine „potenziell gefährliche Superzelle am Nordrand der Eifel mit Zugrichtung ostwärts“. Es gebe eine „Nutzermeldung über einen Tornado, weswegen die Zelle mit der höchsten Warnstufe versehen wurde.“

Kurz davor hatte der DWD auf seiner Seite bereits schwere Gewitter mit Orkanböen im Westen von Nordrhein-Westfalen angekündigt. Im nördlichen Nordrhein-Westfalen erwarte man starke Gewitter mit Starkregen und Windböen. Einzelne Gewitter kann es auch in der Südhälfte von Baden-Württemberg geben.

Erstmeldung vom 27. Juni: München - Vergleichsweise ruhig war es in den vergangenen zwei Tagen. Jetzt am Sonntag sorgt Hoch „Afra“ für ein recht entspanntes Hochsommerwetter in Deutschland. Doch die nächste Hitzewelle steht bevor, warnt das Wetterportal The Weather Channel. Und dann drohen schon die nächsten Unwetter. Denn, über Frankreich hat sich Tief „Xero“ gebildet. Doch das bleibt wegen einer Omega-Lage (siehe unten) recht noch stabil über Frankreich liegen. Aber das ändert sich. Im Westen und Süden zieht feuchte und labile Luft nach Deutschland rein. Erst wird es wieder schwülwarm und dann folgt das Donnerwetter - mit Starkregen, Sturmböen und Hagel!

Hitze kommt nach Deutschland zurück - 33 Grad am Montag!

Die warme Luft aus dem Süden lässt die Temperaturen in ganz Deutschland steigen. Die Höchstwerte am Sonntag liegen zwischen 25 und 30 Grad und an der See um 22 Grad, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Am Montag liegen die Höchstwerte zwischen 29 und 33 Grad. Am Dienstag erreichen die Maximalwerte in der Westhälfte 21 bis 26 Grad und in der Osthälfte 26 bis 33 Grad.

Omega-Lage: Unwetter in Deutschland

Erste Gewitter im Westen und Südwesten erwarten die DWD-Wetterexperten schon ab Sonntagmittag. Vereinzelt gibt es auch kleinen Hagel und stürmische Böen. Doch in der Nacht klingen die Gewitter wieder ab. Der Omega-Komplex verschiebt sich langsam Richtung Osten. Der Schwerpunkt für Unwetter liegt auf Montag und Dienstag. Mit Starkregen, schwere Sturmböen bis Orkanböen und auch größerer Hagel ist, laut den DWD-Wetterexperten, wieder zurechnen.

Im Südwesten erwartet der Wetterdienst in seiner Vorhersage am Sonntag vermehrt aufkommende Gewitter, „die sich in den Abendstunden wahrscheinlich zu einem größeren Gewittersystem organisieren“.

Was ist eine Omega-Wetterlage?

Das Omega (hier klein) ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets.

Omega-Wetterlage

Die Omega-Wetterlage ist eine stabile Hochdrucklage, bei der sich ein blockierendes Hoch über Mitteleuropa etabliert, erklärt der DWD in seinem Wetter- und Klimalexikon. Das Strömungsfeld, das sich in einer Höhe von 10 Kilometern durchsetze, erinnere dann sehr stark an den griechischen Buchstaben Omega. Atlantische Tiefdruckgebiete werden dabei in weitem Bogen um Mitteleuropa herumgeführt, heißt es dort weiter.

Wetterlage besonders brenzlig: Am Montagabend ziehen von Frankreich her Gewitter nach Baden-Württemberg

Am Montag gibt es im Westen und in der Mitte Deutschland einzelne Schauer und Gewitter. Besonders brenzlig wird es am Abend in Baden-Württemberg. Von Frankreich her ziehen Gewitter auf. Der DWD warnt vor Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag verlagern sich die Gewitter in die Mitte Deutschlands und nach Bayern. Mit Unwettergefahr vor allem durch extremen Starkregen ist zu rechnen. Der Starkregen kann über Stunden andauern. Mehr als 35 Liter pro Quadratmeter, aber lokal auch bis zu 60 Liter pro Quadratmeter Niederschlag sind nach den ersten Prognosen möglich. Auch im Westen seien kräftige Gewitter möglich. Im Norden dagegen lassen Blitz und Donner nach. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © dpa / Kohls

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare