„Vermeiden Sie möglichst Aufenthalt im Freien“

Wetter in Deutschland: Amtliche Warnungen vor Sturm, Glätte und Schnee - eine Region trifft es besonders

  • Richard Strobl
    VonRichard Strobl
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Auch am Sonntag stürmt es in Deutschland. Der DWD hat etliche Wetter-Warnungen herausgegeben. Besonders heftig trifft es den Süden von Bayern.

  • Sturmtief „Luis“ bringt den Winter zurück nach Deutschland: In diesen Regionen ist mit Schnee zu rechnen (siehe Update vom 13. März, 21.52 Uhr).
  • Doch auch am Sonntag stürmt es in Deutschland. Der DWD hat mehrere Warnungen herausgegeben (siehe Udpate vom 14. März, 9.57 Uhr).
  • Das turbulente Wetter soll in Deutschland voraussichtlich bis Montag anhalten. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor „Extremwetter“ herausgegeben (siehe Erstmeldung vom 13. März).

Update vom 14. März, 17.26 Uhr: Sturmtief „Luis“ lässt langsam nach. Zum Start in die Woche warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Schnee. März-Winter statt März-Frühling ist angesagt. Einige Regionen in Deutschland trifft es besonders.

Update vom 14. März, 9.57 Uhr: Auch am Sonntag stürmt es in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst warnt in der gesamten Osthälfte Deutschlands vor Windböen. Im Süden von Baden-Württemberg wird zudem vor Glätte und leichtem Schneefall gewarnt. Gleiches gilt für das Alpen-Vorland in Bayern. Heftiger trifft es den Alpen-Raum in Bayern: Oberhalb von 1000 Metern wird vor starkem Schneefall und vor Sturmböen gewarnt.

Update vom 13. März, 21.52 Uhr: Der Winter ist nach Deutschland zurückgekehrt: Nach heftigen Sturmböen und Hagelschauer folgt am Sonntag nun laut wetter.com Schneeschauer oberhalb 400 bis 600 Meter. Zwar lässt der Wind langsam nach, für Sonntag wird jedoch weiterhin windiges Schauerwetter teils mit Schneeschauer erwartet. Im Norden gibt es nachts ostwärts durchziehenden Regen. In anderen Teilen Deutschlands werden bei wechselnder Bewölkung Schauer oder kurze Gewitter erwartet. Es kühlt ab auf 5 bis 0 Grad. In Teilen des Südens und im Norden weht weiterhin stürmischer Südwest- bis Westwind.

„Extrem-Wetter“ in Deutschland: Amtliche Warnung! Hagelschauer führen zu zahlreichen Unfällen

Update vom 13. März, 17.32 Uhr: Ein plötzlicher Hagelschauer auf der A1 bei Ascheberg in Nordrhein-Westfalen löste am Samstag zahlreiche Unfälle auf. So hatten die Auswirkungen von Tief „Luis“ dort sieben unabhängige Unfälle mit 13 beteiligten Fahrzeugen zur Folge.

Weil sie ihr Tempo auf der nassen und plötzlich sehr glatten Fahrbahn nicht anpassten verloren etwa einige Autofahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Andere konnten laut Polizei nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren auf. In Richtung Dortmund sei die Fahrbahn am Samstagmittag für etwa zwei Stunden voll gesperrt worden.

In Karlsruhe stürzte am Samstagmorgen nach einer stürmischen Nacht ein großer Baum auf eine Oberleitung und legte eine Straßenbahnlinie zum Teil lahm. Unter anderem im Stadtgebiet Karlsruhe und in Stuttgart fielen Bauzäune um, Dachziegel und Äste wurden vom Wind auf die Straße geweht. In Laatzen in der Region Hannover fiel ein Metallteil eines Firmenlogos nach Windböen aus rund zehn Metern Höhe auf einen Radweg, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr sperrte die Straße und demontierte die restlichen Teile, die noch an der Fassade des Gebäudes hingen.

Doch dies könnte erst der Anfang sein. An der Südgrenze Bayerns, an den Alpen, gilt bereits Alarmstufe Rot - dort warnt der Deutsche Wetterdienst vor starken Unwettern und Schneefällen. Im Südosten Baden-Württembergs, rund um Freiburg, gilt aktuell sogar die Alarmstufe Dunkelrot: Oberhalb von 1000 Metern treten Orkanböen mit Geschwindigkeiten von 100 km/h auf. In exponierten Lagen muss laut DWD sogar mit extremen Böen mit bis 140 km/h gerechnet werden. (nai)

„Extrem-Wetter“ in Deutschland: Amtliche Warnung! Erhöhte Tornado-Gefahr - einige Regionen trifft es besonders hart

Update vom 13. März: Noch immer gelten in fast ganz Deutschland amtliche Unwetter-Warnungen. Dafür verantwortlich ist Sturm „Luis“. Aktuell hat der Deutsche Wetterdienst für die gesamte Bundesrepublik eine Warnung vor Sturmböen der Stufe 2 von insgesamt 4 möglichen herausgegeben. Lediglich der Nordwesten Deutschlands ist nicht davon betroffen.

Unterdessen erwischt es die Region um Freiburg sowie den Süden Bayerns noch härter: Hier hat der DWD die Warnstufe 3 ausgegeben. Gewarnt wird sowohl vor „starkem Schneefall“ oberhalb von 1000 Metern, als auch „schweren Sturmböen“ oberhalb von 1500 Metern.

Erstmeldung vom 13. März: München - Das Wetter in Deutschland sorgt derzeit nur selten für Begeisterung. Nach dem Februar-Frühling mit Temperaturen um die 20 Grad folgt nun der März-Winter. Doch dieser Tage vermiesen gar nicht so sehr die Temperaturen den Aufenthalt im Freien, sondern vielmehr die Stürme, die über Deutschland ziehen.

Schon am Donnerstag sorgte Sturm „Klaus“ für Orkanböen in Deutschland. Besonders in hohen Lagen peitschte der Wind. Es gab eine amtliche Warnung vor „Extremwetter“. Doch Meteorologen sagten schon Anfang der Woche einen Sturm-Doppelschlag voraus, denn: Am Samstag trifft mit „Luis“ der nächste Sturm die Bundesrepublik.

Extrem-Wetter in Deutschland: KATWARN warnt vor Aufenthalt im Freien - Tornado-Gefahr

Schon in den Morgenstunden erreichte das Sturm-Tief Deutschland. Der Deutsche Wetter-Dienst hat mittlerweile für fast die gesamte Bundesrepublik eine amtliche Unwetter-Warnung der Stufe 2 herausgegeben. Und auch das Katastrophen-Warn-System KATWARN hat ausgelöst und warnt erneut vor „Extremwetter“. Die Meteorologen von „The Weather Channel“ warnen sogar vor erhöhter Tornado-Gefahr am Samstag (siehe Video).

Auch KATWARN warnt vor Gefahren im Freien, wie etwa entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Ästen oder Dachziegeln. Gegenstände im Freien sollten gesichert, Fenster und Türen geschlossen werden. Zudem heißt es hier: „Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Der Deutsche Wetter-Dienst hat am 13. März für fast ganz Deutschland Sturm-Warnungen herausgegeben.

Wetter-Warnungen in Deutschland: Eine Region trifft es besonders hart

Gewarnt wird von Kiel bis München vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 80 Kilometern pro Stunde. In höheren Lagen können noch höhere Geschwindigkeiten erreicht werden. Hier warnt der DWD vor „schweren Sturmböen“ um die 90 Kilometer pro Stunde.

Gültig ist die Warnung aktuell für den gesamten Samstag - von den Morgenstunden bis in den Abend - je nach Region bis zwischen 19 und 22 Uhr.

Besonders hart trifft es aktuell den Südwesten Deutschlands. In der Region Freiburg hat der DWD seine Unwetter-Warnung auf die Kategorie 3 hochgestuft. Hier drohen am Samstag Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde. In exponierten Lagen drohen sogar extreme Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde. (rjs)

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand

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