„Dimitrios“: Kälte-Schock im Januar

Deutschland-Wetter: Amtliche Unwetter-Warnung in zwei Regionen - „Schneebombe“ erreicht Bundesrepublik

  • Martina Lippl
    vonMartina Lippl
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  • Christina Denk
    Christina Denk
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Winterliche Straßen und Schnee - damit ist es noch nicht vorbei. Eine Kaltfront bestimmt das Wetter in Deutschland. Der Wetterdienst hat eine amtliche Warnung herausgegeben. Alle News hier im Wetter-Ticker.

  • Wetter in Deutschland: Schneefall, Glätte und Kälte - der Winter hat Deutschland gerade fest in der Hand.
  • Die Wetterlage ist brisant. Eine Kaltfront sorgt für eine gefährliche Mischung.
  • Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung Stufe 3 herausgegeben.

Update vom 14. Januar 2021: Extrem-Wetter in Deutschland: Heftige Schneefälle machen Baden-Württemberg, der Bodensee-Region und dem Erzgebirge in Sachsen zu schaffen. Klicken Sie hier - in unserem Ticker zum Thema Wetter in Deutschland halten wir Sie auf dem Laufenden. Dieser Ticker ist beendet.

Update vom 13. Januar, 15.51 Uhr: Die von Meteorologen angekündigte „Schneebombe“ scheint so langsam aber sicher auch in Deutschland anzukommen. Der Deutsche Wetterdienst hat aktuell eine amtliche Unwetter-Warnung der Stufe 3 (von maximal 4) herausgegeben. Diese gilt in der Alpenregion im Südwesten von Bayern von Garmisch-Partenkirchen bis zur Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Gültig ist die Warnung von Mittwoch 21 Uhr bis Freitag 9 Uhr morgens. Zudem wird vor schweren Sturmböen gewarnt. Der DWD schreibt: „Es tritt im Warnzeitraum oberhalb 800 m starker Schneefall mit Mengen zwischen 30 cm und 50 Zentimeter auf. In Staulagen werden Mengen über 60 Zentimeter erreicht“.

Für das gesamte Alpenvorland im Süden von Deutschland wird wegen Schneefall darüber hinaus die Warnstufe 2 ausgerufen - also eine Warnung vor „markantem Wetter“. Diese gilt ebenfalls von Mittwochabend bis Freitagmorgen. Hier erwartet der DWD zwischen zehn und 20 Zentimetern Neuschnee - in Staulagen bis zu 30 Zentimeter.

Doch auch für den Norden von Deutschland hat der DWD aktuell eine amtliche Wetter-Warnung herausgegeben. Hier gilt wegen Sturmböen die Warnstufe 2. Betroffen ist der gesamte Norden Deutschlands oberhalb von Hannover bis an die Küsten von Nord- und Ostsee. Ausgenommen ist nur das Landesinnere von Schleswig Holstein.

Update vom 13. Januar, 11.42 Uhr: Tief „Dimitrios“ mischt das Wetter in Deutschland noch kräftig auf. Der Mix ist tückisch: Es geht mit kräftigen Schnee- und Graupelschauer plus Wind im Norden und Osten weiter. Vor Sturmböen bis 75 km/h warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktuell. Vorsicht! Schneeglätte und überfrierender Nässe sind auf den Straßen gefährlich.

Neuschnee bis zu fünf Zentimeter können oberhalb von etwa 200 bis 400 Metern fallen. In Staulagen des Harzes sind es bis 10 Zentimeter. Im Südschwarzwald und im Allgäu ist ab dem Abend mit ergiebigem Schneefall zu rechnen, der sich zu den Alpen ausbreitet. Dann kommt es dicke: „Bis Freitag früh im Hochschwarzwald 50 Zentimeter Neuschnee, im Allgäu 50 bis 70 Zentimeter Neuschnee möglich, zum Teil mit Verwehungen“, heißt es im DWD-Warnlagebericht (Stand: 13. Januar, 11 Uhr).

Update vom 13. Januar, 9.33 Uhr: Glatteis und Schnee haben Auto- und LKW-Fahrer in der Nacht auf Mittwoch schwer zu schaffen gemacht. Autobahnen waren zeitweise stundenlang gesperrt. Selbst der Winterdienst war betroffen. Ein 18-Jähriger kam bei einem schweren Unfall ums Leben.

Wetter in Deutschland: Schnee, eisige Kälte und Sturmböen - DWD verkündet Warnung via Twitter

Update vom 12. Januar, 9.31 Uhr: Das Wetter in Deutschland geht derzeit bis in tiefen Minusgraden*. Neuschnee zwischen 10 und 30 Zentimetern ist zu erwarten. Der Deutsche Wetterdienst warnt: „Teils gefährlich glatt“.

Update 10. Januar, 14.57 Uhr: Von Montag auf Dienstag rechnen Meteorologen für Süddeutschland mit teils starken Schneefällen. Bis zu drei Tage lang soll es dann durchschneien, weshalb Wetter-Experten mit so einigem Chaos auf den Straßen rechnen. Gerade in der Nacht zum Montag warnt der Deutsche Wetterdienst vor extremer Kälte - bevor die große „Schneebombe“ platzt. Tagsüber herrscht fast überall Dauerfrost zwischen minus drei und minus sechs Grad Celsius - selbst bei Sonnenschein können die Straßen also auch gefährlich glatt sein.

Während es im Süden Deutschlands am Alpenrand schon den ganzen Sonntag über sonnig und klar ist, könnten sich die Wolken auch landeinwärts in der Nacht zurückziehen. Wo es aufklart, ist mit klirrender Kälte und Frost zwischen minus elf und minus 16 Grad Celsius zu rechnen. Vor allem am Alpenrand und für das bayerische Voralpenland hat der DWD deshalb eine Wetterwarnung der Stufe zwei herausgegeben. Doch auch in der Region um Landshut gilt diese Wetter-Warnung am Sonntag.

Ursprünglicher Artikel vom 9. Januar 2021:

Berlin/München - Schneemann bauen, Schlitten fahren und Schneeballschlachten. In den letzten Tagen durften sich viele Gebiete in Deutschland über Schnee freuen. Sogar der Norden bekam ein paar Flocken ab. Und so wie es aussieht, reißt der Trend noch nicht ab. Doch es soll eisig kalt werden. Zweistellige Minusgrade?

Nach dem Wintereinbruch kommt in Deutschland der Frost - es soll richtig kalt werden.

Wetter in Deutschland: Minus 13 Grad - Temperaturen „kälter als im gesamten letzten Winter“

„Da kommen ein paar richtig kalte Nächte auf uns zu“, so Meteorologe Andreas Machalica bei wetter.com. Während es in den letzten Tagen häufig schneite, kommt nun die Kälte nach Deutschland. Besonders im Süden sind die Temperaturen „teilweise kälter als im gesamten letzten Winter“, so der Meteorologe.

In der Nacht auf Sonntag wird es dann richtig eisig. Am Alpenrand fallen die Temperaturen bis auf -13 Grad. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es minimal -8 Grad. „Am Alpenrand und im Schwarzwald teils strenger Frost unter -10 Grad“, warnt auch der Deutsche Wetterdienst. „Gefrierender Nieselregen“ birgt hier Glättegefahr. Also: Autofahrer aufgepasst. In diesem Winter gab es bereits zahlreiche Glätteunfälle.

Und Schnee? Über leichten Schneefall darf sich vor allem der Osten Deutschlands noch freuen. Die Wolken ziehen ins Erzgebirge ab und lassen bis in die Nacht ein paar letzte Flocken fallen. Meist handelt es sich dabei um „wenige Zentimeter Neuschnee“ und „kaum nennenswerten Neuschneezuwachs“, so der DWD. Im Rest des Landes kann es oberhalb von etwa 400 Metern stellenweise glatt werden. An der Nordseeküste ist dazu mit leichtem Regen zu rechnen.

Wetter in Deutschland: Es bleibt eisig - Zweistellige Minusgrade - Wetter-Gegensätze bauen sich auf

Doch wie geht es weiter? Die Gegensätze bauen sich im Laufe der nächsten Woche wohl zunehmend aus. Aus dem Westen kommt milde Luft ins Land, aus dem Osten steht die kalte Luft dagegen. So liegen die Tiefstwerte am Montag „von Nordwest nach Südost zwischen +4 und-11 Grad, in Alpentälern teils noch darunter“, informiert der DWD. Deutschland erlebt also durchmischte Verhältnisse. Dabei ist in vielen Regionen mit wechselhaftem Wetter zu rechnen - teilweise Regen, teilweise Schnee - und milderen Temperaturen. An der See und in Mittelgebirgslagen sind stürmische Böen vorhergesagt.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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