Schnee liegt an der Landstraße 519 zwischen St. Andreasberg und Sonnenberg
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In manchen Regionen Deutschlands sorgt Schneefall für glatte Straßen.

Deutschland-Vorhersage

Wetter: Erste Schneefälle ganz im Süden – bis zu 20 Zentimeter Neuschnee ab Dienstagabend

  • Kai Hartwig
    VonKai Hartwig
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Der Sommer ist vorbei, in Deutschland ist es herbstlich geworden. Manche Regionen müssen schon mit ersten winterlichen Ausbrüchen rechnen. Zumindest vorerst.

München – In Deutschland wird es ungemütlich. Das Wetter lässt längst den Herbst erkennen. Wind und Regen zeigen sich, stellenweise bricht sogar der Winter herein und es fällt Schnee.

Dabei kommt es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Norden der Republik an den Küsten zu stürmischen Böen, die auch den ein oder anderen Regenschauer mit sich bringen. Gewitter sind dort ebenso wenig ausgeschlossen wie in der Mitte Deutschlands. Auch in südlichen Regionen dominiert demnach starke Bewölkung, begleitet von schauerartigem Regen.

Wetter in Deutschland: Erste Schneefälle in den Alpen – bis zu 20 Zentimeter Neuschnee

Ganz im Süden, insbesondere in den Alpenregionen, kann sogar Schnee fallen, laut DWD schon ab Dienstagnachmittag (12. Oktober). Ähnlich prognostiziert es Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. „Der erste Alpenschnee bis auf 800 Meter herab fällt ab heute Abend“, so der Wetter-Experte.

Deshalb sollten vor allem Urlauber auf der Hut sein, die ihre Herbstferien in den bayerischen Alpen verbringen. Denn da die Schneefallgrenze laut Wetter.net auf 800 bis 900 Meter sinkt, könnte bei Wanderungen eine unliebsame Überraschung drohen. Wetterfeste Kleidung ist also dringend empfohlen.

Besonders dann, wenn eine Wandertour auf mehr als 1000 oder 1500 Meter Höhe führt. Dort kann der Schnee dann nicht mehr nur nass sein und schnell schmilzen. „In rund 1500 m Höhe sinken die Werte auf bis zu minus 5 Grad“, sagte Meteorologe Jung. Ganze zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee sind in entsprechender Höhe drin.

Wetter in Deutschland: Schnee im Erzgebirge und dem Bayerischen Wald – Glätte droht im Berufsverkehr

„Auch in den Hochlagen vom Bayerischen Wald und dem Erzgebirge tanzen vermutlich in der kommenden Nacht die ersten Flocken der neuen Saison“, führte Jung weiter aus. „Wahrscheinlich bleibt dort aber kaum etwas liegen.“ Im Nordosten und Osten Deutschlands wird es kalt, dort tritt laut DWD-Prognose gebietsweise leichter Bodenfrost auf. Tagsüber kommt die Nordhälfte auf Temperaturen zwischen 8 und 14 Grad.

Der Süden Deutschlands muss gerade in der Nähe der Alpen im Verlauf der Nacht zum Mittwoch (13. Oktober) mit Niederschlag rechnen. Dort werden Temperaturen von 1 bis 10 Grad erwartet, über 1000 Meter kann es zu Schneeglätte kommen.

Mittwoch ist in der Früh zunächst Vorsicht angebracht, gerade bei der Fahrt zur Arbeit. In ganz Deutschland muss außerhalb der Alpenregionen „mit kühlen Werten und sogar Bodenfrost“ gerechnet werden, meinte Wetter-Fachmann Jung: „Zum Berufsverkehr müssen wir besonders in den höheren Lagen mit glatten Straßen rechnen.“

Wetter in Deutschland: Lage beruhigt sich zum Wochenende - „Rückkehr des goldenen Oktobers“

Jung kann aber auch leichte Entwarnung geben. „Es ist nur ein kurzer Spuk. Schon ab Donnerstag (14. Oktober) beruhigt sich die Wetterlage wieder und es wird langsam wärmer“, gab der Meteorologe an. „Zum Wochenende sieht es in vielen Landesteilen nach einer Rückkehr des goldenen Oktobers aus. Die Sonne kann sich wieder häufiger durchsetzen.“

Laut DWD klettern die Temperaturen ab Donnerstag wieder auf bis zu 16 Grad. Der ein oder andere Tag im Biergarten - sollte er offen sein - kann in Deutschland also noch bevorstehen, bevor der Winter mehr und mehr die Oberhand bekommt. (kh)

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