Immense Temperaturunterschiede

Wetter in Deutschland: Meteorologe nennt Aussichten „Wahnsinn“ - eine Region kriegt besonders viel Regen ab

  • Marcus Giebel
    VonMarcus Giebel
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Schon wegen der Corona-Pandemie ist der Sommer 2021 ein ungewöhnlicher. Doch auch die Wetterkapriolen tragen dazu bei, dass diese Jahreszeit kaum Begeisterungsstürme entfachen kann.

München - Ja, es ist tatsächlich Mitte Juli. Nur das Wetter scheint irgendwie aus der (Jahres-)Zeit gefallen. Auch dieser Mittwoch bringt „Hochwasser-Alarm in Deutschland“, wie Gernot Schütz von wetter.com warnt. Denn ein Tief nach dem anderen rauscht durch Deutschland, hängt dann über uns fest und schüttet seine nassen Mitbringsel aus.

„Lokal sind mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter möglich und das betrifft vor allem den äußersten Westen und Südwesten Deutschlands“, verdeutlicht der Meteorologe. Zu erwarten sei starker Dauerregen, der teilweise gewittrig durchsetzt sei.

Wetter in Deutschland: Nur ganz im Osten bleibt es komplett trocken

Bis einschließlich Freitag bekommt nahezu die gesamte Bundesrepublik viel Nässe ab, „außen vor ist nur der äußerste Osten und Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns“. Auch Rügen und die etwas südlichere Region um die Oder bleiben demnach komplett verschont.

Unwettergefahr besteht für diesen Mittwoch beinahe bundesweit. Ausnahmen sind der Nordzipfel und ein Streifen vom nördlichen Bayern bis nach Berlin. Besonders gefährdet ist dabei der Westen an der Grenze zu Luxemburg bis weit hinein nach Nordrhein-Westfalen und ins Saarland.

Dort erwartet Schütz flächendeckenden Regen - allein am Mittwoch mehr als 100 Liter pro Quadratmeter. In einem etwas breiteren Bogen bis nach Mecklenburg-Vorpommern wird es nicht so viel gießen, dafür können die Gewitter aber ausgeprägt sein.

Wetter in Deutschland: Kräftiger Regen geht über dem Westen nieder

Besonders markant wird das Wetter aber eben ganz im Westen. Schütz erläutert: „Die Regengebiete wickeln sich um das Tiefzentrum herum, deswegen werden immer die gleichen Regionen davon betroffen sein.“

Schon am Vormittag gehe kräftiger Regen über Nordrhein-Westfalen, der Eifel und dem Westerland bis hinunter zur Nahe nieder. Südlich der Donau ist mit leichtem Niederschlag zu rechnen. Am freundlichsten wird es im äußersten Norden.

Der Nachmittag bringt dann aber für die Nordhälfte „kräftige Schauer und Gewitter, lokal auch unwetterartig“. In Bayern sei der Regen „eher schwach bis mäßig“, im Westen und Südwesten nehme er wieder zu. „Die Pegel werden kräftig steigen“, gibt Schütz zu bedenken.

Ein typisches Bild im Sommer 2021: Der Regen prasselt nieder, Flüsse drohen über die Ufer zu treten.

Wetter in Deutschland: 18 Grad im Dauerregen, im Osten kann es 30 Grad geben

Und die Temperaturen? Sind auch nicht wirklich sommerlich. Wobei große Unterschiede zu erwarten sind. Im Dauerregen geht es nicht höher hinaus als 18 Grad, für Bayern werden maximal 21 Grad erwartet, dafür steigt das Thermometer im äußersten Nordosten im Idealfall auf 30 Grad. „Das ist schon Wahnsinn für die Jahreszeit“, fasst Schütz zusammen.

Weitere Regenfälle werden für Donnerstag vorhergesagt. Auch hier ist vor allem der Süden betroffen. Im Norden wird es wechselnd bewölkt, „mit Schauern und einzelnen Gewittern“. Insgesamt soll sich der Regen aber langsam abschwächen.

Ob danach ein Hauch von Sommer im Land einziehen wird? Lassen wir uns überraschen. (mg)

Rubriklistenbild: © Daniel Vogl/dpa

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