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Wetter: „Frau Holle wirft die Schneekanone an“ - Deutschland vor erstem Wintereinbruch

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Von: Richard Strobl, Lara Listl, Martina Lippl

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Erste Schneeflocken sind im Anmarsch. Dazu gibt ein Experte eine sehr märchenhafte Prognose für das Wetter in Deutschland ab. Der News-Ticker zum Wetter.

Update vom 25. November, 11.42 Uhr: Neblig und grau, zum Teil sogar etwas Nieselregen - typisches Novemberwetter herrscht aktuell in den meisten Regionen in Deutschland. Dazu gibt es vereinzelt Frost bis minus 7 Grad. Doch das ändert sich. „Winterfeeling“ ist spätestens am Freitag laut dem Wetterportal wetter.com angesagt. Und: „Frau Holle wirft die Schneekanone an.“ Das hört sich wirklich nach einem Märchen an, oder?

Wetter in Deutschland: Schnee-Prognose zum 1. Advent

„Es wird winterlich, denn aktuell macht sich polare Kaltluft in unsere Richtung auf und trifft am Freitag auf feuchte Mittelmeerluft. Das Ergebnis: Über das gesamte kommende Wochenende wird es in vielen Regionen nicht nur Schneeregen, sondern auch den ersten Schnee geben“, erklärt wetter.com-Meteorologe Georg Haas.

Mit Schnee sei vor allem in Bayern vom Alpenvorland bis in den Bayerischen Wald und auch in den Mittelgebirgslagen vom Saarland bis nach Hessen am Freitag zu rechnen. Mit bis zu 5 Zentimeter Neuschnee (!) bis Freitagvormittag, heißt es im aktuellen Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienst (DWD) (Stand: 25. November, 12 Uhr). Der Schneefall setzt demnach in der zweiten Nachthälfte zum Freitag ein.

Schneeregen- und Graupelschauer sind laut dem Wetterexperten Haas hauptsächlich im Nordseeumfeld zu erwarten. Dort ziehe am Freitag zudem ein Sturm auf - mit schweren Sturmböen am Abend in Nordfriesland.

„Am Samstag geht es bei Höchsttemperaturen von 0 bis 6 Grad winterlich weiter“, so der Meteorologe. „Mit Schneeregen in den tieferen und Schnee in den höheren Lagen ist dann in einem Streifen von Schleswig-Holstein über Niedersachsen und Hessen bis nach Baden-Württemberg zu rechnen. Am Sonntag kommen auch im Osten örtlich nasse Schneeflocken an.“

„Berglandwinter“ -Vorhersage für Deutschland

Einen „Berglandwinter“ am Wochenende prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner 10-Tage-Wettervorhersage. Mit seiner Schnee-Vorhersage bleibt der Wetterdienst noch etwas vorsichtig. Vor allem die Prognose für Sonntag - den 1. Advent - scheint noch etwas wackelig. Im Osten könnte auch in tiefen Lagen gebietsweise rund 10 Zentimeter Neuschnee vom Himmel fallen. Der sei dann eher „nasser Neuschnee“. „Entwicklungen aber noch sehr unsicher“, ist beim DWD zu lesen.

DWD-Schnee-Prognose für Deutschland

Ausblick fürs WochenendeDWD-Schnee-PrognoseSchneefallgrenze
In der Nacht zum Freitag (25./26. November)1 bis 5 cm NeuschneeIm Süden ab 600 Meter Alpenvorland bis zum Bayerischen Wald
In der Nacht zum Samstag (26./27. November)kräftige Schneefälle mit 5 bis 10 cm Neuschneeoberhalb von 400 bis 600 Meter
Samstag (27. November)5 cm, örtlich 10 cm Neuschnee gering wahrscheinlichoberhalb von 600 bis 800 Meter
Sonntag (28. November) 1. Advent10 bis 15 cm Neuschnee gering wahrscheinlichMittelgebirge oberhalb rund 400 Meter
Montag (29. November)10 cm mit geringer WahrscheinlichkeitMittelgebirge und Alpen
Deutschland droht ein Arctic Outbreak mit Schnee bis in tiefe Lagen im November. (Archivbild)
„Winterfeeling“ in Deutschland - zum 1. Adventswochenende packt Frau Holle die Schneekanonen aus. (Archivbild) © Eibner-Pressefoto/Imago

Wetter: „Schneebomben“ treffen Städte in Deutschland - zuvor droht eine andere große Gefahr

Update vom 24. November, 10.00 Uhr: Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger aufgepasst: Seit Mittwochmorgen (24.11.2021) kann es auf den Straßen in Deutschland sehr glatt werden (siehe Update vom 23. November). Wie Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel ankündigt, trifft der Regen in den Mittelgebirgen auf die kalte Luft am Boden, wodurch Eisregen droht. Gleichzeitig sinken die Temperaturen. Die fränkischen Städte Nürnberg und Bamberg erlebten laut Wetter.com mit unter minus fünf Grad die kältesten Nächte seit März 2021.

Ähnlich frostige Temperaturen werden auch in den kommenden Nächten erwartet. So könnten die Werte im Süden Deutschlands bei aufklarendem Himmel in der Nacht auf bis zu minus 6 Grad fallen.

Winter-Wetter in Deutschland
Der Winter naht: In einigen Regionen Deutschlands halten eisige Temperaturen und Schneefall Einzug. (Archivfoto) © Goran Kovacic/Pixsell/Imago Images

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt zudem vor Glätte im Süden, stellenweisen leichtem Frost in der Mitte Deutschlands, sowie gebietsweisem Nebel im südöstlichen Bayern.

Wetter: Schneefall in einigen Regionen Deutschlands

Update vom 23. November, 21.45 Uhr: Schon ab Ende der Woche kann es in einigen Regionen Deutschlands zu Schneefall kommen (siehe Erstmeldung). Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Temperaturen in den Keller gehen. Und dieser Prozess hat bereits eingesetzt. Vor allem im Süden fallen die Temperaturen in den kommenden Nächten auf bis zu minus sechs Grad. Im Norden bleibt es etwas wärmer. Das liegt auch daran, dass hier Wolken aufziehen, die die Temperaturen quasi abfedern.

München mit Schnee bedeckt, Frauenkirche, Skyline. (Symbolbild)
Nicht nur in München, sondern in ganz Deutschland könnte die Adventszeit mit Schnee beginnen. (Archivfoto) © Heinz Gebhardt/Imago Images

Doch das birgt auch große Gefahren: Schon geringe Mengen an Regen können vor allem in den Mittelgebirgen zu Eisregen oder gefrierendem Sprühregen mutieren und für spiegelglatte Fahrbahnen sorgen, wie der Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel prognostiziert. Das gilt schon ab Mittwochmorgen.

Erstmeldung vom 23. November, 11.00 Uhr: München - Pünktlich zum baldigen Beginn der Vorweihnachtszeit kündigt ein Meteorologe über Wetter.com Kälte und Schnee an. Die Chancen auf weiß bedeckte Baumwipfel stünden in einigen Regionen Deutschlands vergleichsweise hoch. In Teilen Bayerns sorgten Glätte und Frost bereits in der Nacht auf den heutigen Dienstag (23.11.2021) für rutschige Straßen im Freistaat.

Wetter-Lage in Deutschland weist auf hohe Flocken-Wahrscheinlichkeit hin

In anderen Bundesländern sieht die Wetter-Lage ähnlich aus. So rücke laut dem Meteorologen in vielen Regionen in Deutschland bald der erste Schnee an. Ab dem 1. Advent am 28. November zapfe voraussichtlich ein „kräftiges Tiefdruckgebiet“ im Nordwesten polare und feuchte Luftmassen an. Im Bergland werde es dann winterlich. In Frankfurt am Main sanken die Temperaturen auf einer Höhe von 1500 Metern bereits Anfang der Woche auf unter null Grad. Bis zum 1. Advent werde dort allerdings noch kein Schnee erwartet.

Schnee in Deutschland: So stehen die Chancen auf eine weiße Adventszeit

Rutscht die Anzeige der Thermometer in den kommenden Tagen jedoch auf unter minus fünf Grad, könnte es im Bergland bald ordentlich schneien. Im Tiefland bräuchte es hingegen ungefähr minus sieben Grad, damit die weißen Flocken bis ins norddeutsche Flachland rieseln. Auch das könnte um den 1. Advent herum eintreten. Die Chancen auf eine weiße Adventszeit in den verschiedenen Regionen Deutschlands gibt wetter.com in seinem „Schneeflocken 16-Tage-Trend“ (Stand 19. November) wie folgt an:

Wetter in Deutschland: Meteorologe prophezeit viel Schnee im Dezember

Anfang Dezember rutsche die Kaltluft wohl wieder bis zum Mittelmeer und bilde dort ein Tiefdruckgebiet. Genau dieses könnte nach Einschätzung der Meteorologen dann zum Schneetief werden. Wodurch es im Süden und im Osten zu einer mehrere Zentimeter hohen Schneedecke kommen könnte. Im höheren Bergland könnte sich der Schnee dann auch bis zu einem halben Meter häufen. (Richard Strobl, Lara Listl,ml)

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