Dafür war der Winter zu trocken

Schnee und Sturm: Humorloses Wetter nach närrischen Tagen

Offenbach - Momentan feiern die Narren noch Karneval und Fasching. Doch mit Ende der fünften Jahreszeit zeigt sich plötzlich auch das Wetter humorlos. Sturm und Schnee stehen uns bevor.

Wenn die tollen Tage vorbei sind, verliert auch das Wetter den Humor. Schon am Faschingsdienstag trübt sich die Laune ein, wie Christian Herold von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Montag sagte. Zum meteorologischen Frühlingsanfang an diesem Mittwoch sieht er stürmisches, wechselhaftes und regnerisches Wetter auf uns zukommen.

Nach dem Rosenmontag geht es schon Dienstag bergab. Deutschland gerät dann größtenteils unter den Einfluss erwärmter polarer Meeresluft. „Dadurch wird es in den nächsten Tagen kühler und in den Mittelgebirgen fällt in höheren, zeitweise auch in mittleren Lagen wieder Schnee.“ Es könne zu Sturmböen kommen, einen ausgewachsenen Frühjahrsorkan sieht der Experte aber nicht kommen.

Immerhin sind die Temperaturen nicht mehr winterlich. Die Höchstwerte halten sich die ganze Woche über zwischen sieben und zwölf Grad. Auch im Bergland ist es meist über null Grad warm, dort kann aber auch nochmal Schnee fallen.

Winter war ungewöhnlich trocken und zu mild

Der Winter war in Deutschland übrigens außergewöhnlich trocken, sehr sonnig und etwas zu mild. Am wärmsten war es am 23. Februar mit 21,5 Grad in Rosenheim und Simbach am Inn (beide Bayern), wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Montag mitteilte. Die tiefste Temperatur wurde ebenfalls in Bayern gemessen: in Reit im Winkl, am 7. Januar mit minus 26,3 Grad. Der Winter gehört mit rund 210 Sonnenstunden (55 Stunden mehr als der Mittelwert) zu den zehn sonnenscheinreichsten seit dem Beginn der flächendeckenden Messungen im Jahr 1951.

Wetterbestimmend seien meist Hochdruckgebiete mit trocken-kalter Luft gewesen, teilten die Meteorologen mit. Nur wenige Tiefdruckgebiete hätten mit ihren Niederschlägen Mitteleuropa erreicht. Für die Wetterfachleute beginnt mit dem 1. März an diesem Mittwoch bereits der Frühling. Für ihre vorläufige Winter-Bilanz werten sie die Daten ihrer rund 2000 Messstationen aus. Der Februar war danach deutlich zu warm, aber nur durchschnittlich sonnig. Hier erfahren Sie, wie das Wetter in Ihrer Region wird.

dpa

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