Spätsommerwetter, Park mit Besuchern, Sonne scheint durch die Blätter eines Baumes
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Der September zeigt sich von seiner sommerlichen Seite. (Symbolbild)

„Längste Schönwetterphase“

September-Sommer in Deutschland: Ex-Hurrikan Larry bringt überraschende Temperaturen

  • VonJulia Schöneseiffen
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Im September fehlt vom Herbst bisher jede Spur. Dank zweier Ex-Hurrikans klettern die Temperaturen auf bis zu 30 Grad, begleitet von viel Sonnenschein.

München - Von wegen der Sommer in Deutschland ist vorbei – der September zeigt sich von seiner sommerlichen Seite. Den September-Sommer haben wir zunächst dem Ex-Hurrikan Ida zu verdanken, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met erklärt. Und das sonnige und warme Wetter soll auch kommende Woche Einzug in Deutschland halten, denn ab dem Wochenende mischt Ex-Hurrikan Larry ordentlich im Europa-Wetter mit.

September-Sommer: Sommerliche Temperaturen dank Ex-Hurrikan Larry

Larry wirke dabei wie eine Pumpe, so Jung. Demnach pumpt der Ex-Hurrikan als Sturmtief bei Island „sehr warme, aber auch sehr feuchte und schwüle Luftmassen zu uns nach Deutschland“, erklärt der Meteorologe. Der Herbst lässt sich also noch lange nicht blicken. Bisher zeigte sich der September von seiner sonnigen Seite mit vielfach Hochdruckwetter.

„Es war wie angekündigt die bisher längste Schönwetterphase des gesamten Sommers 2021 und das im September“, so Jung. So wurde diese Woche in Sachsen-Anhalt sogar die 30-Grad-Marke geknackt.

Wettervorhersage für die kommenden Tage:

Tag (Datum)Vorhersage
Samstag (11.09.)20 bis 26 Grad, oft ein Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer, zum Abend aus Westen schöner
Sonntag (12.09.)22 bis 28 Grad, oft schön und sonnig, kaum noch Schauer
Montag (13.09.)21 bis 28 Grad, viel Sonnenschein und trocken
Dienstag (14.09.)21 bis 30 Grad, sonnig, trocken und sehr warm
Mittwoch (15.09.)22 bis 28 Grad, viel Sonnenschein, später aus Westen Gewitter möglich, schwülwarm

Sommer-Wetter im September: Zu trocken und zu warm

Der September war in seinen ersten neun Tagen rund 1,5 Grad wärmer als das amtliche Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. Doch nicht nur die Temperatur weicht von der Norm ab, sondern auch der Niederschlag. So wurden gerade einmal 0,1 Prozent des Niederschlag-Solls erreicht. Dank der beiden Ex-Hurrikans Ida und Larry dürfen wir in Deutschland also nochmal den Sommer genießen. Zu der Frage, ob Deutschland einen extremen Winter erleben wird, haben Wissenschaftler nun eine erste Prognose abgegeben. (jsch)

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