Hitzewelle im Anflug?

Starke Sommer-Prognose für Deutschland: Experte erwartet deutliche Wetter-Wende - und nennt Zeitpunkt

Der Sommer 2020 zeigte sich bisher eher mild und wechselhaft - von Rekordhitze keine Spur. Kann der Hitzesommer noch kommen? Ein Experte macht klare Aussagen für Juli.

  • Für Deutschland prognostizierten Wetterexperten* schon Anfang des Jahres einen Hitzesommer.
  • Anfang Juli war von Rekordhitze noch nicht viel zu bemerken. Aber was kommt jetzt?
  • Ein Experte macht für Mitte Juli eine klare Ansage.

Update vom 6. Juli 2020: Noch ist der Sommer 2020 ausbaufähig. Bisher gab es in Sachen Hitze und Badewetter nur kurze Intermezzi, laue Sommernächte waren die absolute Ausnahme. Doch das könnte sich bald ändern. 

Wie Meteorologe Jan Schenk von „The Weather Channel“ auf Focus.de erklärt, soll das Wetter noch im Juli stabiler werden. Das wechselhafte Wetter mit regelmäßigen Regenfällen sei ihm zufolge für unsere Breitengrade völlig normal. „Bisher war der Sommer eher ein klassischer Sommer, wie er in Deutschland üblich ist“, so Schenk. Dass es uns vorkommt, als würde dieser Sommer ins Wasser fallen, habe mehr etwas mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre zu tun, in denen es in Deutschland trockener und wärmer geworden ist, erklärt der Meteorologe. Für die Woche ab dem 6. Juli muss sich die Rhein-Neckar-Region auf einen Temperatursturz gefasst machen.

Wetterphänomen für durchwachsenen Sommer verantwortlich

Dieser Sommer entspricht also vielmehr einem normalen durchwachsenen Sommer. Grund dafür ist dem Experten zufolge ein Polarjet über dem Nordatlantik, der dafür sorgt, dass ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen unsere Wetterlage bestimmt.

Sommerprognose für 2020: Experte macht Hoffnung für Juli

Doch dieses Wetterphänomen soll ab Mitte Juli allmählich verschwinden. Dann könnten sich Schenks Erwartungen zufolge Hochdruckgebiete über Deutschland ausbreiten und warme Luft samt sonnigem Wetter mitbringen. Und dann stünde einem richtigen Sommer bis Ende August nichts mehr im Wege.

Sommerprognose für Deutschland - Experte mit Warnung: „Jederzeit kann diese Hitze ...“

Erstmeldung vom 1. Juli 2020: München/Wiesbaden - Schon Ende 2019 war zu hören, dass Deutschland nach 2018 und 2019 einen weiteren Rekordsommer zu erwarten hätte. Doch Anfang Juli liegen nur noch acht Wochen des kalendarischen Sommers vor uns - und bisher war wenig von der angekündigten Hitze zu spüren. Auf höhere Temperaturen folgen immer wieder Unwetter und Abkühlung.

Die Schockprognosen, die noch vor wenigen Wochen gemacht wurden, scheinen sich nicht zu bestätigen.

Wetterprognose für den Sommer 2020: „Keine Hitzewelle in Sicht“

Zum Ende Juni/Anfang Juli zeigt sich das Wetter in Deutschland zweigeteilt. Zwar verzeichnet der Süden bereits einige heiße Tage, doch der Norden bekam über lange Strecken eher milde Temperaturen zu spüren.

Es ist nach wie vor keine Hitzewelle in Sicht“, meint Experte Dominik Jung von Wetter.de. Wenn sich wie derzeit kühle und warme Phasen abwechseln würden, könne man von einem typischen mitteleuropäischen Sommer sprechen - der auch als Schaukelsommer bezeichnet wird.

In Norddeutschland sieht das Wetter auch eher nach Herbst aus, wie 24hamburg.de* berichtet.

Hitzesommer 2020: Die Wetterlage könnte sich schnell ändern

Doch der Eindruck könnte täuschen: Denn die Sorgen der Weltwetter-Organisation, die eine verheerende Hitze für 2020 prognostizierte, galten nicht nur Deutschland. Und tatsächlich zeigen sich laut wetteronline.de in Spanien Höchstwerte bis 40 Grad, in Italien bis 36 Grad und in Griechenland und der Türkei Werte bis 38 Grad - gar nicht weit von uns entfernt also.

„Jederzeit kann diese Hitze aus dem Mittelmeerraum auch zu uns schwappen“, meint Jung. Und auch wenn das für Anfang Juli noch nicht in Sicht ist, zeigt sich ein anderer trauriger Trend bereits bestätigt. 

Wie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung berechnet, ist zwar etwa im Südosten Deutschlands noch genügend Wasser für Pflanzen verfügbar - insgesamt zeigt sich der Boden jedoch in einer Tiefe bis 1,8 Meter bereits jetzt als „außergewöhnlich trocken“. Globale Transportwege und der Klimawandel machen es exotischen Mücken leicht, hier heimisch zu werden - jetzt decken österreichische Forscher einen Verbreitungsweg auf.  (*Merkur.de und 24hamburg.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.)

Rubriklistenbild: © dpa / Federico Gambarini

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