Der News-Ticker zum Wetter

Wetter in Deutschland: Komplizierte Wetterlage verschärft sich weiter - einer der extremsten Winter vorhergesagt

  • Fabian Müller
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  • Patrick Mayer
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Das Wetter in Deutschland bleibt extrem. Dabei unterscheidet sich die Lage im Norden und Süden deutlich. Der News-Ticker.

  • Wetter in Deutschland: Schneemassen, Hochwasser, Glatteis - das Wetter ist im Januar und Februar 2021 extrem.
  • Vorsicht Glatteis! Der Deutsche Wetterdienst hat am Mittwoch eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben.
  • Auf dem Rhein und auf der Mosel herrscht nach Tauwetter und starken Regenfällen weiter Hochwasser.
  • Dieser News-Ticker zum Wetter in Deutschland ist beendet.

Update vom 4. Februar, 9.59 Uhr: Die komplizierte Wetterlage in Deutschland verschärft sich in den nächsten Tagen weiter. Im Norden kommt die Winterluft von Skandinavien her und könnte schon am Wochenende für Schnee und Sturm sorgen, das berichtet n-tv. Der Süden hingegen bekommt frühlingshaftes Wetter mit Luft aus der Sahara, berichtet Merkur.de*, Sonne und bis zu 16 Grad.

Das Land ist also in zwei sehr unterschiedliche Wetterlagen geteilt, es könnte offenbar der extremste Winter der letzten Jahrzehnte werden. Allerdings unterscheiden sich die Wettermodelle reichlich. Im Norden drohen zwischen 10, 20 oder 40 Zentimeter Neuschnee. Hinzukommen starker bis stürmischer Wind. Wie das Wetter im Februar weitergeht, lässt sich anhand der unterschiedlichen Prognosen nicht genau sagen. Allerdings kann die kalte Luft demnächst auch den Süden treffen.

Wetter in Deutschland: Alarmstufe Rot! Wetterdienst warnt vor gefährlicher Lage

Update vom 3. Februar, 13.20 Uhr: Zwischen Nord und Süd werden die Temperaturgegensätze größer. Zum Wochenende drohen Schneemassen und Hochwasser. Zwischen Hamburg und Berlin rechnen die Wettermodelle mit 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen. Im Südwesten dagegen ist Frühling mit Temperaturen bis 16 Grad angesagt, teilt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit.

„Da werden direkt Erinnerungen an die Schneekatastrophe 1978/79 wach“, so der Wetterfrosch. Besonders brisant: Zwar sei die Prognose für das Wochenende noch unsicher, wo genau die Luftmassengrenze verlaufen wird, doch die unterschiedlichen Wettermodelle seien sich mittlerweile recht einig. Der Schwerpunkt für den Dauerfrost liegt im Norden und Osten.

Die Hochwasserlage im Südwesten bleibt. „In Trier dürfte die Mosel deutlich über die 8-Meter-Marke steigen, das würde Überflutungen in zahlreichen Ortschaften an der Mosel bedeuten“, warnt Wetterexperte Jung. 

Wetter in Deutschland: Alarmstufe Rot! Wetterdienst warnt vor gefährlicher Lage

Update vom 3. Februar, 11.06 Uhr: Die Wetterlage in Deutschland ist am Mittwoch weiter ziemlich brenzlig: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Unwetter mit Schnee und gefährlichem Glatteis. Alarmstufe Rot gilt aktuell für zwei Regionen:

  • Amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis im Norden und Nordosten: Vom nordwestlichen Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordbandenburg ist zeitweise mit Niederschlag bei Straßenbelagstemperaturen um oder knapp unter 0 Grad zu rechnen. Das bedeutet die Straßen können spiegelglatt werden.
  • Im Norden von Schleswig-Holstein und im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern gibt es laut den DWD-Experten mit durchweg Schnee (1 bis 5 cm Neuschnee).
  • In der Südhälfte ist es dagegen zeitweise stürmisch. Im In den Hochlagen herrscht Tauwetter.

Wetter in Deutschland: Wegen Hochwasser in Millionen-Metropole - drastischer Schritt auf dem Rhein erwartet

Update vom 2. Februar, 15.59 Uhr: Der Pegelstand des Rheins steigt weiter an. Um 15.30 Uhr meldeten die Kölner Behörden einen Pegel von 8,23 Metern. Die Kölner Hochwasserschutzzentrale rechnet damit, dass der Pegel in der Stadt am Mittwochvormittag den Wert von 8,30 Metern erreichen wird. Dann gilt die sogenannte Hochwassermarke 2, ab der der Schiffsverkehr gesperrt wird. Der höchste Pegelstand wird für den Freitag erwartet, die Prognosen liegen zwischen 8,40 und 8,70 Metern.

Weiter Rheinabwärts in Duisburg wird die Marke hingegen wohl nicht erreicht. Das Landesumweltamt rechnet mit einem Höchststand zwischen 9,60 und 9,90 Metern, die Hochwassermarke 2 liegt dort bei 11,30 Metern.

Ein Radfahrer steht am Kölner Rheinufer und und schaut sich das Hochwasser an.

Update vom 2. Februar, 11.45 Uhr: Auf dem Rhein herrscht weiter erhebliche Hochwasser-Gefahr, wegen des Tauwetters und weil es teils weiter regnet.

Die Pegelstände am Dienstagmorgen waren besorgniserregend - zwischen Köln und Duisburg. So hatte der Fluss in Köln einen Pegelstand von 8,14 Meter erreicht, bis Donnerstag wird mit einem Höchststand von 8,65 Meter gerechnet. Das gab die Hochwassermeldezentrale Mainz bekannt, die für die Überwachung der Lage auf dem Rhein zuständig ist.

Mehr noch: Am Pegel Duisburg-Ruhrort könnte der maximale Wasserstand in den kommenden Tagen bis zu 9,55 Meter betragen. Wie geht es jetzt weiter? Welche Maßnahmen werden ergriffen? In Köln wird in der Regel ab 8,30 Metern die Schifffahrt eingestellt, weswegen schon an diesem Dienstag wegen des Hochwassers eine Zwangspause droht.

In Köln wurden bereits am Wochenende Fluttore hochgefahren, Arbeiter hatten am Freitag im Stadtteil Rodenkirchen Schutzwände gebaut. Auch an ufernahen Gegenden der Mosel bleibt die Situation angespannt.

Voll gelaufene Rheinwiesen, hier bei Düsseldorf-Kaiserswerth.

Wetter in Deutschland: Überschwemmungen an Rhein und Mosel

Update vom 1. Februar, 19.10 Uhr: Infolge des anhaltenden Regens ist im hessischen Büdingen sogar die historische Altstadt unter Wasser geraten. Grund war ein Dammbruch.

Derweil wurden in Koblenz teilweise der Kirmesplatz und der Campingplatz überflutet. In Köln und Düsseldorf sind bereits Rheinuferwege nicht mehr begehbar. Und es droht weiteres Ungemach: Rhein und Main verzeichnen steigende Wasserpegel. Entsprechend könnte sich die Lage in Großstädten wie Koblenz, Mainz, Köln und Düsseldorf noch verschlimmern. Auch in Leipzig droht das Wasser der Weißen Elster über die Ufer zu laufen. Angesichts des weiter prognostizierten Tauwetters droht hier Ungemach.

Immer wieder nehmen Bürger die Wetterlage jedoch auf die leichte Schulter, wie RTL berichtet. So sei ein Radfahrer auf einem überfluteten Weg von der Strömung mitgerissen worden, so dass der letztlich völlig erschöpfte Mann mit Hilfe einer Wärmebildkamera gerettet werden musste. Weil er mit seinem Kanu gekentert war, hatte zudem ein 49-Jähriger aus dem Altrhein bei Rastatt gezogen werden müssen.

Update vom 1. Februar, 14.30 Uhr: Unter der Woche wird es mild im Süden Deutschlands. Heißt aber aktuell noch: Vereinzelt starkes Tauwetter zwischen Schwarzwald und dem Allgäu.

Wetter in Deutschland: Extreme Temperatur-Unterschiede zwischen Nord und Süd

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch deshalb weiter vor Glatteis und Glätte vom Nordwesten bis in den Südosten, zum Beispiel in den Mittelgebirgen Mitteldeutschlands zwischen Hunsrück und Erzgebirge sowie dem Bayerischen Wald.

Derweil sind die Temperatur-Unterschiede in Deutschland laut Portal wetter.net an diesem Montag teils sehr krass. Während es am Nachmittag, Stand 14.30 Uhr, in den Hansestädten Hamburg und Bremen jeweils -1 Grad kalt war und es in Berlin nur 1 Grad hatte, kletterten die Temperaturen in München (bis zu 7 Grad) und in Stuttgart (bis zu 8 Grad).

Dieser Trend soll sich in den kommenden Tagen noch verstärken, wenn im Süden Temperaturen um die 12 Grad erwartet werden, werden sie im Norden um den Gefrierpunkt stagnieren. Die Gefahren von Glätte und Hochwasser bleiben Deutschland also vorerst (leider) erhalten.

Vom Schnee bedeckt: Die Riepenburger Mühle Boreas in Kirchwerder im Vier- und Marschlande bei Hamburg.

Wetter in Deutschland: Katwarn löst wegen starker Glatteis-Gefahr aus

Erstmeldung vom 1. Februar: München - Riesige Schnee-Massen, stark steigende Flusspegel wegen Tauwetter und Hochwasser, und jetzt auch noch das: Am Montag (1. Februar) sind die Straßen in Deutschland teils sehr glatt. Deshalb hat auch das Katastrophen-Warn-System Katwarn ausgelöst.

„Aufgrund von gefrierendem Regen oder Sprühregen muss verbreitet mit Glatteis gerechnet werden“, heißt es auf der Website von Katwarn. Weiter wird in drastischer Wortwahl erklärt und gewarnt: „Es treten starke Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr auf. Vermeiden Sie Autofahrten! Bleiben Sie im Haus!“

Die Warnung gilt bis an diesem Montagmittag. Währenddessen klingt zumindest die Hochwassergefahr im Südwesten Deutschlands weiter ab. So vermeldete die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg am Vormittag sinkende Pengelstände in ganz Baden-Württemberg, sowohl auf Donau, Rhein als auch im Bodensee-Großraum und Allgäu.

Am Wochenende hatte es zum Beispiel auf der Dreisam im Schwarzwald oder auf der Schussen und der Argen in Oberschwaben sowie auf dem Rhein an der Schweizer Grenze teils starkes Hochwasser gegeben.

Wetter in Deutschland: Bis zum Wochenende wird es im Süden sehr mild

Laut wetter.net sollen die Niederschläge bis Mitte der Woche nachlassen - und es soll richtig mild werden im Süden der Republik. So soll es bis Samstag zum Beispiel in Stuttgart bis zu 14 Grad warm werden.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Wetter in Deutschland hier im News-Ticker. (pm)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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