Netzbetreiber in Alarmbereitschaft

Grenzwetterlage in Deutschland: Unmengen Neuschnee - „Auswirkungen werden dramatisch sein“

  • Felix Durach
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40 Zentimeter Neuschnee und eine Beeinträchtigung der Verkehrslage werden in Deutschland zum Wochenende erwartet. Verantwortlich dafür ist eine Grenzwetterlage.

Offenbach - Weite Teile Deutschlands müssen sich zum Wochenende auf starke Einschränkungen durch enorme Mengen an Neuschnee einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet vor allem in der Nordhälfte mit bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Ab Samstagabend müssten sich besonders die Gebiete Emsland, Münsterland und der Harz auf starken Schneefall und Schneeverwehungen einstellen.

Wetter in Deutschland: Extremer Schneefall am Wochenende - Experte warnt vor dramatischen Auswirkungen

„Die Auswirkungen dieser Wetterlage werden dramatisch sein“, kündigte der Leiter der Vorhersage und Beratungszentrale des DWD bereits am Freitag gegenüber bild.de an. Die Meteorologen rechnen deswegen auch mit überregionalen Auswirkungen auf die Verkehrslage. So informierte die Deutsche Bahn, dass es aufgrund der angekündigten Wetterlage zu Verspätungen und Zugausfällen kommen könnte. Aber auch auf den Straßen gilt erhöhte Vorsicht wegen den Gefahren durch gefrierenden Eisregen und Schnee.

Auch die Netzbetreiber befinden sich zum Wochenende hin in Alarmbereitschaft. Schwere Eisplatten können sich um die Stromleitungen bilden und diese so abreißen lassen. Eine weitere Gefahr bestehe darüber hinaus durch umstürzende Bäume, die auf Leitungen fallen und für Kurzschlüsse sorgen könnten. Kurzfristige Stromausfälle seien deswegen im Bereich des Möglichen.

Wetter in Deutschland: Seltenes Wetterphänomen teilt das Land in zwei Hälften

Interessant ist vor allem auch, dass diese Extremwetterlage nur die Nordhälfte der Bundesrepublik betrifft. Für den Süden Deutschlands hat der DWD keinerlei Unwetterwarnungen herausgegeben. In München steigen die Temperaturen am Samstag sogar bis auf zwölf Grad. Verantwortlich für diese Zweiteilung ist eine besondere Grenzwetterlage, die am Samstag und Sonntag auf die Bundesrepublik zukommt und auch für Experten eine besondere Situation darstellt. „Das passiert nur ein paar Mal in einem Meteorologenleben“, so DWD-Sprecher Andreas Friedrich über die enormen Temperaturunterschiede am Wochenende.

Wetter in Deutschland: Innenministerium rät Bürgern zu Hause zubleiben

Die Extremwetterlage soll sich von der zweiten Tageshälfte am Samstag an aufbauen und auch am Sonntag weiter andauern. Das Innenministerium von Brandenburg hat seinen Bürgern bereits empfohlen, wenn möglich zu Hause zu bleiben. Der DWD warnt vor allem in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. (fd)

Rubriklistenbild: © Anthony Souffle/dpa

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