Überraschender Umschwung

Wetter in Deutschland: Bringt Weihnachtstief Schnee-Hammer zum Fest? Expertin sieht danach Chaos-Lage

  • vonKai Hartwig
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Es gilt als Idealvorstellung vieler Menschen: Weiße Weihnachten. Von Schneefall sind wir aktuell weit entfernt. Doch Wetterexperten prognostizieren einen Umschwung.

  • Schnee erzeugt die richtige Weihnachtsstimmung.
  • Fällt er bis zu den Feiertagen noch?
  • Die Wetterexperten sehen eine Tendenz.

Update vom 20. Dezember, 14.42 Uhr: Aktuell sieht es in Deutschland ganz und gar nicht nach Weißer Weihnacht aus. Viel zu mild scheint das Wetter. Doch nach Meteorologen-Meinung bleibt es durchaus spannend und Schnee an Weihnachten ist längst nicht ausgeschlossen. Das gilt natürlich besonders für die Berglagen, wie wetter.de beichtet.

Doch auch in flacheren Gefilden kann es schneien, da sich das Wetter auf nasskalt umstellt. Dafür verantwortlich ist ein Weihnachtstief, das die Temperaturen um fünf bis zehn Grad drückt. Dementsprechend sinkt dann auch die Schneefallgrenze.

Heiligabend selbst startet den Berechnungen nach zwar noch mit milden Werten und Regen, doch schon gegen Mittag kühlt es spürbar ab. Zum Abend soll die Schneefallgrenze dann in den Mittelgebirgen auf 500 Meter absinken - bis zum Freitag dann sogar in noch tiefere Lagen.

Doch im Januar könnte es dann sogar etwas zu viel Schnee geben. Die Meteorologin Corinna Borau von wetter.com prognostiziert eine ähnliche Wetterlage wie im Januar 2019. Damals sorgten Dauerschneefälle für chaotische Zustände in Deutschland. Besonders in den Alpen könnte ziemlich viel Schnee fallen, so die Meteorologin.

Wetter in Deutschland: Schnee an Weihnachten?

Update vom 19. Dezember, 13:34 Uhr: Die Chancen für Schnee an Weihnachten scheinen immer besser zu werden - zumindest am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag. Am 24. Dezember ist es erst einmal wieder mild mit Regen. In München und Frankfurt werden 9 Grad laut The Weather Channel erwartet, in Berlin sind es 4 Grad und in Hamburg 6 Grad.

In Teilen Deutschlands, vor allem im Süden, kommt aber im Laufe des 25. Dezembers der Umbruch. Es kühlt merklich ab und aus dem Regen kann Schnee werden. Demnach könnte es in München spätestens in der Nacht zum 26. Dezember weiß werden. Der Schneefall kann bis Neujahr andauern. Sogar in Berlin sieht es aktuell danach aus, als ob es am Vormittag des zweiten Weihnachtsfeiertages Schnee geben könnte. Frankfurt und Hamburg bleibt vermutlich der Regen erhalten.

Wetter in Deutschland: Nächste Prognose zeigt Schnee-Hammer zu Weihnachten - viel mehr als gestern noch erwartet

Update vom 18. Dezember, 9.30 Uhr: Offenbar werden sich nun doch mehr Menschen über weiße Weihachten freuen können als ursprünglich erwartet. So könnte sich, das berichtet auch The Weather Channel, am 25. Dezember ein Genua-Tief entwickeln. Diese sogenannte Vb-Wetterlage („Fünf-B-Wetterlage“) könnte im Süden Deutschland einen Tag später für starke Schneefälle sorgen. Theoretisch ist Schnee von Nürnberg bis zu den Alpen denkbar - am Alpenrand womöglich mindestens 10 Zentimeter, in Hochlagen bis zum einem halben Meter Neuschnee.

Gleiches gibt für das Erzgebirge, sodass auch für Sachsen Schneefall an Weihnachten vorhergesagt ist, wenn auch weniger und erst am Nachmittag oder Abend des 2. Weihnachtsfeiertages.

Wetter-Umschwung vor Weihnachten: Meteorologen sagen Kälte und Schnee voraus

Erstmeldung: Fairerweise muss man auch sagen, dass der Großteil des Schnees erst am Nachmittag oder am Abend fällt. Das bedeutet, dass es erst zum Ende der Weihnachtsfeiertage so richtig weiß wird.

Erstmeldung vom 17. Dezember 2020: München - Wenn sich das Kalenderjahr dem Ende zuneigt, stellt sich für viele immer eine bestimmte Frage. Gibt es in diesem Jahr weiße Weihnachten?

Für eine definitive Aussage ist es noch ein wenig zu früh. Doch erste Tendenzen lassen hoffen, dass zu Weihnachten Schnee fällt. „Es wird kälter, als gedacht. Nicht nur an Weihnachten, auch danach“, erklärte Meteorologe Jan Schenk von Weather.com.

Die aktuelle Wetterlage bietet allerdings ein ganz anderes Bild. Derzeit steigen die Temperaturen an, am Samstag soll es in Deutschland sogar bis zu 15 Grad warm werden. Eigentlich viel zu mild für den Tag vor dem 4. Advent. Grund für den Temperaturanstieg ist Tief Barbara, das sich auf dem Nordatlantik austobt. Dadurch bliesen starke Winde aus Südwesten das milde Klima nach Europa.

Wetter in Deutschland: Meteorologen machen Hoffnung auf weiße Weihnachten

Mit dem fast schon spätsommerlichen Intermezzo dürfte aber bald Schluss sein. Laut der Meteorologen von Weather.com verabschiedet sich das milde Wetter kurz vor Weihnachten wieder. Und weicht bitterer Kälte – zumindest in Teilen Deutschlands.

Noch bläst ein Azorenhoch über dem Atlantik milde Luft Richtung Mitteleuropa. In den nächsten Tagen soll es sich allerdings zurückziehen und Tiefdruckgebieten Platz machen. Schon am 4. Advent soll nach Berechnungen von Weather.com das Azorenhoch wiedererstarken und dadurch den Westwind abhalten. Somit wäre der Weg für eisige Polarluft frei, die nach Europa strömen könnte.

Wetter in Deutschland: Kälteeinbruch soll vor Weihnachten kommen

Wann genau der Kältebeinbruch Deutschland erreicht, ist noch offen. Jedoch sehen Meteorologen die Chance, dass das Land in Sachen Temperaturen zweigeteilt wird. Der Westen und Südwesten könnte selbst am 23. Dezember noch auf bis zu 15 Grad kommen. Dem Rest der Bundesrepublik blüht aus nördlicher Richtung kommend kaltes Wetter. Vielerorts verbunden mit Regen, der in höheren Lagen auch als Schnee niedergehen könnte.

Sind weiße Weihnachten also nicht jedem vergönnt? Im Moment sieht es danach aus. Wenigstens in einigen Regionen besteht die Möglichkeit. So glauben die Wetterexperten von Wetter.de, dass in den Mittelgebirgen, den Alpen und im Schwarzwald der Traum von den weißen Weihnachten wahr werden kann.

Auch Meteorologe Jan Schenk von Weather.com ist für einen Teil Deutschlands optimistisch. „In Süddeutschland stehen die Chancen auf weiße Weihnachten sehr gut“, glaubt er. Und nach Weihnachten soll der Schneefall anhalten. „Es wird immer kälter und schneit auch in tiefen Lagen.“ (kh)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa | Karl-Josef Hildenbrand

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