Wie gefährlich ist das Phänomen?

Schwefelwolke erreicht Deutschland - „Giftiges Gas“ am Tag der Bundestagswahl „mitten über uns“

  • Michelle Brey
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Wie wird das Wetter am Wochenende der Bundestagswahl? Die Prognosen eines Meteorologen lassen hoffen. Indes soll ein Phänomen am Samstag Deutschland erreichen.

Berlin - Am Wochenende kann das Wetter laut einer Prognose noch einmal so richtig genossen werden. Der Altweibersommer soll sich nämlich von seiner schönsten Seite zeigen. Doch nicht nur Sonnenschein erwartet Meteorologe Dominik Jung, wie er bei wetter.net sagte. Eine gewaltige Schwefelwolke zieht seiner Vorhersage zufolge geradewegs nach Deutschland. Wie gefährlich ist das Phänomen?

Wetter in Deutschland am Freitag: „Mix aus Sonne und Wolken“

Als einen „Mix aus Sonne und Wolken“ beschrieb der Experte das Wetter am Freitag (24. September). So erwarte er für ganz Deutschland überwiegend angenehme Temperaturen. Auch der Wind im Norden soll sich immer mehr legen, so Jung. Noch am Vortag warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eindringlich vor Stürmen im Norden. Das Tief, das dafür verantwortlich war, sei aber nun bereits abgezogen, so Jung. Es könne zu Höchsttemperaturen bis zu 25 Grad kommen.

Schwefelwolke am Tag der Bundestagswahl direkt über Deutschland

Indes zieht von La Palma eine Schwefelwolke in Richtung Deutschland. Hintergrund ist der Ausbruch des Vulkans auf der Insel. Dieser stoße „pro Tag 8.000 bis 11.000 Tonnen Schwefeldioxid in die Atmosphäre“, so der Diplom-Meteorologe Jung. Eine Südwest-Strömung ist ihm zufolge dafür verantwortlich, dass die Wolke über Spanien und das westliche Mittelmeer nach Deutschland zieht.

Am Samstagabend „erreicht uns die Schwefelwolke dann im Westen Deutschlands“. „Dann ist die Schwefeldioxid-Belastung über unseren Köpfen besonders hoch“, sagte der Wetter-Experte voraus. Am Abend der Bundestagswahl hängt die Schwefelwolke dann „mitten über uns“, so die Prognose bei wetter.net.

„Giftiges Gas“ über Deutschland - Welche Gefahr geht von der Schwefelwolke aus?

In Panik sollte man aufgrund dessen allerdings nicht verfallen. „Ja, Schwefeldioxid ist giftig - ein giftiges Gas“, erklärte Dominik Jung. Es sei allerdings mit einer Entfernung von rund fünf Kilometern „sehr weit oben in der Atmosphäre“. Eine Gefahr für die Gesundheit stelle die Schwefelwolke nicht dar, sagte er. Auch der Flugverkehr sei nicht gefährdet.

Der Meteorologe räumte allerdings ein: „Trotzdem: Dieser Schwefel kann dann bei einigen Schauern aus der Atmosphäre ausgewaschen werden und kommt dann mit dem Regen bei uns an.“ Für Menschen sei auch das nicht gefährlich, „aber sehr wohl für die Bäume“, erklärte er. „Der Baumbestand mag diesen sogenannten ‚sauren Regen‘ überhaupt nicht gern“, brachte er auf den Punkt.

Dem Altweibersommer kann die Schwefelwolke hingegen nichts anhaben. Für das gesamte Wochenende prognostizierte der Experte sommerliche Temperaturen. So angenehm soll es sich dann auch in der neuen Woche fortsetzen. Die Temperaturen bleiben laut Diplom-Meteorologe Jung nämlich weiterhin hoch. „Man hat so ein klein wenig das Gefühl, der Septembersommer will uns gar nicht mehr verlassen“, sagte er. Gegen Ende Oktober soll es allerdings schon richtig ungemütlich werden. Eine Prognose zeigt einen enormen Temperaturabsturz. (mbr)

Rubriklistenbild: © Kike Rincón/dpa

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