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Droht ein Extrem-Winter in Deutschland? Wissenschaftler mit erster Prognose

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Von: Johannes Pressler

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Droht ein früher Winter? Wetter-Experten haben jetzt eine erste Prognose aufgestellt.
Droht ein früher Winter? Wetter-Experten haben jetzt eine erste Prognose aufgestellt. (Symbolbild) © Darek Delmanowicz/dpa

Extreme Unwetter häufen sich mittlerweile immer mehr. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, wie der nächste Winter in Deutschland aussehen könnte.

Cambridge/München - Der Sommer 2021 brachte viele Unwetter. Die Trockenheit und Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke sorgten in Italien und Griechenland für Ausnahmezustände. Selbst in New York wurden Anfang September so heftige Regengüsse gemessen wie noch nie zuvor. Extremwetter sind schon längst nicht mehr die Ausnahme - und eine neue Studie aus den USA zeigt nun, wie es um den nächsten Winter in Deutschland stehen könnte.

Extrem-Winter in Deutschland: Wissenschaftler mit ersten Prognosen

Für eine genau Vorhersage, wie der Winter 2021/2022 wird, ist es für Meteorologen natürlich noch etwas zu früh. Eine aktuelle Studie des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA hat nun aber eine erste Vorahnung, was die Menschen in Deutschland in ein paar Monaten erwarten könnte.

Die Studie der US-amerikanischen Wissenschaftler bezieht sich für die Berechnungen unter anderem auf die Eisdicke in der Arktis. Eine geringere Eisausdehnung über der Arktis löst im Winter starke Unwetter auf der Nordhalbbkugel aus. Dafür verantwortlich ist der sogenannte Albedo-Effekt: Das Eis auf der Arktis reflektiert nämlich die Sonnenstrahlen. Bei weniger Eis landen die Sonnenstrahlen jedoch im Meer, werden absorbiert und die Temperatur steigt. Höhere Temperaturen machen den Polarwirbel instabiler, was als Folge das Risiko auf Extremwetter steigen lässt.

Derzeit ist die Eisausdehnung in der Arktis nicht so gering. Das dürfte an dem vergleichsweise kühlen Sommer in diesem Jahr liegen. Man kann also daraus schlussfolgern, dass der Winter in diesem Jahr nicht so extreme Ausprägungen wie der vergangene haben könnte. Der Trend der letzten Jahre zeigte allerdings, dass die Eisausdehnung messbar abnimmt.

Extreme Winter in Deutschland: Klimakrise als Faktor - Folgen der Erderwärmung

Aus der Wissenschaft ist bekannt, dass sich im Zuge der Klimakrise die Arktis viel schneller als der Rest der Welt erwärmt. Je stärker die Erwärmung der Arktis voranschreitet, umso wahrscheinlicher werden Winter mit extremen Wetterereignissen - also starke Niederschläge, Stürme und Dauerregen. Eine Tatsache, auf die Wissenschaftler, Umweltverbände und Klima-Aktivisten schon seit Jahren hinweisen. „In der Arktis sind Dreiviertel des Meeresvolumens im Sommer schon abgeschmolzen“, sagte Dirk Notz vom Max-Planck-Institut für Meteorolgie. „Wir werden es vermutlich nicht mehr verhindern können, dass das Nordpolarmeer bis 2050 im Sommer zumindest in einzelnen Jahren eisfrei sein wird.“ (apa)

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