Der Eiswein fällt in Deutschland in diesem Jahr aus.
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Der Eiswein fällt in Deutschland in diesem Jahr aus.

Erzeuger alarmiert

Warmer Winter hat historische Konsequenzen: Diese deutsche Spezialität gibt es 2020 nicht - zum ersten Mal

Wegen des viel zu warmen Winters müssen Weinliebhaber erstmals auf eine Spezialität verzichten. Für die Erzeuger könnte das heftige Folgen haben.

  • Der viel zu warme Winter macht deutschen Winzern zu schaffen.
  • Erstmals gibt es in diesem Jahr keinen Eiswein.
  • Für die Erzeuger könnte der Ausfall der Ernte ernste Konsequenzen haben.

Bodenheim - Bittere Neuigkeiten für Winzer und Weinliebhaber: Wegen des viel zu warmen Winters wird es in diesem Jahr keinen Eiswein geben. Der Weinjahrgang 2019 wird laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) als erster Jahrgang ohne Eisweinlese in die Geschichte eingehen.

"Aufgrund des milden Winters wurde in keinem deutschen Weinbaugebiet die für eine Eisweinlese erforderliche Mindesttemperatur von minus sieben Grad Celsius erreicht", erklärte Ernst Büscher vom DWI am Sonntag. "Und die kommenden Tage lassen ebenfalls keine frostigen Nächte mehr erwarten“, lautet seine schmerzliche Prognose.

Eiswein-Ernte geht seit 2017 zurück

Die Bedingungen für die Eisweinproduktion seien bereits in den vergangenen Jahren öfter nicht optimal gewesen. Zumindest punktuell hätten aber immer noch gefrorene Trauben für die edelsüße Spezialität geerntet werden können, erklärte das Institut. So konnten etwa 2017 bundesweit nur sieben Erzeuger Eiswein ernten.

"Wenn sich die warmen Winter in den nächsten Jahren häufen, dürften Eisweine aus den deutschen Weinregionen bald eine noch kostbarere Rarität werden, als sie es sowieso schon sind", erklärte Büscher. Der warme Winter könnte auch Hobbygärtnern zu schaffen machen und Wetterexperten befürchten wegen der Wärme ein neues Dürrejahr.

Eiswein: Hochgeschätzt und sündhaft teuer

Dem DWI zufolge spielen Eisweine vor allem für die Reputation der Erzeuger eine große Rolle. Demnach werden sie auch international hochgeschätzt und erzielen in Weinwettbewerben regelmäßig höchste Bewertungen und bei Auktionen oftmals Rekordpreise.

Zu den wichtigsten Absatzmärkten im Ausland zählen laut DWI Japan und China sowie die skandinavischen Länder oder auch die USA. An der Gesamterntemenge haben Eisweine wegen der von Natur aus niedrigen Erträge aber nur einen sehr geringen Anteil von oftmals unter 0,1 Prozent.

dpa

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