Faschings-Wetter

Sturmtief Susanna rast über das Land

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Wiesbaden - Der Faschingsdienstag könnte eine windige Angelegenheit werden. Dafür verantwortlich ist Sturmtief Susanna, dass mitten über Westdeutschland herzieht.

Heute breitet sich von Südwesten kräftiger und teils länger anhaltender Regen nordostwärts aus, der im Tagesverlauf etwa westlich des Rheins einen schauerartigen Charakter annimmt. Vereinzelt sind erneut Gewitter möglich.

Das Sturmtief Susanna verursacht ab den Mittagsstunden besonders in Westdeutschland Sturmböen und lokal auch schwere Sturmböen bis 100 km/h (Windstärke 10).

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net warnt: "Im Unterschied zum gestrigen Tief Ruzica, welches mit seinem Zentrum weit weg von uns über Schottland lag, zieht das Tief diesmal mit seinem Zentrum direkt über Deutschland. Daher kann der Sturm heute Nachmittag deutlich flächendeckender ausfallen als am gestrigen Rosenmontag. Gestern war vor allem in der Nähe von Schauern und Gewittern die Gefahr für schwere Sturmböen groß, also recht lokal. Diesmal ist die Sturmgefahr deutlich flächendeckender. Vom Münsterland über Köln, das Saarland, Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg ist mit Sturm zu rechnen. Dazu fällt ab den Mittagsstunden auch noch jede Menge Regen. Wir erwarten im Westen 10 bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Ein Spaß wird das bei den zahlreichen Umzügen am heutigen Dienstag kaum werden".

Teils kräftiger Regen

In den Kamm- und Gipfellagen geht der Regen bei absinkender Schneefallgrenze in Schnee über, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Im äußersten Nordosten sowie auch Südosten ist die Niederschlagsneigung geringer. Die Temperatur steigt allgemein auf 7 bis 15 Grad, im Bergland auf 2 bis 6 Grad. Der Südwestwind frisch vor allem im Südwesten und der Mitte erneut stark böig auf. Zwischen Donau und Sieg muss verbreitet wieder mit stürmischen Böen oder Sturmböen gerechnet werden. In der Nacht zum Mittwoch hält der unbeständige Wettercharakter mit schauerartigen, sich zunehmend abschwächenden Niederschlägen an.

Windstärke 10 am Rosenmontag

Wie erwartet kam es am Rosenmontag zu zum Teil heftigen Sturmböen. So wurde im Rheinland mehrfach Windstärke 10 erreicht. In Düsseldorf wehte der Wind bis zu 80 km/h (Windstärke 9)

Auch Wetterexperte Dominik Jung kann deswegen die Absagen einiger Festtagsumzüge nur Befürworten: „Die Absage der Rosenmontagszüge kann ich danach weiterhin voll und ganz unterstützen. (...) Wie die obigen Zahlen eindeutig zeigen war auch die Absage des Düsseldorfer Rosenmontagzugs absolut richtig, denn es wurden wie erwartet Böen der Stärke 10 gemessen. Auch der amtliche Deutsche Wetterdienst hat bei seinen Prognosen eindeutig richtig gehandelt"

dpa/mpa

Rubriklistenbild: © dpa

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