USA - Eine Satellitenaufnahme zeigt Hurrikan „Isaias“ über den Bahamas.
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Eine Satellitenaufnahme zeigt Hurrikan „Isaias“ über den Bahamas am 1.8.2020. Aktuell wütet „Laura“, bereits mehrere Menschen starben durch den Wirbelsturm. (Archivbild)

Wirbelsturm

Hurrikan „Laura“: Tote in Haiti und den USA

Tagelang wurde vor Hurrikan „Laura“ gewarnt, nun ist der Wirbelsturm aufs Festland getroffen.

  • Hurrikan „Laura“ bewegt sich weiter über den Golf von Mexiko auf die Küste der USA zu.
  • US-Meteorologen warnen vor großen Wellen, extremem Wind und Sturzfluten.
  • Vor allem die Bundesstaaten Texas und Louisiana im Osten wurden schwer getroffen.

Update vom 31. August, 09.12 Uhr: Nach dem Durchzug des Hurrikans „Laura“ ist unter anderem die Stadt Orange in Texas schwer getroffen. Der Hurrikan der Stufe 4 hatte auch in Louisiana schwere Zerstörungen angerichtet. Mindestens 15 Menschen kamen dort ums Leben, Hunderttausende sind ohne Strom, auch die Trinkwasser-Versorgung wurde zum Teil unterbrochen.

Die Zerstörungen durch „Laura“ in den USA dürften die Versicherungsbranche nach Schätzung von Experten bis zu zwölf Milliarden US-Dollar (gut 10 Milliarden Euro) kosten.

Liebe Leser, an dieser Stelle wurde versehentlich eine alte Meldung veröffentlicht. Es handelte sich dabei um eine Sturmwarnung von Hurrikan „Laura“ vom 27. August, als der Wirbelsturm dabei war, die amerikanische Küste zu treffen. Entschuldigen Sie bitte diesen Fehler. Der Wirbelsturm hat die USA erreicht, war aber weniger zerstörerisch, als zuvor angenommen.

Mindestens 31 Tote durch Hurrikan „Laura“: Wirbelsturm trifft auf die USA - und hinterlässt Spur der Verwüstung 

Update vom 28. August, 9.40 Uhr: Nachdem bereits seit Tagen in den USA vor Hurrikan „Laura“ gewarnt wurde, traf der Wirbelsturm am Donnerstag (Ortszeit) nun aufs Festland. Auf seiner Route durch den Süden hat „Laura“ dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach bisherigen Angaben kamen dabei mindestens sechs Menschen ums Leben. Dennoch herrschte bei den Behörden des am stärksten betroffenen Bundesstaats Louisiana überwiegend Erleichterung: Denn „Laura“ tobte weniger heftig als erwartet. Der Hurrikan verlor nach seinem Aufprall aufs Festland schnell an Stärke und wurde zu einem Tropensturm herabgestuft.

Demnach habe „Laura“ nicht das „absolute katastrophale“ Ausmaß erreicht, das aufgrund der Vorhersagen der Meteorologen zu erwarten gewesen sei, sagte der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards. „Wir müssen für vieles dankbar sein.“ Gleichwohl seien die von dem Sturm angerichteten Schäden „enorm“. Tausende Einwohner von Louisiana seien davon betroffen.

Durch Hurrikan „Laura“ beschädigte Häuser und Gebäude. 

USA: Hurrikan „Laura“ sorgt für Verwüstung - 31 Menschen bislang durch Wirbelsturm gestorben

Wie die Regierung weiter mitteilte, seien vier der Todesopfer durch umgestürzte Bäume ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann ertrank, als sein Boot in dem Sturm unterging. Ein anderer Mann starb durch eine von seinem Stromgenerator verursachte Kohlenmonoxid-Vergiftung. Bislang sei noch nicht klar, ob bei den Bergungsarbeiten mit weiteren Todesopfern gerechnet werden müsse.

Die Spur der Verwüstung betrifft nach Angaben des Gouverneurs vielerorts auch das Stromnetz. Demnach sei in rund 600.000 Haushalten in Louisiana der Strom ausgefallen. Auch die Wasserversorgung wurde laut Edwards mancherorts unterbrochen. In der Stadt Lake Charles brach in einer Chemiefabrik ein Brand aus, dichte Rauchwolken zogen über die Gegend. Von Louisiana zog „Laura“ nach Norden in Richtung des Bundesstaats Arkansas weiter. Die Behörden warnten weiter vor Überschwemmungen im Norden von Louisiana und im Süden von Arkansas. Auf „Lauras“ vorherigem Kurs durch die Karibik waren insgesamt mindestens 25 Menschen in Haiti und der Dominikanischen Republik ums Leben gekommen.

USA: Hurrikan „Laura“ nimmt weiter an Kraft zu - und trifft bald auf US-Küste

Update vom 26. August, 20.40 Uhr: Der Wirbelsturm „Laura“ hat über dem Golf von Mexiko weiter an Kraft gewonnen und steuert als „extrem gefährlicher“ Hurrikan auf die US-Küste zu. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Stundenkilometern sei „Laura“ nun ein Hurrikan der Stärke vier von fünf, teilte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) am Mittwoch mit. Das NHC warnt vor einer Sturmflut, die nicht zu überleben sei, und „zerstörerischen“ Wellen. Hunderttausende Menschen waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Prognose zufolge sollte „Laura“ am Donnerstagmorgen deutscher Zeit nahe der Grenze zwischen den Bundesstaaten Texas und Louisiana aufs Festland treffen und sich erst danach abschwächen. Es bleibe wenig Zeit, Leben und Eigentum zu schützen, bevor die Pegelstände steigen und der Wind stärker wird, warnte das NHC Mittwochmittag(Ortszeit).

Hurrikan „Laura“: US-Meteorologen warnen vor „lebensbedrohlicher“ Sturmflut an US-Küste 

(Erstmeldung vom 26. August) Texas/Louisiana - Am Mittwochabend soll er auf Land treffen: Hurrikan „Laura“. US-Meteorologen beobachten den Wirbelsturm* schon seit längerem, doch jetzt gewinnt dieser nochmal an Fahrt - und soll sogar stärker als zunächst gedacht ausfallen. „Laura“ bewegt sich derzeit rasend schnell vom Golf von Mexiko auf Küste der USA zu. Die Wetterexperten warnen jetzt davor, dass er sogar Stärke vier von fünf erreichen könnte.

Wie aus einem Tweet des National Hurricane Center hervorgeht, habe man es jetzt mit einem äußerst gefährlichen Hurrikan zu tun, der enorme Zerstörung mit sich führen könnte: Selbst stabilste Domizile könnten schwerwiegende Schäden durch den zerstörerischen Wirbelsturm tragen, Bäume könnten entwurzelt werden - sogar die Elektrizität- und Wasserversorgung sieht der US-amerikanische Wetterdienst in Gefahr. Diese könnten durch Hurrikan „Laura“ tagelang lahm gelegt werden.

Vor allem die Bundesstaaten Texas und Louisiana müssen sich jetzt wappnen, denn prognostiziert wird eine „lebensbedrohliche Sturmflut“ mit großen Wellen und extremer Wind - sowie Sturzfluten im Osten des Landes. Laut den Meteorologen soll „Laura“ am Mittwochabend (Ortszeit) die US-Küste erreichen und sich dann weiter ins Landesinnere vorarbeiten. Immerhin erwarten die Experten, dass die Stärke des Wirbelsturms auf dem Festland dann etwas abschwächen wird. Nichts desto trotz rufen die US-Behörden, die Bewohner des Krisengebietes dazu auf, ihren Besitz - und auch ihr Leben - in Sicherheit zu bringen.

Insgesamt schockierende Meldungen für eine Region, die ohnehin auch in den letzten Jahren immer wieder von schweren Stürmen heimgesucht wird. Wie die Klimabehörde NOAA meldet, könne 2020 ein trauriges Rekordjahr für Hurrikans werden. Und die Saison fängt gerade erst an.

Die NOAA erwartet 19 bis 25 Stürme, von denen sich bis zu elf zu Hurrikans entwickeln könnten - drei bis sechs darunter könnten sogar sehr stark ausfallen, also Windgeschwindigkeiten von über 180 Stundenkilometern oder mehr mit sich führen. Der Durchschnittswert an der US-Atlantikküste liegt bei zwölf Stürmen im Jahr, von denen meist drei zu Hurrikans der Kategorien drei bis fünf werden. Erst Ende November endet die Zeit der Wirbelstürme am Golf von Mexiko. (cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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