Wetter: Kaltfront im Anmarsch

Offenbach - Während ganz Deutschland die Sonne genießt, beschäftigen sich Meterologen bereits mit einer herannahenden Kaltfront. Wo es auch kommende Woche schön bleibt und welche Regionen Pech haben:

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Ein Herbst wie ein verspäteter Sommer: Blauer Himmel, Sonne und Temperaturen von mehr als 25 Grad - der Oktober hat in Deutschland einen absoluten Traumstart hingelegt. Noch bis Donnerstag soll es so bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mitteilte. Erst dann erreiche eine Kaltfront Deutschland. “Ob das dann das Ende des goldenen Herbstes ist und die Heizungen das erste Mal in diesem Jahr angestellt werden müssen, bleibt noch abzuwarten“, sagte DWD-Meteorologe Marcus Beyer.

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Bis dahin pendeln die Temperaturen weiterhin um die 25-Grad-Marke. Nur im Süden Deutschlands - südlich der Schwäbischen Alb und rund um den Bodensee - bleibt es deutlich kühler. Dort soll auch der Nebel in den kommenden Tagen kaum auflösen.

An der Küste liegen die Werte zwischen 18 und 21 Grad. Im Rest von Deutschland scheint die Sonne meist von einem wolkenlosen Himmel. Rekordverdächtig beginnt der Oktober aber dennoch nicht, wie der DWD bestätigte. Zwar lagen die Temperaturen am Samstag in vielen Orten über dem langjährigen Mittel, an den Traumherbst von 2006 reichten sie aber nicht heran.

September-Bilanz: Viel Sonne und heftige Gewitter

Viel Sonne, heftige Gewitter: Das Wetter im September war wechselhaft wie in den vergangenen Monaten auch. Überdurchschnittlich warm war es in Stuttgart-Neckartal, Heidelberg und Rheinfelden - allesamt Baden-Württemberg; besonders viel geregnet hat es in Sigmarszell Zeisertsweiler (Bayern) und Leutkirch-Herlazhofen (Baden-Württemberg), wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Samstag mitteilte.

Die Durchschnittstemperaturen für ganz Deutschland lagen mit 15,3 Grad knapp 2,0 Grad höher als in den vergangenen Jahren. In den besonders warmen Orten - Stuttgart-Neckartal, Heidelberg und Rheinfelden - wurden Werte von im Durchschnitt 17,8 bis 17,9 Grad erreicht. Einen Rekord meldete am 10. September Rheinfelden mit 33 Grad. In Rheinfelden schien auch am längsten die Sonne - 229 Stunden. Auf Platz zwei und drei der sonnenscheinreichsten Orte folgen Renningen-Ihinger Hof (225 Stunden) und Stuttgart-Echterdingen (223 Stunden), jeweils Baden-Württemberg.

Besonders selten schien die Sonne in drei Orten Schleswig-Holsteins: In Schleswig-Jagel (129 Stunden), Dörnick (137 Stunden) und List/Sylt (137 Stunden). Die niedrigsten Temperaturen wurden im vergangenen Monat registriert in Schierke (Sachsen-Anhalt) mit 12,1 Grad, auf dem Kahlen Asten (Nordrhein-Westfalen und im sächsischen Deutschneudorf-Brüderwiese mit jeweils 12,2 Grad.

In Rheinland-Pfalz regnete es offensichtlich besonders selten. Die drei trockensten Orte liegen in dem südwestdeutschen Bundesland: Worms, Alzey und Andernach.

Insgesamt war es im Vergleich zu den Vorjahren trocken: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge blieb mit rund 57 Litern pro Quadratmeter um etwa sieben Prozent unter dem Vergleichswert - und das trotz Starkregens in einzelnen Landesteilen vor allem zum Monatsanfang.

dpa/ap

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