1. Startseite
  2. Welt

Hitze-Schock: Mittelmeer „kocht“ – das kann schlimme Folgen in Deutschland haben

Erstellt:

Von: Momir Takac

Kommentare

Das Mittelmeer ist im Juni bereits ungewöhnlich warm.
Das Mittelmeer ist im Juni bereits ungewöhnlich warm. © picture alliance/dpa | Clara Margais

Teile Europas haben die ungewöhnliche Hitzewelle hinter sich. Doch die extremen Temperaturen könnten das Wetter in Deutschland noch nachteilig beeinflussen.

München - Deutschland bis 39 Grad, Frankreich 43 Grad, Spanien gar 45 Grad: Unter anderem diese Länder haben die erste Hitzeperiode des Jahres bereits hinter sich. Jetzt erwischt es Griechenland mit Temperaturen von mehr als 40 Grad und das - Meteorologen zufolge - womöglich zehn Tage lang. Wettermodelle hatten diese außergewöhnliche Hitzewelle in Europa prognostiziert.

Wetter und Extrem-Hitze: Hitzewellen könnten sich noch verstärken

Nun sind so hohe Temperaturen gerade in Ländern Südeuropas eigentlich nicht unüblich, sehr wohl aber der frühe Zeitpunkt. „Was wir heute sehen, ist leider ein Vorgeschmack auf die Zukunft“, wenn der Treibhausgasausstoß nicht zurückgehe, warnte Clare Nullis von der Welt-Meteorologieorganisation in Genf. Der Klimawandel führe zu früheren Hitzewellen. So hatte etwa Spanien wegen extremer Hitze und Trockenheit mit Waldbränden zu kämpfen.

Die hohen Temperaturen hatten und haben auch zur Folge, dass sich das Mittelmeer ungewöhnlich stark aufwärmt. „Das westliche Mittelmeer ist ungewöhnlich warm. Derzeit werden teils um 27 Grad gemessen. Das sind etwa 4 bis 5 Grad mehr als üblich zu dieser Jahreszeit. Damit ist das Meer so warm, wie sonst eher im August, also am Ende des Sommers und der Heizphase“, schreibt Meteorologe Paul Heger auf wetter.de.

Wetter: „Kochendes“ Mittelmeer kann in Deutschland Starkregen begünstigen

Dies könnte gerade im Sommer zur Folge haben, dass sich mögliche weiteren Hitzewellen verstärken, weil sie vom Mittelmeer nicht abgekühlt werden können. Das „kochende“ Mittelmeer dürfte aber auch das Wetter in Deutschland entscheidend beeinflussen, Stichwort Wasserdampf.

„Im Gegensatz zur Luft hält das Wasser Wärmeenergie mehr und gibt sie nur Stück für Stück ab - besonders in Form von warmem Wasserdampf. Hier liegt die Gefahr, denn dieser Wasserdampf kann sich auch bei uns in Form von Starkregen auswirken. So wirkt die Hitzewelle von Mitte Juni wohl noch bis in den Juli hinein nach“, erläutert Heger. In den Tagen nach der Extrem-Hitze waren für Teile Deutschlands bereits Gewitter und Unwetter angekündigt. (mt)

Auch interessant

Kommentare