Herrliches Panorama: der Chiemsee in Bayern.
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Herrliches Panorama: der Chiemsee in Bayern.

„Hat mal wieder das Nachsehen“

Deutschland-Wetter an Ostern: „Geht überall abwärts“ - Riesen-Wirrwarr um Schnee-Prognose

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Das Wetter an Ostern bekommt bei sonst trüben Aussichten in der Corona-Pandemie noch mehr Gewicht. Im Süden bleibt es bis Ostersamstag warm - doch danach könnte es nochmal ungemütlich werden.

Update vom 1. April, 10 Uhr: Hält der gefühlte Frühsommer auch über Ostern an? Nein, darin sind sich die Meteorologen mit Blick auf das Wetter an den Feiertagen einig. Aber: Zumindest in Bayern hält sich das warme Wetter bis in den Ostersamstag hinein.

 „Am Freitag geht es überall abwärts mit den Temperaturen. Im äußersten Südosten kratzen wir höchstens an der 20 Grad-Marke, ansonsten bleibt es bei maximal 9 bis 16 Grad. An den Küsten wird es einstellig bei dichteren Wolken“, erklärt die Meteorologin Corinna Borau von wetter.com: „Die Mitte Deutschlands darf sich über viel Sonnenschein freuen. Ganz ähnlich wird auch der Samstag ablaufen.“

Wetter an Ostern: In Bayern halten sich Sonne und Wärme länger

Am Sonntag dominiert die Sonne, erzählt Borau: „Nur der Norden hat mal wieder das Nachsehen. Hier sind ein paar dichtere Wolken unterwegs.“ Nächste Woche könne sich die Wetterlage dagegen deutlich ändern. „Nasskalte Luft aus dem Nordwesten wird aller Voraussicht nach einen Mix aus Schnee und Regen bringen. Schon am Ostermontag wird der Nordwesten die ersten Tiefausläufer zu spüren bekommen“, sagt Borau.

Schnee nach Ostern? Die Fachleute sind sich Stand Gründonnerstag nicht einig. Meteorologe Dominik Jung erklärte Ende März im Gespräch mit Merkur.de, dass es keine Hinweise auf Schnee gebe, es grundsätzlich im April aber immer nochmal schneien könne.

Naherholungsziel in Bayern: der Eibsee bei Garmisch-Partenkirchen.

Wetter an Ostern in Deutschland: Im Süden bleibt es länger schön als im Norden

Erstmeldung vom 31. März: München - Ostern. In der Coronavirus-Pandemie dienen die Feiertage sicher so manchem als Verschnaufpause. Und: Die Aussichten zwischen Karfreitag und Ostermontag sind sehr gut - zumindest für das Wetter im Süden Deutschlands.

Nur in den späten Stunden muss man hier mit kühlen Temperaturen rechnen. „Nachts kühlt es noch relativ stark ab. Es ist eben erst Anfang April. Das Hoch „Nicole“ zieht ab Freitag weiter nach Osteuropa“, erklärt Meteorologe Dominik Jung im Gespräch mit Merkur.de: „Danach kommt schon das nächste Hoch namens ‚Odette‘. Am Gründonnerstag hat es zum Beispiel in Südbayern nochmal um die 22 Grad. Ab Freitag wird es bei um die 14 Grad im Süden deutlich kühler. Das ist aber normal für diese Jahreszeit.“

Wetter an Ostern: Im Süden Deutschlands wird es sonnig und mild, im Norden wird es kühler

Ab Karfreitagmorgen müsse man deutschlandweit zwar über Ostern mit verbreitet Nachtfrost bei 0 bis 5 Grad und teilweise Luftfrost rechnen. Doch auf Schnee deutet laut Jung, Stand 31. März, nichts hin. „Die Schauer-Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Bis Ostersonntag wird es wohl keine Niederschläge geben. Stattdessen haben wir im Süden an Karsamstag und Karsonntag gebietsweise zwölf bis dreizehn Stunden Sonnenschein pro Tag“, sagt der Wetter-Experte: „Im Norden - Hamburg und Kiel, die Ecke -, kommt dagegen schon am Freitag Kaltluft an. Im Norden sind es über Ostern deshalb auch nur sechs bis maximal elf Grad.“

Aber immerhin bei wenig Wolken, auch hier komme oft die Sonne raus - mit einem angenehmen Nebeneffekt. „Wenn Sie sich Anfang April in die Sonne setzen, fühlt sich das viel wärmer an, manchmal wie 20 Grad“, erklärt Jung: „Wenn die Sonne rauskommt, ist es schön warm.“ Das gilt insbesondere für den Süden der Republik.

Wetter an Ostern in Deutschland: Nicht mehr so warm wie Ende März

So warm wie Ende März wird es indes erstmal nicht mehr. „Das neue Hoch leitet eine nördliche Strömung in Deutschland ein. Die Luftmassen kommen aus dem Norden, deswegen wird es kühler. Das aktuelle Hoch ‚Nicole‘ hat uns dagegen die Warmluftmassen aus Südwesteuropa, aus Richtung Spanien geschickt“, erklärt Jung: „Deswegen war es für Ende März so extrem warm. Jetzt haben wir die Veränderung von wärmeren zu kälteren Luftmassen.“

Und unmittelbar nach Ostern? Da erwartet Jung erstmal wechselhaftes Wetter: „Der April macht bekanntlich, was er will.“ (pm)

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