Der Winter bleibt erstmal

Wetter in Deutschland: Experte überrascht mit Schnee-Prognose - herbe Aussichten für Mai

Die frühlingshaften Temperaturen haben in den vergangenen Wochen bereits einen Vorgeschmack auf wärmere Zeiten gegeben, doch nun feiert der Winter tatsächlich nochmal ein Comeback.

Offenbach - Es waren traumhafte Wochenenden, die das frühlingshafte Wetter Deutschland in den vergangenen Wochen bereits beschert hatte. Doch der endgültige Frühling lässt noch auf sich warten, der Winter will sich einfach nicht verabschieden. Nun droht ein erneutes Winter-Comeback. Mützen und dicke Jacken können leider noch nicht im Schrank verschwinden.

Wetter in Deutschland: Viele Regionen müssen sich auf winterliches Wetter einstellen

In der neuen Woche müssen sich weite Teile Deutschlands auf winterliches Wetter einstellen. Polare Kaltluft, Schnee, Graupel und Werte im einstelligen Bereich sind zu erwarten. „Es bleibt für die Jahreszeit zu kalt“, fasst Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach die trüben Aussichten zusammen. Er macht zugleich wenig Hoffnung auf baldige
Besserung - frühlingshafte Wärme ist bis zum nächsten Wochenende nicht zu erwarten. 

Ganz so düster hatte es am Sonntag (11. April) gar nicht überall ausgesehen. Während der Südosten angenehme 21 Grad und Sonne geboten bekam, hatte der Nordwesten mit einer dicken Wolkendecke, kräftigem Regen und Werten von höchstens sechs Grad zu kämpfen. Für den Nachmittag wurden in Würzburg fast 20 Grad erwartet, im nur rund 130 Kilometer entfernten Koblenz rechnete der DWD mit gerade einmal fünf Grad.

Wetter in Deutschland: Es könnte wieder winterlich werden - Sogar Schneeregen möglich

Der Vorhersage zufolge ziehen die polare Kaltluft und mit ihr der Schnee allmählich auch in Richtung Süden und Südosten. Am Montag kann es im Erzgebirge und an den Alpen wieder winterlich werden. In anderen Landesteilen ist mit Schneeregen und Graupelschauern zu rechnen. Wer schon Pflanzen draußen hat, sollte sie gut einpacken.

Die Temperaturen bleiben tagsüber wie nachts meist einstellig. Frostige Nächte, kalte Tage sowie Regen und Graupel erwartet der DWD auch für den Rest der Woche. Verantwortlich dafür sei der fortgesetzte Zustrom polarer Kaltluft. Diese bremst den Hochdruckeinfluss aus.

Wetter in Deutschland: Bleiben kalte Temperaturen etwa auch im Mai oder sogar Juni?

Als wären die kalten Temperaturen im April nicht schon genug, berichtet der Focus über eine anhaltende Phase, die sich auch bis in die kommenden Monate ziehen könnte. Demnach könnte auch der Mai von verhältnismäßig kühleren Temperaturen als bislang gewohnt geprägt sein. In der Vergangenheit habe sich bereits gezeigt, dass der Mai und Juni ebenfalls kälter als üblich ausfallen, wenn auch der April eher winterlich kalt bleibt. Wie das Portal dabei weiter aufzeigt, habe sich dieses Wettermodell bereits in den Jahren 2004, 2008, 2012, 2013 und 2016 bewiesen. Ob die winterlichen Temperaturen tatsächlich auch einen kalten Mai mit sich ziehen, wird sich allerdings erst in den nächsten Wochen endgültig zeigen.

Wie wird das Wetter im Sommer 2021? Merkur.de fragte den Meteorologen Dominik Jung - nun gibt es eine Prognose.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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