Hoch „Ilonka“ in Deutschland

Frühlingswetter im Februar: Experte jubelt über „Omega-Lage“ - und nennt Datum für ihr Ende

  • Franziska Schwarz
    vonFranziska Schwarz
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Die Temperaturen sind in Deutschland aktuell teils höher als am Mittelmeer - das liegt an Hoch „Ilonka“. Den Winter sollte man aber noch nicht abschreiben.

Offenbach - Die Ursache für das frühlingshafte Wetter im Februar hat einen Namen: „Ilonka“. So heißt das Hochdruckgebiet, das auch in dieser Woche die Temperaturen in Deutschland auf zwischen 15 und 20 Grad steigen lässt. Der Weather Channel Germany erklärt das Phänomen genauer: „Es hat sich eine kräftige Omega-Lage ausgebildet, mit dem Zentrum über Deutschland.“

Der Meteorologe und Leiter des Portals, Jan Schenk, nennt Hochdruckgebiete sogar „die unangefochtenen Platzhirsche der Meterorologie.“ Warum? Seine Erläuterung für weather.com zusammengefasst:

  • Eine „Omega-Lage“ bezeichnet ein solches Hochdruckgebiet, und zwar eines von einer gewissen Größe.
  • Hochdruckgebiete steuern unter anderem den Jetstream (das sind Starkwindbänder in Höhen zwischen 15 und 50 Kilometern).
  • An den Rändern eines Omega-Hochs bilden sich stets zwei Tiefdruckgebiete („Sumpf“ oder „nasser Fuss“).

„Ilonka“ bringt Wärme nach Deutschland - Tiefdruckgebiet über Spanien

Die derzeitige Omega-Lage führt dazu, dass warme Sahara-Luft hierher fließt. Sonneneinstrahlung spielt im Februar für die Temperaturen noch nicht so eine Rolle. „Doch wenn es bei uns warm wird, dann muss es woanders kühler sein“, so Schenk.

Bei „Ilonka“ lägen die „Füße“ aktuell über Spanien und Südosteuropa - dort fließt die Kaltluft hin. Die Folge: Regen und Frische. „Die Höchstwerte in Spanien, Portugal und teilweise auch in Griechenland erreichen nur mit Mühe 15 Grad“, heißt es in dem Bericht.

Wetter in Deutschland: Nach Omega-Hoch kommt der Temperatursturz

Mit den erfreulichen „Ilonka“-Effekten hierzulande soll aber bereits am Freitag Schluss ein: „Doch auch wenn ein Omega-Hoch zu den stabilsten Wettersystemen überhaupt gehört, hat auch diese Wetterlage irgendwann ein Ende.“

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass im Wochenverlauf vielerorts Nebel aufkommt, und es auf vier bis sieben Grad abkühlt. Dabei soll es aber weitgehend trocken bleiben.

Frühlingshaftes Wetter im Februar - und wohl Wintereinbruch im März

Nicht nur Nebel, auch der Saharastaub, der mit der süd- bis südwestlichen Strömung nach Deutschland gelangt, kann den Himmel zumindest zeitweise milchig-trüb erscheinen lassen. Nach Einschätzung des Weather Channel Germany (wie auch von anderen Instituten) sollte man das Phänomen „Ilonka“ jetzt genießen: „Es wird noch ein Wintereinbruch im März erwartet.“ (frs)

Rubriklistenbild: © David Gannon/AFP

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