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Wetter in Deutschland: Schnee-Alarm und „locker minus 15 Grad“ in Landesteilen

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Von: Martina Lippl

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Orkan „Harry“ wirbelt das Wetter in halb Europa durcheinander. Dazu nimmt uns ein Tief über Italien in die Zange. Eine neue Schneeladung ist im Anmarsch.

Update vom 9. Dezember, 13.22 Uhr: Die nächsten Schlechtwetterfronten sind im Anmarsch! Vom Westen und Südwesten zieht Tief „Justus“ auf und das bedeutet: weitere Schneefälle am Freitag. In der Kölner Bucht, im östlichen Ruhrgebiet oder am Oberrhein kann es schneien, teilt das Wetterportal wetteronline.de mit. Oberhalb 400 Meter gehen Niederschläge durchweg als Schnee nieder.

Bevor das Tauwetter kommt, wird es richtig kalt. „Im Süden gibt es über dem Neuschnee mal locker minus 15 Grad am Freitagmorgen“, prognostiziert Meteorologe Jan Schenk von weather.com. Kempten erwartet, laut dem Wetterexperten, die kälteste Nacht seit fast 300 Tagen - seit dem 14. Februar 2021. Es sei kein Wunder, denn über dem frischen Neuschnee würde es immer sehr kalt und im Allgäu liege viel Schnee. Doch die Wetterlage stellt sich seiner Vorhersage nach um. Eine große Warmluftblase wird nach Mitteleuropa gepumpt. Ein mächtiger Orkan über dem Atlantik ist schon auf dem Weg.

Wetter in Deutschland: Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee

Update vom 9. Dezember, 8.13 Uhr: Schnee, Schnee und Schnee! Im Süden Deutschlands ist in der Nacht zum Donnerstag einiges an Neuschnee zusammengekommen. Im Allgäu und im Werdenfelser Land sind schon bis zu 20 Zentimeter gefallen, teils sogar schon 30 Zentimeter. In den Staulagen des Oberallgäus meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) teil 40 Zentimeter Neuschnee.

Bis heute Nachmittag halten leichte Schneefälle im Süden und Osten weiter an. Mit 1 bis 5 Zentimeter ist zu rechnen. In den Staulagen der Alpen - und Mittelgebirge kann es bis zu 10 Zentimeter geben.

Im Westen und Südwesten sind am Nachmittag und Abend oberhalb von etwa 400 bis 600 Meter Schneeschauer mit 1 bis 4 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.

Vorsicht, auf den Straßen! Verkehrsteilnehmer müssen sich weiterhin auf Glätte durch Schnee und Schneematsch einstellen.

Experte prognostiziert bis zu 50 Zentimeter Neuschnee

Update vom 7. Dezember, 13.12 Uhr: Orkan „Harry“ trifft am Dienstag auf Irland (dort Orkan „Barra“ genannt). Für die Westküste Irlands gilt die höchste Warnstufe. Der Wetterdienst warnt vor heftigen Winde, zerstörerische Wellen und auch Schnee auf den britischen Inseln. Deutschland muss sich vor „Harry“ kaum fürchten. Doch die Wetterlage bringt reichlich Schnee für die Alpen. Denn, ein Tief über Italien macht sich in bereit. In manchen Regionen erwarten Wetterexperten bis zu 50 Zentimeter Neuschnee.

Wetterexperte: „Harry löst kleine Schneebombe im Süden aus“

In der Nacht auf Mittwoch kommt der erste Regen im Westen an. „Dieser geht dann langsam in Schnee über, je weiter Harry nach Osten vorankommt“, erklärt Meteorologe Jan Schenk von weather.com. „Dieser Harry löst eine kleine Schneebombe im Süden Deutschlands aus.“ Und da kommt eine ganze Menge Schnee runter.

„Harry“ und das Tief über Norditalien bringen bis 50 Zentimeter Neuschnee, prognostiziert auch Meteorologe Carlo Pfaff von wetter.de. Der Wetterexperte ist sich sicher: „In den tieferen Lagen dürften es um die 5 bis 15, im Allgäu sogar 30 bis 50 Zentimeter werden.” Eine Schneeladung könnte es dann für den Südwesten Bayerns bis nach Franken geben. Bis Donnerstagvormittag sei in diesen Regionen mit ergiebigen Schneefällen zu rechnen.

Wer den Schnee genießen will, sollte das aber schnell tun, legt Wetterexperte Schenk Schnee-Liebhaberinnen und Liebhabern ans Herz. „Am Sonntag wird es schon wieder wärmer und da wird der Schnee wieder wegschmelzen.“

Glatteis-Alarm! DWD warnt vor gefrierenden Regen - Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee

Vor Glatteis durch gefrierenden Regen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktuell Mittwochnacht sowie Mittwochfrüh im Südwesten und Süden. Mit Schneefall rechnen die DWD-Experten oberhalb 400 bis 800 Metern mit Schneefall, besonders in Bayern. Im Allgäu könnten bis 20 Zentimeter Neuschnee bis Mittwochabend vom Himmel fallen. In Schwaben und Oberbayern gibt es bis zu 10 Zentimeter.

„Fahrt vorsichtig und vermeidet unnötige Fahrten“ Polizei warnt via Twitter

Update vom 7. Dezember, 12.49 Uhr: Schneefront „Gerrit“ „Gerrit“ brachte in der Nacht auf Dienstag Schnee und Glätte. Meist vielen jedoch nur einige Zentimeter Neuschnee, doch das genügte in einigen Regionen. Auf der Autobahn in Nordrhein-Westfalen kämpften Lkws mit den winterlichen Straßenverhältnissen. Nach starken Schneefällen stellte sich ein auf der A45 bei Freudenberg stellte sich ein LKW quer. Am Kreuztal-Kronach steckte ein Lkw fest und kam den Berg nicht hoch.

In den höher gelegenen Regionen in Hessen sorgte der Wintereinbruch am frühen Morgen auf den Straßen für festgefahrene Lastwagen, Busverspätungen und Unfälle. Auf einer Bundesstraße bei Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus-Kreis) geriet am Dienstagmorgen ein Lastwagen ins Rutschen und stellte sich quer, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Bei den meisten Unfällen blieb es bei Sachschäden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Im Lahn-Dill-Kreis und in Marburg gingen am frühen Morgen bei der Polizei mehrere Anrufe wegen rutschenden Bussen oder Lastwagen ein. Auf Twitter warnt die Polizei in Mittelhessen derzeit vor glatten Straßen und rät von unnötigen Fahrten ab.

Winter-Alarm: Jetzt kommt die Schneefront

Erstmeldung vom 6. Dezember 2021

München - Aus dem Westen droht eine Schneefront. Tief „Gerrit“ schiebt sich in einem Streifen vom Allgäu - Fränkische Alb - Rhön - Ostwestfalen bis nach Bremen. Eine „weiße Überraschung“ kann es dort am Dienstagfrüh geben, teilt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit. „Besonders betroffen sind die Regionen zwischen Nordsee und Schwarzwald.“

Winter in Deutschland: Schneefront aus dem Westen droht

Tatsächlich sei mal bis ganz runter mit weißen Flocken zu rechnen. „Auf den Straßen kann es richtig glatt werden“, warnt der Wetterexperte. „Unter 200 bis 300 Meter ist es meist nur Schneematsch, darüber auch schneebedeckte Straßen.“

Die Höchstwerte beim Wetter* liegen zwischen -1 Grad in Vorpommern und 7 Grad am Oberrhein. „Im Nordosten stellt sich leichter Dauerfrost ein, mehr als 0 Grad werden dort kaum erreicht. Dort ist es winterlich, sonst eher schmuddelig und nasskalt“, fasst Wetterfrosch Jung zusammen.

Schnee* bis ins Tiefland am Dienstagmorgen ist auch laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) möglich. Die vom Westen aufkommenden Niederschläge gehen demnach oberhalb von 300 bis 400 Meter durchweg als Schnee nieder, in tieferen Lagen teils als Regen, teils als Schnee. Bis Dienstagmittag rechnen die DWD-Experten mit: „Neuschneemengen meist zwischen 1 und 4 Zentimeter und Glätte durch Schneematsch. Im Südstau der westlichen und südwestlichen Mittelgebirge örtlich auch 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee.“ Die Schneefront komme bis Nachmittag und Abend in den Osten voran. Dort sei meist mit leichtem Schneefall und Neuschneemengen von 1 bis 4 Zentimetern zu rechnen.

Schneefront zieht aus dem Westen auf. Aus Westen ziehen Niederschläge auf, die fallen anfangs bis runter als Schnee, dahinter eher als Schneeregen und Regen!
Schneefront zieht aus dem Westen auf. Aus Westen ziehen Niederschläge auf, die fallen anfangs bis runter als Schnee, dahinter eher als Schneeregen und Regen! © wetterdata.de

Wetter in Deutschland: So geht es in den kommenden Tagen weiter

Montag (6.12)0 bis 6 Grad, nasskaltes Schmuddelwetter, viele Wolken, kaum Sonne und etwas Schneeregen oder Regen
Dienstag (7.12)-1 bis 6 Grad, aus Westen Schnee und Schneeregen, sonst trocken und meist nasskalt
Mittwoch (8.12)-1 bis 6 Grad, durchwachsen, im Nordosten leichter Dauerfrost, sonst stellenweise etwas Schnee oder Schneeregen
Donnerstag (9.12): -2 bis 6 Grad, nasskaltes Wetter mit Schneeschauern und Schneeregen
Freitag (10.12)0 bis 5 Grad, wechselhaft, immer wieder Regen und Schneeregen
Samstag (11.12)-1 bis 4 Grad, durchwachsen, immer wieder Schneeregenschauer
Dritter Advent - Sonntag (12.12)0 bis 6 Grad, milder und Regenschauer, etwas Sonne

Winter-Prognose: Die Aussichten auf den Dezember 2021

„Der Winter kann sich weiterhin nicht dauerhaft etablieren. Der Dezember 2021 ist kein Vergleich zum letzten extrem kalten Dezember 2021. Der brachte damals um diese Zeit schon in ganz Deutschland Schneemassen bis runter und Nachtfrost unter minus 20 Grad. Dagegen erleben wir aktuell wieder einen Dümpelwinter: nasskalt und einfach nur Schmuddelwetter“, sagt Meteorologe Jung.

Ab dem 3. Advent wird es wohl noch etwas milder werden. Einzelne Wettermodelle rechnen im Südwesten sogar mit 13 oder 14 Grad. Weiße Überraschungen und etwas Winter gibt es meist nur nachts. Dann können die Straßen kurzzeitig sehr glatt und rutschig werden.
(ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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