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Wie wird das Sommer-Wetter 2022? Experte: Prognose „sieht nicht wirklich gut aus“

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Von: Anna Lehmer

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Zwei Bäume ragen über ein mit trockener Erde bedecktes landwirtschaftliches Feld.
Der Mai startet wechselhaft. Die Folgemonate könnten stellenweise große Trockenheit mit sich bringen. © picture alliance/dpa | Nicolas Armer

April und März zu trocken, der Mai launisch und kühl: Das Wetter in Deutschland lässt derzeit zu wünschen übrig. Auch für den Sommer sehen die Prognosen schlecht aus.

München - An diesem Sonntag beginnt der Wonnemonat Mai, doch wettertechnisch macht sich ein Wechsel nicht wirklich bemerkbar. Die Wetter-Aussichten für den 1. Mai sind nicht schlecht, dennoch lassen warme Sonnenstrahlen auf sich warten. Bei der Mai-Wetter-Prognose legte sich der Experte Dominik Jung bereits fest. Nun hat er den Blick auf die kommenden Monate geweitet. Bis Ende August könnte sich in manchen Teilen Deutschlands eine große Trockenheit ausbreiten.

Wetter-Prognose sieht laut amerikanischen Wetterdienst „nicht wirklich gut aus“

„Die Prognose vom amerikanischen Wetterdienst NOAA sieht nicht wirklich gut aus“, erklärt der Meteorologe Jung vom Wetterdienst wetter.net mit Blick auf das CFS-Modell (Climate forecast system). Dieses rechne mit trockenen Monaten bis in den August hinein. Bis Mitte Mai lässt sich weder große Hitze noch klirrende Kälte vorhersagen. Der US-Wetterdienst NOAA prognostiziert für den Norden Deutschlands ausgeglichene Niederschlagsmengen. Der Süden muss sich jedoch auf einen zu nassen Mai einstellen. Und was ist mit den Eisheiligen? In einer ersten Trendprognose für den Mai 2022 war der Spielraum dafür noch groß.

Wetter im Juni und Juli könnte vielerorts kaum Niederschläge bringen

Wer im Juni auf Niederschlag hofft, dürfte deutlich enttäuscht werden. Wie bereits der März ist auch der Sommermonat deutlich zu trocken. Im Süden des Landes, im Westen und in der Mitte erwartet der Wetterdienst kaum Regen. „Nur im Norden und Nordosten werden ausgeglichene Niederschlagsmengen angekündigt“, erklärt der Wetter-Experte Jung. Auch der Juli bringt keine großen Veränderungen. Mancherorts könnte es weniger Regenfälle geben als es für Mensch und Natur ideal wäre.

Meteorologe über August-Wetter: „Keine großen Regensummen zu sehen“

Der August folgt in manchen Teilen des Landes dem Trockenheits-Trend. Im Osten und Süden kündigt NOAA zu wenig Niederschlag an, im Norden hingegen normale Regenmassen. Der Westen könnte in diesem Monat sogar etwas zu nass werden. Für ganz Deutschland sind „da keine großen Regensummen zu sehen“, so Jung. „Nach dem sehr trockenen März und dem zu trockenen April bräuchten wir dringend mehr flächendeckenden Niederschlag. Der scheint sich aber nicht einstellen zu wollen“. Allerdings, so der Experte, handelt es sich dabei nur um Prognosen. (ale)

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