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Wärmster Winter aller Zeiten?

Von närrisch zu stürmisch: Erkältungswetter kommt

Offenbach - Die letzten Tage hat das Wetter alle Narren zum Narren gehalten. Der Winter hat sich bisher kaum blicken lassen. Jetzt steht uns buchstäblich eine schauerliche Zeit ins Haus.

Stürme und reichlich Regen haben den Karneval beziehungsweise den Fasching überall so ziemlich ins Wasser fallen lassen. Davor haben wir den wärmsten November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1761 erlebt, dem der wärmste Dezember seit Messbeginn folgte. Auch der Januar war überdurchschnittlich warm, und der Februar tut es ihm bisher gleich. Wenn das so weitergeht, werden wir vom wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen reden können. 

Allerdings sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net für die nächsten Tage sinkende Temperaturen voraus. Mit Höchsttemperaturen zwischen 5 und 10 Grad, im höheren Bergland um 2 Grad, wird es also nicht mehr so mild wie bisher.

Heute ist es überwiegend stark bewölkt und es breiten sich von Süden und Westen her wiederholt schauerartige Niederschläge nordostwärts aus. Oberhalb 300 bis 400 m fällt durchweg Schnee. Zwischen Sachsen und Ostseeküste sind Niederschläge seltener, teils ist es längere Zeit trocken und vereinzelt sind auch Auflockerungen möglich. Der Wind weht meist mäßig aus Südwest. An der Küste, in höheren Berglagen sowie allgemein in der Südhälfte muss mit starken bis stürmischen Böen gerechnet werden. Auf den Berggipfeln kommt es zu schweren Sturmböen.

In der Nacht zum Donnerstag erwarten uns schauerartige Niederschläge, die jedoch vorübergehend nachlassen und oberhalb von etwa 400 bis 500 Metern als Schnee fallen. Es sind Tiefsttemperaturen zwischen 4 und 0 Grad zu erwarten. Im Bergland besteht bei leichtem Frost zwischen 0 und -5 Grad Glättegefahr.

"Bestes Erkältungswetter"

Ein durchgreifender Flachlandwinter ist allerdings nicht in Sicht. "Lediglich in den mittleren und höheren Lagen kann es vorübergehend mal etwas weiß werden. Unten bleibt es weitgehend nass-kalt. Es herrscht bestes Erkältungswetter“ erklärt Wetterexperte Jung.  

dpa/mm

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