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„Kaltluft fliegt wie eine Wasserbombe nach Südeuropa“: Temperaturen in Deutschland rauschen brutal ab

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Von: Martina Lippl

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Mit dem Sommerwetter in Deutschland ist es erstmal vorbei. Vom Norden her zieht Kälte und sehr viel Regen auf.

München - Regen, Gewitter und kräftiger Wind - dazu Höchstwerte von 16 bis 20 Grad. Die Wetter-Prognose für Deutschland sieht ziemlich mies aus. Regentief „Nick“ bringt einen Kälteeinbruch nach Deutschland.

Aktuell liegt das Tiefdruckgebiet mit Kern über Skandinavien - „im Bereich des Bottnischen Meerbusens“, twittert der Deutsche Wetterdienst (DWD). An diesem Mittwoch zeige sich vielerorts noch die Sonne, bevor von Norden dichte Wolken aufziehen. Doch das Tief „Nick“ zieht von Schweden über die Ostsee nach Polen. An der Küste ist es bereits recht windig. Der DWD warnt vor Sturmböen bis 70 km/h (Bft 8). Auch am Brocken im Harz kann es recht stürmisch werden.

Wetter in Deutschland: „Die Kaltluft fliegt wie eine Wasserbombe nach Südeuropa“

Wetter in Deutschland: Tief „Nick“ ist auf dem Satellitenfoto des Deutschen Wetterdienst gut zu sehen.
Wetter in Deutschland: Tief „Nick“ ist auf dem Satellitenfoto des Deutschen Wetterdienst gut zu sehen. © Twitter screenshot DWD

Herbstliche Stimmung statt Sommer sind angesagt. Deutschland wird mit Kaltluft geflutet, doch die erreicht auch Südeuropa, erklärt Meteorologe Jens Schenk von The Weather Channel. „Die Kaltluft fliegt wie eine Wasserbombe nach Südeuropa und kühlt dort weite Teile stark ab“, formuliert der Wetterexperte. Mit der großen Hitze sei es in Norditalien vorbei. Auch Kroatien, Ungarn und Polen seien davon betroffen. Nur in Spanien und Griechenland bleibt es, laut Schenk, weiter sommerlich warm.

Wetter in Deutschland: Tief „Nick“ nistet sich über Polen ein

In Deutschland ist der Hochsommer jedenfalls erstmal vorbei. Das kräftige Tief Nick nistet sich über Polen ein und schaufelt feuchte Luftmassen nach Deutschland. Am Freitag ist deutschlandweit mit Schauern und kurzen Gewitter zu rechnen, vor allem in den Staulagen der Mittelgebirge und an der Ostsee schüttet es. Starkregen mit 20 l/m² innerhalb weniger Stunden, sind laut den DWD-Wetterexperten möglich.

Wetter-Alarm: Starkregen-Gefahr an der Ostsee, in den Mittelgebirgen und im Alpenraum

Vor allem in der Osthälfte sowie an den Alpen deuten die Wettermodelle größere Regenmengen an, warnt auch der Wetterkanal kachelmannwetter.com. Im Erzgebirge und an den Alpen werden die Höchstwerte am Wochenende teils unter 15 Grad liegen, so Meteorologe Lars Dahlstrom. Österreich erwartet Neuschnee im Gebirge. In den Bergen oberhalb 2.000 Metern kann bereits am Freitag schneien, teilt die österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) meist zwischen 2000 und 2300 Metern Seehöhe. 

Dauerregen ist auch am Sonntag angesagt. Dabei sind in Mecklenburg-Vorpommern, im nördlichen und östlichen Mittelgebirgsraum (vor allem Harz und Erzgebirge) und an den Ostalpen Dauerregenmengen über 30 Milliliter, laut der aktuellen DWD-Prognose möglich. Ob es zum Start in die Woche weiter so regnerisch bleibt, wird sich zeigen. Der DWD aktualisiert seine Wettergefahren-Vorhersage laufend. In der neuen Woche sieht es nach einer langsamen Wetterberuhigung mit mehr Sonnenschein von Westen her aus. Auch etwas wärmer soll es werden. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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