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Sturmgefahr am Mittelmeer: Starke Regenfälle am Freitag erwartet

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Von: Victoria Krumbeck

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Bislang zeigt sich der Herbst von seiner kühlen Seite. Über dem Mittelmeer braut sich ein Sturm zusammen und in Deutschland bleibt es zum langem Wochenende weiterhin nass und grau.

München - Hurrikane „Ian“ treibt momentan sein Unwesen im Südosten der USA und sorgt für schwere Verwüstungen und Todesopfer. Auch über dem Mittelmeer braut sich ein Sturm zusammen, der vor allem Italien und den Balkan treffen wird. Erst vor einigen Tagen kam es in Italien zu Überschwemmungen durch Starkregen. Nun droht ein neues Unwetter. In Deutschland spielt das Wetter trotz des bevorstehenden langen Wochenendes nicht mit. Auch bei uns wird es stürmisch und nass.

Sturm-Gefahr am Mittelmeer: Schwere Gewitter und Starkregen möglich

Der Blick auf die europäische Wetterkarte zeigt schwere Gewitter in Italien, Österreich, im Balkan, aber auch Tschechien, Polen und in der Ukraine. Doch besonders am Mittelmeer wird es ungemütlich. „Teilweise ungemütlich geht es zurzeit rund um das Mittelmeer zu. Vor allem von Italien bis zum Balkan muss mit kräftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Auch vom Norden Spaniens über die Pyrenäen bis zu den Balearen ist die Unwettergefahr erhöht“, erklärte Meteorologe Martin Pscherer von Wetter.de.

Über dem Mittelmeer braut sich ein Sturm zusammen. Betroffen sind vor allem Italien und der Balkan. Es ist mit Starkregen und Gewittern zu rechnen.
Ein Sturm über der Amalfiküste Mitte September. © Bernd März/IMAGO/B&S/

Bereits am Montag warnte Meteorologe Alban Burster vor Stürmen am Mittelmeer. Nachdem Tropensturm „Hermine“ auf den Kanaren für massive Regenfälle sorgte, waren schon die nächsten Tiefdruckgebiete zu sehen. Betroffen seien vor allem die kroatische Adriaküste und der Westbalkan. Burster kündigte bis zu 400 Liter Regen auf den Quadratmeter an. Auch Griechenland, Zentral-Italien, Korsika und Sardinien müssen sich auf starke Niederschläge vorbereiten.

Unwetter am Mittelmeer: Sturm-Gefahr steigt im Herbst

Besonders im Herbst steigt die Unwetter-Gefahr in den Mittelmeer-Regionen an. Wenn die Tiefdruckgebiete mit ihren kalten Luftmassen auf das warme Wasser des Mittelmeeres treffen, entstehen häufig starke Gewitter. Da dieses Jahr die Mittelmeertemperaturen besonders hoch sind, steigt die Gefahr schwerer Unwetter. Daher könnten sich auch Tropensturm-ähnliche Sturmtiefs bilden - auch Medicanes genannt.

Auch in Deutschland wird in den nächsten Tagen nass und stürmisch. Denn von Großbritannien aus zieht das Tief „Walburga“ hinein und sorgt dort für kräftige Regenschauer sowie schwere Sturm- und Orkanböen. „Danach erreichen die Ausläufer zwar auch Deutschland und sorgen hier ausgerechnet zum Wochenende ebenfalls für fieses Schmuddelwetter. Die Unwettergefahr bleibt bei uns aber immerhin deutlich geringer“, erklärte Pscherer.

In den Oktober dürften wir freudiger blicken, denn neue Wettermodelle gehen in Deutschland von Temperaturen von fast 30 Grad aus. (vk)

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