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Eiskalte Ostern stehen uns bevor.

Minus 19 Grad!

Eiskalter Frühling - auch an Ostern

Offenbach - Auf dem Brocken sind am frühen Sonntagmorgen mit minus 17 Grad die niedrigsten Frühlingstemperaturen seit mehr als 50 Jahren gemessen worden. Und für Ostern ist keine Besserung in Sicht.

Der Winter lässt sich aus Deutschland einfach nicht vertreiben. Noch immer bibbern die Menschen bei frostigen Minusgraden. Besonders eisig war es in dem brandenburgischen Dorf Coschen: Mit minus 19 Grad war es in der Nacht zum Sonntag der kälteste Ort Deutschlands. „Ende März ist es in Brandenburg noch nie so kalt gewesen seit der Wetteraufzeichnung“, sagte Eva Wille vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Potsdam.

Auch auf dem Brocken war es wenig kuschelig. Mit minus 17 Grad wurden dort am frühen Sonntagmorgen die niedrigsten Frühlingstemperaturen seit mehr als 50 Jahren gemessen. In Nordrhein-Westfalen dagegen ließen sich einige Hartgesottene nicht abschrecken und eröffneten trotz winterlicher Temperaturen die Freibadsaison.

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„Der erste Badegast ist mit Pelzmütze ins Wasser gegangen“, sagte ein Sprecher des Freibads im Münsterland. Als einige Badegäste am frühen Morgen erste Bahnen schwammen, habe das Thermometer draußen noch minus sieben Grad angezeigt. „Der Wind, der hier reinpfeift, ist ganz schön kalt.“ Allerdings war es im Becken deutlich angenehmer - das Wasser war 25 Grad warm.

Ansonsten schwörten die Menschen bundesweit auf dicke Winterjacken, Schals und Handschuhe. Kein Wunder, in Sachsen-Anhalt beispielsweise war es nach DWD-Angaben bitterkalt. So wurden für Genthin minus 15 Grad und Harzgerode minus 14 Grad gemeldet. Frostige Luft aus Osteuropa bescherte auch Thüringen in der Nacht zu Sonntag zweistellige Minusgrade. Das Thermometer sank laut DWD in mehreren Städten wie Weimar und Gera auf bis zu minus zwölf Grad. Im Bergland war es sogar noch kälter. Der Rekord für diesen Monat wurde allerdings nicht gebrochen - Mitte März wurden in Starkenberg minus 17,6 Grad gemessen.

Anders in Berlin. Dort sanken die Temperaturen in der Nacht auf Rekordtiefe. An einer Messstation im äußersten Südosten der Stadt wurden am Wochenende minus 17 Grad gemessen. „Das ist für Berlin ein Rekord“, sagte eine DWD-Meteorologin. Ende März sei es in Berlin seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie so kalt gewesen.

Diese extreme Kälte nachts und am frühen Morgen sei auf das Hochdruckgebiet „Jill“ zurückzuführen, das Polarluft aus dem Nordmeer nach Mitteldeutschland bringe. Zwar schmilzt der Schnee im Norden allmählich in der März-Sonne, aber ob er bis Ostern komplett wegtaut, ist noch nicht klar. „Mit dem Dauerfrost dürfte es ab Mittwoch vorbei sein, die Nachtfröste werden allerdings bis über Ostern andauern“, sagte Meteorologe Hartmann. Tagsüber werden die nächsten Tage noch kalt mit Höchstwerten etwas über null Grad. Zur Wochenmitte wird es überall milder, aber die 10 Grad-Marke wird zu Ostern voraussichtlich nur im Süden übersprungen - „allerdings zum Preis von wiederholtem Regen“, sagte Hartmann.

dpa

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