+
Die Asiatische Tigermücke ist der Überträger des Zika-Virus. Foto: US CfDCaP

WHO: Sechs Monate Safer Sex nach Rückkehr aus Zika-Gebieten

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät angesichts der Gefahr von Missbildungen bei Babys durch das Zika-Virus zu stärkeren Vorsichtsmaßnahmen als bisher.

Frauen und Männer sollten nach der Rückkehr aus Regionen, in denen Zika verbreitet ist, mindestens sechs Monate lang Safer Sex praktizieren oder Abstinenz üben, erklärte die WHO in Genf.

Bisher hatte die Organisation dies für einen Zeitraum von zwei Monaten empfohlen. Nach Erkenntnissen ihrer Experten kann der Zika-Erreger durch ungeschützten Sex übertragen werden und bei Kindern im Mutterleib zu Schädelmissbildungen (Mikrozephalie) führen. Virus-Experten aus mehreren Ländern hatten kürzlich bei einer WHO-Beratung darauf hingewiesen, dass noch unklar sei, wie lange nach einer Infektion das Virus tatsächlich durch Samenflüssigkeit übertragen werden kann.

Für Regionen, in denen Zika verbreitet ist, rät die WHO bereits seit längerem zu Safer Sex - sofern nicht eindeutig klar ist, dass beide Partner frei von dem Virus sind. Jetzt empfahl die WHO für diese Regionen zusätzlich, dass die Öffentlichkeit besser informiert und das ganze Spektrum von Verhütungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird.

Aktuelle WHO-Empfehlung

WHO-Fakten zu Zika

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sattelschlepper verliert nach Kollision tausende Flaschen Bier
Mehrere Tausend Flaschen Bier sind bei einem Unfall in Niedersachsen auf der Straße gelandet.
Sattelschlepper verliert nach Kollision tausende Flaschen Bier
Zehn Todesopfer nach Lastwagen-Tragödie in Texas
Zehn Menschen sterben bei einem illegalen Transport auf amerikanischen Boden. 30 Einwanderer können verletzt aus einem überhitzten Lkw-Anhänger in San Antonio gerettet …
Zehn Todesopfer nach Lastwagen-Tragödie in Texas
Kettensägen-Attacke: Täter flüchtig - Fielen Schüsse im Wald?
„Sonderlage“ in Schaffhausen: Am Montagvormittag hat ein Obdachloser mit einer Kettensäge fünf Menschen angegriffen und verletzt. Die Innenstadt war stundenlang …
Kettensägen-Attacke: Täter flüchtig - Fielen Schüsse im Wald?
US-Forscher: Der Mond ist überraschend nass
Mondforscher hätten eine Menge Wasser auf den Mond mitzuschleppen. Vielleicht aber auch nicht: Einer neuen Analyse zufolge ist der Erdtrabant gar nicht so knochentrocken …
US-Forscher: Der Mond ist überraschend nass

Kommentare