+
Im März will die Weltgesundheitsorganisation ein Expertentreffen einberufen, um neue Strategien im Kampf gegen die Mücken zu finden, die das Zika-Virus übertragen. Foto: Christian Bruna

WHO: Zika-Forschung zu Mikrozephalie dauert noch Monate

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet erst in vier bis sechs Monaten mit Klarheit über einen möglichen Zusammenhang zwischen Zika und einer Schädelfehlbildung bei Babys.

Das Virus steht im Verdacht, nach der Infektion einer Schwangeren die sogenannte Mikrozephalie ihres Ungeborenen zu verursachen. Neugeborene, deren Mütter sich am Anfang der Schwangerschaft angesteckt haben, sind nach WHO-Auskunft besonders häufig betroffen. Daher müsse die WHO für weitere Erkenntnisse auf die Geburt dieser Kinder warten, teilte die Behörde mit.

Die Verbindung zwischen Zika und dem seltenen Lähmungssyndrom Guillain-Barré könnte deutlich schneller ermittelt werden, weil Erwachsene betroffen seien. Zika ist bisher in etwa 40 Ländern nachgewiesen worden, am stärksten ist Brasilien betroffen.

Um eine mögliche Infektion durch Geschlechtsverkehr auszuschließen, rät die WHO Touristen, mindestens vier Wochen lang nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Gebieten nur geschützten Sex zu haben oder abstinent zu bleiben. Schwangere Frauen und Bewohner aus gefährdeten Gegenden sollten diese Regeln generell befolgen.

Von 7. bis 9. März will die WHO ein Expertentreffen einberufen, um neue Strategien im Kampf gegen die Mücken zu finden, die das Zika-Virus übertragen.

Papst Franziskus hatte künstliche Verhütungsmittel nicht mehr strikt ausgeschlossen, wenn es um eine Bedrohung wie das Zika-Virus geht. Verhütung sei "nichts absolut Böses" und sei in einigen Fällen sogar einleuchtend, sagte das katholische Kirchenoberhaupt nach Vatikanangaben auf dem Rückflug von Mexiko nach Rom. Die katholische Kirche lehnt Verhütungsmittel eigentlich ab.

WHO-Fakten zu Zika

Aktionsplan

Verhütungstipps

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Immer mehr Drohnen-Vorfälle an Flughäfen
Wenn eine Drohne in ein Triebwerk gerät, drohen tödliche Unfälle. Bislang gab es noch kein solches Unglück. Aber die Gefahr steigt.
Immer mehr Drohnen-Vorfälle an Flughäfen
Streit um Hitler-Glocke: Aussagen haben keine rechtliche Folgen
Umstrittene Äußerungen über die sogenannte Hitler-Glocke von Herxheim am Berg und über den Nationalsozialismus haben für den ehemaligen Bürgermeister des pfälzischen …
Streit um Hitler-Glocke: Aussagen haben keine rechtliche Folgen
Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico erreicht
Der Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico erreicht. Nach der Zurückstufung auf Stufe vier ist das Auge des Hurrikans nahe der Stadt Yabuoca auf die Insel getroffen.
Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico erreicht
Mann verwechselt Post mit Polizeirevier
Für Gelächter hat am Mittwoch ein Mann in Pforzheim gesorgt. Er wollte sein Paket in einem Polizeirevier abgeben.
Mann verwechselt Post mit Polizeirevier

Kommentare