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Brennende US-Flagge (Archivbild): Der wichtige CIA-Informant Hassan Ghul hat sich wieder der Terrororganisation Al-Kaida angeschlossen.

Wichtiger CIA-Informant kehrt zu Al-Kaida zurück

Washington - CIA-Informant Hassan Ghul gab einen entscheidenden Hinweis zur Auffindung und Ausschaltung von Al-Kaida-Boss Osama bin Laden. Jetzt hat Ghul sich wieder dem Terrornetzwerk angeschlossen.

Ein bei der Jagd nach Osama bin Laden überaus wichtiger Informant der CIA hat sich nach Informationen aus US-Geheimdienstkreisen nach seiner Freilassung aus einem Geheimgefängnis erneut dem Terrornetzwerk Al-Kaida angeschlossen. Hassan Ghul war demnach bereits 2006 noch unter der Regierung von George W. Bush freigelassen worden.Kurz nachdem die CIA beschlossen hatte, ihre Geheimgefängnisse zu schließen, brachte sie das Al-Kaida-Mitglied Hassan Ghul in seine Heimat Pakistan, das bereits seit dessen Gefangennahme zwei Jahre zuvor dessen Freilassung gefordert hatte. Pakistan hielt Ghul mindestens ein Jahr fest, bevor er entlassen wurde und schließlich seinen Weg zurück zur Al-Kaida fand, um der Organisation bei Vorhaben gegen die USA zu helfen, berichten frühere und aktuelle Mitarbeiter des US-Geheimdienstes.

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Die Enthüllung, dass Ghul von Pakistan freigelassen wurde, hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine besondere Brisanz. Schließlich sind die amerikanisch-pakistanischen Beziehungen seit der Tötung Osama bin Ladens in seinem pakistanischen Versteck in erhebliche Schieflage geraten. In Washington fragen sich seitdem viele, inwieweit Islamabad im Kampf gegen den Terrorismus noch als vertrauenswürdiger Partner angesehen werden kann.

Eine Festnahme lehnte der pakistanische Geheimdienst ab

Früheren CIA-Mitarbeitern zufolge war Ghul Teil des Netzwerkes von Al-Kaida-Cheflogistiker Abu Zubaydah. Jahrelang hatte der US-Geheimdienst Druck auf Pakistan ausgeübt, Ghul festzunehmen, um nach dem 11. September 2001 festzustellen, dass dieser sich in sicheren Häusern in der Region Lahore versteckt gehalten hatte, die der Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba gehören, die für den Terroranschlag im indischen Mumbai 2008 verantwortlich gemacht wird. Doch eine Festnahme Ghuls lehnte der pakistanische Geheimdienst ISI ab.

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Im Januar 2004 wurde Ghul dann früheren CIA-Angehörigen zufolge im Norden Iraks geschnappt, als er sich dort nach dem US-Einmarsch mit irakischen Al-Kaida-Mitgliedern treffen wollte, um die Invasoren zu bekämpfen. Aufseiten Pakistans reagierte man entsprechend zornig und forderte Ghuls Freilassung.

Doch der wurde zunächst zum Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan und später in ein CIA-Geheimgefängnis in Osteuropa verlegt, wo er von einem wichtigen Kurier berichtete, der bin Laden sehr nahe stand. Die CIA gelangte später zu dem Schluss, über diesen Kurier möglicherweise den Al-Kaida-Chef selbst zu finden.

Ghul soll Beziehungen zur Lashkar-e-Taiba unterhalten haben

Als später in aller Eile die Geheimgefängnisse aufgelöst werden sollten, bot Pakistan an, Ghul zu übernehmen. Aufseiten der USA war man der Ansicht, auf diese Art guten Willen zu zeigen, zumal die CIA vom ISI das Versprechen erhielt, dass Ghul nicht freikommen würde.

Warum Pakistan Hassan Ghul so dringend zurückhaben wollte, ist nicht ganz klar. Doch frühere CIA-Mitarbeiter sagen, dass dieser Beziehungen zur Lashkar-e-Taiba unterhielt, die die Unterstützung des ISI genoss. Nur wenig ist bekannt darüber, wo Ghul sich seit seiner Rückkehr in Pakistan aufgehalten hat. An einem geheim gehaltenen Ort sprach er mit dem mittlerweile in Großbritannien verurteilten Rangzieb Ahmed. Das letzte Mal, dass er Ghul gesehen habe, sei im Januar 2007 gewesen, sagte Ahmed.

Von Adam Goldman

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