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Im Dioxinskandal haben die zuständigen Behörden in Schleswig-Holstein mittlerweile 43 Futterfettproben von Ein- und Ausgangsware der Tochterfirma des Futterfettherstellers Harles und Jentzsch im niedersäschsischen Bösel analysiert.

Wieder Dioxin im Futterfett

Kiel - Dioxin-Skandal und kein Ende. Jetzt wurde der Giftstoff wieder bei 28 Stichproben von Futterfett nachgewiesen.

Im Dioxinskandal haben die zuständigen Behörden in Schleswig-Holstein mittlerweile 43 Futterfettproben von Ein- und Ausgangsware der Tochterfirma des Futterfettherstellers Harles und Jentzsch im niedersäschsischen Bösel analysiert.

Dabei wurde der zulässige Höchstgehalt an Dioxin in 28 Fällen überschritten, wie das Landwirtschaftsministerium am Montag in Kiel mitteilte. Die über dem Grenzwert liegenden Proben hätten für die Futtermittelherstellung nicht verwendet werden dürfen, sagte ein Ministeriumssprecher.

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Aigner zu Dioxin-Skandal: "Dieser Fall hat Konsequenzen"

Inzwischen gebe es Hinweise, dass auch aus dem Mutterunternehmen in Uetersen knapp über dem Grenzwert belastetes Futterfett ausgeliefert worden sei, sagte ein Ministeriumssprecher. Demnach stellten zwei Futtermittelhersteller aus Schleswig-Holstein bei Eigenuntersuchungen Dioxinwerte von 0,89 Nanogramm beziehungsweise 1,26 Nanogramm fest. Der zulässige Höchstgehalt liegt bei 0,75 Nanogramm. Die bereits vorsorglich gesperrten Fette dürfen nun endgültig nicht mehr zu Futtermitteln verarbeitet werden.

Unterdessen bereitet das Landwirtschaftsministerium den Angaben zufolge die Aufhebung weiterer Schlachtverbote vor. Hiervon betroffen sind 61 landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein, die Futter von einem Hamburger Unternehmen bezogen hatten.

dapd

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