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Rutschparty auf dem Fußweg: Eisglatte Straßen machen nicht nur Autofahrern nur schaffen.

Bahn-Chaos in Polen

Spiegelglatte Straßen in Ostdeutschland

Berlin - Jetzt macht der Winter noch einmal ernst: Vor allem im Nordosten kämpften am Morgen viele Pendler wieder mit spiegelglatten Straßen. Noch schlimmer sind die Menschen in Polen betroffen.

Spiegelglatte Straßen haben Fußgänger und Autofahrer in Teilen Nord- und Ostdeutschlands wieder gefährlich ins Rutschen gebracht. Allerdings war die Lage am Dienstagmorgen meist nicht mehr so dramatisch wie am Montag. Für Chaos sorgt das Winterwetter dagegen in Polen.

Die Rettungskräfte in Berlin zählten in der Nacht 132 Glatteis-Einsätze, nach fast 2200 Einsätzen am Montag. Während die Glätte auf den Hauptstraßen mit Tausalz bekämpft wurde, blieben viele Nebenstraßen vor allem in den Außenbezirken schwer befahrbar.

Östlich von Berlin wurde am Dienstagmorgen der Busverkehr eingestellt: Sprühregen hatte in Cottbus und im Kreis Spree-Neiße viele Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Lastwagen kamen nicht mehr vorwärts und blockierten die Fahrbahnen, wie die Polizei mitteilte.

Bis zum frühen Morgen gab es vor allem im Süden Brandenburgs mehr als ein Dutzend glättebedingte Unfälle. Die Lage war aber nicht so dramatisch wie am Montag, als die Polizei fast 500 Unfälle mit 46 Verletzten gezählt hatte, etwa viermal so viel wie normal. Im Laufe des Dienstags soll sich die Lage entspannen: Dann soll der Eisregen laut Deutschem Wetterdienst im Nordosten in Schnee übergehen. Am Vormittag hob der Wetterdienst alle Unwetterwarnungen auf.

Im Norden registrierte die Polizei am Dienstag nur vereinzelt Unfälle. In Ostholstein hatte die Glätte am Montagabend zwei Menschen das Leben gekostet: Auf einer Bundesstraße gerieten zwei Frauen aus Lübeck mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn und prallten gegen einen Geländewagen. Beide Frauen starben.

Eisregen und Glätte macht auch vielen Menschen in Polen zu schaffen: Rund 200 Zugreisende in der Nähe des westpolnischen Ostrów Wielkopolski waren am Morgen in zwei Zügen eingeschlossen, die wegen umgestürzter Bäume und vereister Oberleitungen nicht weiterfahren konnten, wie der Sender TVN24 berichtete. Seit der Nacht seien Schienen und Leitungen von einer Eisschicht überzogen, sagte ein Bahnsprecher.

Im ganzen Land war der Zugverkehr beeinträchtigt - einige Züge hatten bis zu zehn Stunden Verspätung. In der zentralpolnischen Region Swietokrzyskie brachen Stromleitungen unter dem Gewicht der Last zusammen. Mehr als 7500 Haushalte waren am Morgen ohne Strom, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete.

dpa

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