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Das war die erste "Brigitte" ohne professionelle Models.

Wieder Magerwahn? "Brigitte" will echte Models

Hamburg - Nur noch Frauen, „die mitten im Leben stehen“, wollte die Zeitschrift „Brigitte“ zeigen. Das war vor gut zweieinhalb Jahren. Jetzt kehren die Profimodels ins Heft zurück.

Deutschlands führende Frauenzeitschrift Brigitte kehrt zu professionellen Fotomodellen zurück. Das teilte der Verlag Gruner+Jahr am Donnerstag in Hamburg mit. Gut zweieinhalb Jahre lang hatte das Blatt auch als Statement gegen Magermodels nur Laufsteg-unerfahrene Frauen und Männer fotografiert. Die Brigitte wollte Menschen zeigen, „die mitten im Leben stehen“, Studentinnen und Verkäuferinnen, wie es damals in der Ankündigung hieß.

„Nun ist es Zeit, mal wieder Bilanz zu ziehen“, heißt es im Editorial zum neuen Heft vom 19. September. „Viele von Ihnen (den Leserinnen) sagten in letzter Zeit: 'Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen.' Oder: 'Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in Brigitte schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe.'“ Vom kommenden Heft an werde man „immer dann mit professionellen Models arbeiten, wenn wir glauben, dass es für ein Thema oder auch das Titelbild besser passt“, hieß es weiter.

Der Schritt habe nichts mit Kosten oder möglichem Mehraufwand bei Laienmodels zu tun, sagte eine Sprecherin von Gruner+Jahr. Im vergangenen Monat hatte es einen Wechsel in der Chefredaktion der Brigitte gegeben. Stephan Schäfer löste Chefredakteur Andreas Lebert ab. Es ist eine Doppelspitze mit Brigitte Huber. Die verkaufte Auflage der Brigitte liegt bei mehr als 600 000 Exemplaren.

dpa

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