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Emotionaler Moment auf PK mit Spahn! RKI-Chef Wieler hält bestürzt einen Moment inne - und wettert dann

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Von: Jonas Raab

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Die vierte Corona-Welle türmt sich immer höher auf. Bundeskanzlerin Merkel fordert strengere Maßnahmen. Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler äußern sich heute. Hier im Live-Ticker.

Update vom 26. November, 11:15 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Jens Spahn und Lothar Wieler wurden zu Beginn deutlich wie nie. Die Pandemie hätte in Deutschland nie härter zugeschlagen, es sei schon „halb 1“. RKI-Chef Wieler nahm sich zu Beginn seines Statements sogar ein paar Sekunden, um den Toten zu gedenken und nochmal deutlich zu machen, was es politisch nun brauche, um die Welle zu brechen.

Immer wieder wurden die Forderungen nach Kontaktbeschränkungen erneuert, insbesondere die Entscheidungsträger der Politik wurden aufgefordert, endlich Entscheidungen zu treffen. Spahn warnte: Selbst wenn es heute und morgen keine Neuinfektionen gäbe, würde das Gesundheitssystem in Deutschland aufgrund der vergangenen Tage zunehmend leiden. Auch bezüglich der neuen Südafrika-Variante zeigten sich der RKI-Chef und der Gesundheitsminister „sehr besorgt“. Die Länder im Umkreis Südafrikas würden nun zum Virusvariantengebiet erklärt werden.

Update vom 26. November, 11:05 Uhr: Laut Spahns Erkenntnis hat es keine Flüge von deutschen Corona-Patienten nach Portugal gegeben. Es gebe enge Zusammenarbeit an den Grenzgebieten, ein Flug nach Portugal sei im Zuge einer Covid-Behandlung eher schwierig. Mit den anderen EU-Ländern befinde man sich in gutem Austausch.

Coronavirus: Spahn appelliert an Politik - „Impfpflicht ist nicht aktuelles Thema“

Update vom 26. November, 10:52 Uhr: „Alle Informationen, die gebraucht werden, um fachgerecht zu handeln, sind vorhanden“, meint RKI-Chef Wieler mit Hinweis auf das Corona-Dashboard, das in „Realtime“ aktualisiert wird. Man müsse lediglich auf die Daten und Zahlen zugreifen.

Berichte, es gäbe Lieferschwierigkeiten der Impfstoffe Biontech und Moderna, weist Jens Spahn zurück. „Der Bund wird in den nächsten zehn Tagen 18 Millionen Booster-Dosen ausgeliefert haben.“ Es könne sein, dass aufgrund der einzelnen Liefermechanismen und der Logistik nicht alles perfekt funktioniere. Das System sei umgestellt worden und es müsse sich alles einspielen.

Update vom 26. November, 10:45 Uhr: „Wir haben jetzt jede Woche hoch und runter eine Impfpflicht diskutiert“, meint Spahn zu seinen Kollegen aus der Politik. Das sei aber nicht das aktuelle Thema. „Es geht jetzt darum, diese Welle zu brechen“, erneuert er seinen Appell für Maßnahmen und Einschränkungen, die sofort helfen würden.

„Umso stärker wir jetzt auf die Bremse treten, desto besser. Alles was wir jetzt nicht entscheiden, trifft uns in zwei bis vier Wochen noch härter“, warnt der CDU-Politiker. Es müssten massive Reduzierungen von Kontakten erfolgen. Gegebenenfalls auch regionale Lockdowns - wobei Spahn dieses spezifische Wort weiter vermeidet. Selbst wenn es heute keine Neuinfektionen mehr gäbe, würde die Klinikbelastung aufgrund der Infektionen der letzten Tage weiter drastisch ansteigen.

Coronavirus: RKI-Chef Wieler „sehr besorgt“ wegen neuer Südafrika-Variante

Update vom 26. November, 10:34 Uhr: Wieler gratuliert allen Menschen mit Booster-Impfung. Diese seien vor schwerer Krankheit und Tod ausgezeichnet geschützt. Trotzdem weist er darauf hin, dass auch diese Personen mit zur Eindämmung der aktuellen Situation beitragen müssen. Dies sei eine solidarische Maßnahme. „Bitte trotz allem Kontakte einschränken“, fordert er. Außerdem nimmt er erneut die Ungeimpften in die Pflicht: „Bitte, lassen Sie sich impfen!“

Update vom 26. November, 10:28 Uhr: Spahn und Wieler werden darauf hingewiesen, zwar von Kontaktbeschränkungen zu sprechen, das Wort Lockdown jedoch nicht in den Mund zu nehmen. Laut des Gesundheitsministers käme es nicht auf die Begrifflichkeiten an, sondern auf die Maßnahmen. Er spricht von der Absage der Großveranstaltungen und Weihnachtsmärkten. Regional könne es auch zu einem „Zurückfahren des normalen Lebens“ kommen.

Update vom 26. November, 10:21 Uhr: Jens Spahn wird zur neuen Corona-Variante in Südafrika gefragt. Man könne noch nicht sagen, wie die Impfstoffe darauf reagieren würden. Die Tests laufen aber bereits. Länder in der betroffenen Region sollen präventiv zum Risikovariantengebiet erklärt werden. Geimpfte, Genesene und Geteteste müssen bei Einreise nach Deutschland 14 Tage in Quarantäne. Personen, die am heutigen Tag aus Südafrika nach Deutschland eingereist sind und für die die neuen Maßnahmen noch nicht gelten, werden angehalten, sich eigenständig in Quarantäne zu begeben und testen zu lassen.

Wieler gibt sich bezüglich der Variante „sehr besorgt“. Bislang sei sie allerdings noch nicht in Deutschland und Europa gefunden worden.

Coronavirus: Wieler erinnert in emotionalem Moment an Virus-Tote

Update vom 26. November, 10:15 Uhr: „Wir brauchen eine massive Reduktion der Kontakte“, fordert Wieler vehement. Außerdem weist er nochmal deutlich auf die Corona-Warn-App hin. Diese würde mögliche Kontakte nach einer Infektion warnen und auf Gefährdungen hinweisen. „Bislang wurde die App 37 Millionen Mal heruntergeladen.“ Wir müssten diese Pandemie bekämpfen, „als ob unser Leben davon abhinge“.

Update vom 26. November, 10:10 Uhr: Wieler sorgt zu Beginn seines Statements für einen emotionalen Moment. Der RKI-Chef nennt die Zahl der mittlerweile über 100.000 Corona-Toten in Deutschland, hält dann einen Moment inne im Gedenken. Danach wettert er los. „Was muss den noch passieren?“, fragt er angefasst. Er erwarte nun einschränkende Maßnahmen von Bund und Länder und eine Zusammenarbeit, mit der man diese vierte Welle brechen könne.. „Bitte lassen Sie sich impfen und auffrischen. Halten Sie überall die AHA-Regeln ein und tragen Sie eine Maske auch wenn Sie geimpft sind“, appelliert er. Die Zahlen der Intensivpatienten würden in allen Bundesländern stark steigen. „Aktuell liegt der Anteil von Covid-19-Patienten in den Intensivpatienten bei 18,9 Prozent“. Es gebe zwar noch freie Betten, jedoch würden diese dadurch erkauft werden müssen, dass geplante Operationen verschoben werden müssten. „Diese Situation geht zur Belastung Aller.“

Jens Spahn warnt vor dramatischer Lage: „So ernst, wie noch zu keinem Zeitpunkt“

Update vom 26. November, 10:07 Uhr: Es gibt immerhin auch eine gute Nachricht, die Impfkampagne würde wieder anziehen. Es seien erstmals wieder über 100.000 Erstimpfungen gemeldet worden, dazu kämen über zwei Millionen Auffrischimpfungen in dieser Woche.

Update vom 26. November, 10:04 Uhr: „Die Lage ist dramatisch ernst, so ernst, wie noch zu keinem Zeitpunkt in der Pandemie“, beginnt Jens Spahn sein Statement. Es sei nicht mehr „5 nach 12“, sondern halb 1. Zu wenig würde trotz mehrfacher Warnungen Spahns und Wielers passieren. „Die Zahl der Kontakte muss runter, deutlich runter. Es braucht mehr Kontaktbeschränkungen, konsequentes 2G-Plus und die Absage von Großveranstaltungen“, fordert er weiter.

Update vom 26. November, 10:00 Uhr: In wenigen Minuten wird die Pressekonferenz mit Jens Spahn und Lothar Wieler also los gehen. Dabei könnte es auch um die neue Corona-Variante aus Südafrika gehen, die als sehr gefährlich eingestuft wurde.

Nach erneutem Corona-Höchststand: RKI-Chef Wieler und Spahn kündigen Pressekonferenz an

Ursprüngliche Meldung vom 26. November: Berlin - Die Corona-Lage in Deutschland spitzt sich weiter zu: Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz stieg am Donnerstag (25. November) weiter an, auch am Freitag wurden neue Höchstwerte verzeichnet. Binnen eines Tages wurden 76.414 Neuinfektionen registriert. Die traurige Zahl des Tages ist allerdings eine andere: Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben: Am Donnerstag lag die Zahl nach 351 Todesfällen binnen 24 Stunden laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 100.119.

„Hinter dieser Zahl stehen 100.000 Menschen, die ihr Leben verloren haben. Und noch viel mehr Kinder, Eltern, Geschwister, Partner*innen, Freund*innen, Kolleg*innen, die um sie trauern“, schrieb das RKI dazu auf Twitter. Am Freitag (26. November) werden RKI-Präsident Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab 10 Uhr die aktuelle Corona-Lage im Haus der Bundespressekonferenz einordnen.

Corona-Pressekonferenz: RKI-Chef Wieler und Gesundheitsminister Spahn sprechen

Aufgrund der dramatischen Situation erlassen immer mehr Bundesländer strenge Corona-Maßnahmen und bereiten sich auf den absoluten Notfall vor: die Triage. Auch in Bayern laufen die Vorbereitungen für die Verlegung von Corona-Patienten aus überlasteten Krankenhäusern aktuell. Nach bisherigen Angaben sollen in den kommenden Tagen voraussichtlich 50 Corona-Intensivpatienten aus dem Freistaat zur Behandlung in andere Bundesländer gebracht werden.

Angesichts der weiteren Zuspitzung der Corona-Lage drängt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf zusätzliche Maßnahmen. Auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki sagte Merkel am Donnerstag, sie habe deswegen im Laufe des Tages mit Olaf Scholz gesprochen. Es sei darum gegangen, in der aktuellen Übergangsphase notwendige Schritte gemeinsam auf den Weg zu bringen.

Corona-Verschärfungen gefordert: Was sagen Spahn und Wieler auf der Pressekonferenz?

Während Bund und Länder aktuell alles daran setzen, die vierte Welle zu brechen, warnt RKI-Chef Wieler vor der nächsten. Am Donnerstag erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass Deutschland sich möglicherweise auf eine fünfte Welle einstellen müsse.

Als Ausweg aus der vierten Welle setzen Experten wie Wieler und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in erster Linie Kontaktbeschränkungen, bei der fünften Welle vor allem auf die Impfung. Auch deshalb wird in Deutschland aktuell intensiv und impulsiv über eine mögliche Impfpflicht diskutiert. Immer mehr Länderchefs schließen sie nicht mehr aus. Äußern sich Spahn und Wieler bei ihrer Pressekonferenz am Freitag (26. November) zum deutschen Impf-Fahrplan und zu weiteren Einschränkungen in Deutschland? Das erfahren Sie am 10 Uhr in diesem Live-Ticker. (jo/dpa)

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